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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonnabend,
der 7. Dezember 2019






Lübeck - Innenstadt:

Gedenk-Konzert zum Kniefall von Willy Brandt

Der Lübecker Bach-Chor wird am Sonnabend, dem 7. Dezember 2019, auf Veranlassung der "Stiftung zum 7. Dezember 1970" wieder ein außergewöhnliches Konzert geben: Unter der Leitung von Kirchenmusiker Eckhard Bürger werden in St. Aegdien zu Lübeck Teile des großen Theater-Oratoriums "Der Weg der Verheißung" von Kurt Weill (Musik) und Franz Werfel (Text) aufgeführt. Beginn ist um 19 Uhr.

Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte zugunsten der Stiftung zum 7. Dezember 1970 wird gebeten. Der Lübecker Bach-Chor mit der Aufführung des Gedenk-Konzertes an den Kniefall von Willy Brandt am 7. Dezember 1970 in Warschau in der etwa einstündigen Fassung dem Wunsch der "Stiftung zum 7. Dezember 1970" nach, ein passendes Konzertstück an diesem Abend zu präsentieren. Zugleich schreibt der Chor seine eigene Tradition weiter fort und bringt seinem Publikum wieder eine musikalische Rarität zu Gehör. Der Aufruf der "Stiftung zum 7. Dezember 1970", die Versöhnung als politische Bereitschaft und Botschaft lebendig zu halten, soll mit diesem sehr interessanten Werk unterstrichen werden.

Henning Scheve: "Ich freue mich, dass es zum wiederholten Male gelingt, in dieser Form an das bedeutende Ereignis des Kniefalls zu erinnern. Es zu einer Tradition in der Kulturszene Lübecks geworden", sagt Henning Scheve vom Stiftungsrat der "Stiftung zum 7. Dezember 1970". Auch Marienpastor Robert Pfeifer, ebenfalls Mitglied des Stiftungsrates, betont: "Die lebendige Erinnerungskultur in Lübeck ist durch das Format dieses Stiftungskonzertes um eine wichtige Facette reicher geworden. In Lübeck gibt es ein starkes Bewusstsein für die Bedeutung von Geschichte für das Verständnis der Gegenwart."

Hintergrund: Anfang der 30iger Jahre plante der Regisseur Max Reinhard ein großes Musiktheater-Stück zur Geschichte des Volkes Israel, gerade als der Antisemitismus in Deutschland zu allgemeiner Anerkennung und großer Gefahr heranwuchs. Die künstlerische und intellektuelle Elite war bereits teilweise ausgewandert. Er gewann Franz Werfel als Librettisten und Kurt Weill als Komponisten für diesen Plan. Das gut dreistündige Werk erlebte nach turbulenten Probenphasen 1937 seine Uraufführung ("The Eternal road") und über 150 weitere Vorstellungen am Broadway in New York. Wegen des ungeheuren Aufwandes blieb es aber ohne finanziellen Erfolg und geriet etliche Jahrzehnte in Vergessenheit, bis es zum 100. Geburtstag von Kurt Weill im Jahr 2000 erstmals in einer gekürzten Fassung in unter anderem Chemnitz, Dessau und Berlin erklang. Franz Werfel fügte die wichtigsten alttestamentlichen Geschichten von Abraham bis Jeremia in einer Rahmenhandlung zusammen: Eine jüdische Gemeinde ist eines nachts in einer Synagoge versammelt, vor der Tür hat sich die Gewalt des Staates, die Gestapo, platziert. In dieser Beklommenheit des Pogroms ruft der Rabbi dieser Gemeinde die alten Geschichten des Volkes ins Gedächtnis der versammelten Gemeinde. Ein Widersprecher provoziert ihn dabei vielfach, auch taucht ein 13-jähriger Junge auf, der zwar Jude ist, all diese Geschichten aber nicht kennt. So bekommen die Schilderungen des Rabbi eine unvoreingenommene Richtung.

Ein Gedenk-Konzert erinnert an den Kniefall von Willy Brandt 1970.

Ein Gedenk-Konzert erinnert an den Kniefall von Willy Brandt 1970.


Text-Nummer: 134824   Autor: Steffi Niemann   vom 02.12.2019 15.20

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