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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 13. August 2019






Stockelsdorf:

Konfirmanden erforschten jüdischen Friedhof

Archiv - 21.11.2019, 12.43 Uhr: Unter dem Motto "Suche Frieden und jage ihm nach – Spurensuche in Ostholstein" hatte der Kirchenkreis Ostholstein in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Ahrensbök im März 2019 vor allem junge Leute aber auch Erwachsene dazu aufgerufen, geschichtliche Ereignisse in Ostholstein in den Blick zu nehmen. Am Mittwochabend (20.11.) nun wurden in der Gedenkstätte die Preisträger vorgestellt.

Propst Peter Barz sprach von "einer Reihe richtig beeindruckender Arbeiten" und auch die anderen Jurymitglieder waren ganz angetan von der großen Ernsthaftigkeit der eingesandten Wettbewerbsbeiträge. Die drei gleichberechtigt erstplatzierten Teilnehmer, die sich über jeweils 1000 Euro freuen dürfen, sind Jugendliche aus Schönwalde, aus Bannesdorf auf Fehmarn und aus Stockelsdorf. Darüber hinaus wurden weitere eingereichte Beiträge gewürdigt.

Die Konfirmandengruppe aus Stockelsdorf unter Leitung der Pastorin Almuth Jürgensen und des Künstlers René Blättermann hatte sich über mehrere Monate mit dem jüdischen Friedhof des Ortes beschäftigt, auf dem sich 36 Grabmale von Stockelsdorfer und Fackenburger Jüdinnen und Juden aus den Jahren 1812 bis 1919 befinden. Die Jugendlichen leisteten durch Aufräum- und Pflegemaßnamen nicht nur einen Beitrag zum Erhalt der Anlage, sondern unterstützten auch das Autorenteam, das Mitte des Jahres eine Dokumentation des Friedhofs als Buch herausbrachte. Vor allem aber begaben sich die Jungen und Mädchen vor Ort selbst auf Spurensuche und lernten sogar ein klein wenig Hebräisch. So entstand ein Wandkalender mit Buchstaben des hebräischen Alphabets, der sicher nicht nur für Familienangehörige von Interesse ist. Propst Peter Barz, der sich das Projekt während einer Visitation schon einmal hatte erläutern lassen, zeigte sich "wirklich überzeugt von eurer Arbeit". "Es ist wunderbar, dass ihr euch mit jüdischer Tradition auseinandersetzt und euch darauf einlasst", sagte er.

Ein mit 500 Euro dotierter Sonderpreis der Sparkassen-Stiftung ging an sieben Konfirmanden der Kirchengemeinde Timmendorfer Strand. Sie hatten mit exakt 810 Muscheln ein besonderes Gedenkzeichen für die Opfer der Schiffskatastrophe der Cap Arcona vom 3. Mai 1945 vor dem Ehrenmal auf dem Waldfriedhof an der B76 ausgelegt. 810 der mehreren Tausend Menschen, die bei der Versenkung des Schiffes und seiner Begleitschiffe ums Leben kamen, sind dort bestattet. Als förderungswürdig erschien besonders das noch andauernde Bemühen der Jugendlichen, vor Ort in Timmendorfer Strand eine Straße in Cap-Arcona-Straße umbenennen zu lassen.

Die Konfirmandengruppe aus Stockelsdorf beschäftigte sich mit dem jüdischen Friedhof. Foto: KK OH

Die Konfirmandengruppe aus Stockelsdorf beschäftigte sich mit dem jüdischen Friedhof. Foto: KK OH


Text-Nummer: 134593   Autor: KK OH   vom 21.11.2019 12.43

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