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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 9. Dezember 2019






Schleswig-Holstein:

Fehlende Lehrer: Prien sieht Schleswig-Holstein auf gutem Weg

Bildungsministerin Karin Prien hat am Donnerstag, am 21. November, in der Landespressekonferenz einen Überblick über die Maßnahmen des Bildungsministeriums zur Lehrkräftegewinnung gegeben. "Aktuell sind wir auf einem sehr guten Weg", betonte die Ministerin und freute sich, dass rechnerisch nur 130 Planstellen im Land unbesetzt sind.

"Bei 23.345 Planstellen ergibt das eine Besetzungsquote von über 99 Prozent. Natürlich fehlen uns vor Ort mehr Lehrkräfte als nur für 130 Planstellen. Durch Elternzeit etwa, Sabbaticals oder längere Erkrankungen erteilen Lehrkräfte keinen Unterricht, obwohl sie formal natürlich eine Planstelle an der Schule haben", so Prien. Auch seien viele Lehrkräfte in Teilzeit tätig und hätten kein volles Stundendeputat.

"Wenn es um den Lehrkräftemangel geht, können wir durchaus regionale Unterschiede erkennen", erklärte die Ministerin. In den Ballungszentren und in den beiden Unistädten Kiel und Flensburg suchten besonders viele Lehrerinnen und Lehrer eine Stelle, sagt Prien. In ländlicheren Regionen, etwa in Dithmarschen oder im Herzogtum Lauenburg sei es dagegen schwieriger, geeignete Bewerber für offene Planstellen zu finden.

"Wir haben in diesem Schuljahr erstmals Stellen für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst geschaffen, bei denen für die Kreise Dithmarschen, Steinburg, Herzogtum Lauenburg und Segeberg ein Zuschlag während des Vorbereitungsdienstes von 250 Euro gezahlt wird", berichtete Karin Prien. 20 Lehrer und Lehrerinnen im Vorbereitungsdienst hätten dieses Angebot angenommen. "Weitere 43 Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sind in diese vier Kreise gegangen, haben sich aber bewusst gegen den Zuschlag entschieden, weil sie sich nicht für fünf Jahre in die Region verpflichten wollten."

"Im Wintersemester haben über 6.000 Studentinnen und Studenten ein Lehramtsstudium an den Universitäten im echten Norden aufgenommen", erläuterte Prien. "Kurzfristig helfen uns diese guten Entwicklungen aber nicht. Wir setzen auf grundständig ausgebildete Lehrkräfte, aber auch unsere Programme für Quer- und Seiteneinsteiger sind ein wichtiger Baustein unserer Lehrkräftegewinnungsstrategie."

Prien verwies zudem darauf, dass man erstmals Gymnasiallehrer qualifiziere, damit diese die Möglichkeit haben, an Grundschulen zu wechseln. "Insgesamt haben wir die Attraktivität des Grundschullehramts deutlich verbessert. Die sukzessive Einführung der Besoldungsgruppe A13 für alle Lehrkräfte ist ebenso ein wichtiger Schritt." Wertschätzung, nicht nur finanzieller Natur, sei auch ein entscheidender Aspekt, um junge Menschen allgemein für den Beruf der Lehrerin und des Lehrers begeistern zu können.

Bildungsministerin Karin Prien hat einen Überblick über die Maßnahmen des Bildungsministeriums zur Lehrkräftegewinnung gegeben.

Bildungsministerin Karin Prien hat einen Überblick über die Maßnahmen des Bildungsministeriums zur Lehrkräftegewinnung gegeben.


Text-Nummer: 134579   Autor: Bimi SH/Red.   vom 21.11.2019 12.38

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