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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 10. Dezember 2019






Lübeck:

Es weihnachtet: Obdachlose nicht mehr geduldet

Das Bild passt wohl nicht zum Weihnachtsglanz in der Fußgängerzone. Die Stadt Lübeck hat das Lager von Obdachlosen in der Breiten Straße "entsorgt". Vorher hatte der städtische Ordnungsdienst die Personen aufgefordert, das Nachtlager im Eingang eines geschlossenen Geschäftes zu räumen.

Offenbar störten die Personen beim besinnlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt. "Über einen Zeitraum von drei Wochen sind die Personen von Mitarbeitern des Ordnungsdienstes angesprochen und zum Verlassen des Platzes aufgefordert worden", sagt Nicole Dorel, Sprecherin der Stadtverwaltung. Die Mitarbeiter hätten dabei verschiedene Personen dort angetroffen.

"Nach drei Wochen sind die Obdachlosen – ohne weiteres Zutun unsererseits – weggeblieben und haben ihren Müll hinterlassen", so die Sprecherin der Stadt. Die Entsorgungsbetriebe hätten anschließend den Müll beseitigt. "Trotz Müllentsorgung und gründlicher Reinigung sind noch Spuren von Fäkalien sichtbar geblieben. Von daher war das Vorgehen des Ordnungsamtes nicht nur rechtlich geboten und verhältnismäßig sondern – insbesondere bei diesen Temperaturen - auch aus Fürsorgegründen alternativlos."

Was mit den Wohnungslosen passiert ist, bleibt unklar. Sie seien vom Ordnungsdienst "auf Hilfsangebote und Unterbringungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht worden", so die Stadtverwaltung. Auch die Vorwerker Diakonie habe regelmäßig Hilfe angeboten.

Inzwischen hat das Vorgehen auch ein politisches Nachspiel. Die Linken bringen das Thema im Hauptausschuss der Bürgerschaft auf die Tagesordnung.

Die Schlafsäcke und anderen Habseligkeiten wurden von der Stadt entsorgt. Foto: Dennis Schulte

Die Schlafsäcke und anderen Habseligkeiten wurden von der Stadt entsorgt. Foto: Dennis Schulte


Text-Nummer: 134857   Autor: VG   vom 03.12.2019 20.40

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Kommentare zu diesem Text:

Frank David schrieb am 03.12.2019 um 21.30 Uhr:
"Das Fest der Liebe" schämt Euch!!!

Jung schrieb am 03.12.2019 um 22.01 Uhr:
Man soll umsonst Bus fahren können und dann so etwas. Passt nicht

Matthias schlecht schrieb am 03.12.2019 um 22.07 Uhr:
Hoffentlich hat die Stadt nicht unsere neuen Decken entsorgt. Die hatten wir den Bewohnern dort gerade geschenkt...

Mark Arson schrieb am 03.12.2019 um 22.18 Uhr:
Es ist wie immer so eine herrliche Doppelmoral des "gemeinen Wutbürgers". Einerseits geht jeder auf die Barrikaden wenn auch nur einer eine Kippe oder einen Pappbecher fallen lässt (Stichwort Klimaschutz) anderseits reagiert man mit entsetzen wenn die Stadt den Obdachlosen verbieten will, vor Geschäften ihre Notdurft zu verrichten oder Müll zu verteilen.

Merkt da einer noch was?

Sascha Luebeck schrieb am 03.12.2019 um 22.28 Uhr:
Mehr als Hilfe anbieten kann man nicht. Man kann niemanden zwingen. Es wurde dort campiert und die Notdurft in unmittelbarer Umgebung verrichtet. Das geht einfach nicht. Ein paar einfachste Dinge sind Vorraussetzung um am sozialen Leben teilzunehmen. Mich stört dort kein Bettler, Musikant, einzelne Obdachlose die mal hier mal dort nächtigen, aber wenn vermüllt und verdreckt wird sollte doch bei aller Liebe auch mal Schluss sein. Ich wünsche allen ob obdachlos oder nicht, das sie heil und gesund über den Winter kommen.

Daria Clausen schrieb am 03.12.2019 um 22.39 Uhr:
Ja. Jeder der vorbei geht und NICHTS getan hat, sollte das tun. Erschreckend genug, das die städtischen Mitarbeiter und die der Diakonie die einzigen waren, die sich Gedanken darüber gemacht haben. Nach meiner Wissen, hat einer der Personen eine Wohnung bezogen und die andere “Unterkunft“ in der JVA erhalten. Also keine Obdachlosen, sondern Mitglieder unserer Wegwerfgesellschaft, die ihren Müll der Allgemeinheit hinterlassen.

Tobias Möller schrieb am 03.12.2019 um 22.43 Uhr:
Es wird schon seine Gründe haben, wenn Obdachlose sogar aus Hilfseinrichtungen rausfliegen und auf der Straße landen.

Wenn diese Gut- und Bessermenschen sowie Dauerempörten tatsächlich helfen wollen würden, dann sollten sie Obdachlosen auf eigene Kosten ein dauerhaftes Hotelzimmer bezahlen, oder sie bei sich Zuhause aufnehmen und beherrbergen.

Aber das wollen diese "tapferen Helfer" dann ja auch wieder nicht.
Lieber sorgen sie mit entsorgten Decken und Altkleidern dafür, dass solche Lager schnell wachsen und immer größere Ausmaße annehmen.

Am Ende dieser Aufräumaktion war der LKW übrigens, auf die Frage an den Fahrer, mit etwa 5 Kubikmetern bestialisch stinkenden Abfalls aus Decken, Kleidung, Taschen, Lebensmittelabfällen, Schnapsflaschen, Drogenkonsumzubehör und Exkrementen beladen.

Meinen größten Respekt vor den Frauen und Männern, die diesen Dreck jedes Mal aufs Neue beseitigen müssen.

Von den gesundheitlichen Gefahren, die von solchen Lagern durch angelocktes Ungeziefer, benutzte Spritzen, Fäkalien, krankheitserregende Keime, Bakterien und Viren ausgehen ganz zu schweigen.

Es ist also richtig, wenn die Stadt für Sauberkeit sorgt.

Pascal schrieb am 03.12.2019 um 22.45 Uhr:
Ich halte das Vorgehen der Stadt für angemessen. Die dort lagernden Obdachlosen hatten drei Wochen Zeit, die Ihnen angebotene Hilfe anzunehmen. Offensichtlich haben sie sich einen neuen Schlafplatz gesucht und nur ihren Müll hinterlassen. In den sozialen Netzwerken geben Menschen ihre Kommentare zum Besten, ohne einmal vor Ort gewesen zu sein und mit den Betroffenen zu reden. Hier wird unnötig polarisiert und zugespitzt, teils sogar um sich politisch zu profilieren. Fragwürdig.

kk1955 schrieb am 04.12.2019 um 00.22 Uhr:
@Tobias Möller, ich bin ganz Ihrer Meinung !!

Bernd schrieb am 04.12.2019 um 02.42 Uhr:
Das Vorgehen der Stadt ist absolut gerechtfertigt. Obdachlose mitten in der Fussgängerzone dürfen nicht geduldet werden. Das hat nichts mit Unmenschlichkeit zu tun. Und wenn man liest wie dieser "Lager" hinterlassen wurde erst recht.

Cat schrieb am 04.12.2019 um 08.42 Uhr:
ich selbst habe nix gegen Obdachlose. Allerdings gibt es in der Stadt mehr als genügend Möglichkeiten sich zu waschen und die Notdurft zu verrichten. Auch sollte jeder welcher "genötigt" wird auf der Straße zu nächtigen seinen Platz sauber verlassen!
Ich kenne einige Obdachlose denen man es auf den ersten Blick nicht ansieht. Sie sind sauber und soweit gepflegt!!!

Volker Runge schrieb am 04.12.2019 um 08.44 Uhr:
Macht doch die Kirchen auf, stehen eh nur nutzlos herum.

Alex schrieb am 04.12.2019 um 09.57 Uhr:
Die Stadt hat alles richtig gemacht, warum haben denn die Gut- Menschen oder die Leute von der Obdachlosenhilfe oder gar die hunderte von Mitgliedern der gleichnamigen Facebook Gruppe geholfen wenn es schon drei Wochen bekannt war das die Menschen da weg sollen? Wurde nicht geholfen und dieses jetzt hier in kauf genommen um groß in der öffentlichkeit zu Trommeln wie böse doch die Stadt Lübeck ist? Die die hier am lautesten meckern sollten mal anfangen vor ihrer eigenen Tür zu kehren, ihr hättet sie ja aufnehmen können denn wäre da kein Lager / Toilette .

Henry Armitage schrieb am 04.12.2019 um 09.57 Uhr:
Die Stadt hat richtig gehandelt.
Es wurde auf Hilfsangebote hingewiesen und ein ausreichendes Zeitfenster zur Räumung zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus ist es richtig, dass nicht tatenlos zugesehen wird, wie der Platz mit Fäkalkien und anderen Hinterlassenschaften verunreinigt wird.

All die Kritik an der Räumung kann ich nicht verstehen, denn nicht nur die Obdachlosen, sondern auch die Allgemeinheit besitzt Rechte und Interessen, die es zu schützen gilt.
Hilfsangebote nicht abzulehnen ist das Recht von jedem Menschen - man sollte sich aber nicht beschweren, wenn man dann auch seinen Pflichten nachkommen muss.

(...)

Frau Meyer schrieb am 04.12.2019 um 10.29 Uhr:
Es ist im Grunde genommen nur traurig, dass die anderen 11 Monate im Jahr nichts unternommen wird. Seit 10 Jahren wohne ich in der Innenstadt und sehe von Jahr zu Jahr mehr Obdachlose. Wenn kein Weihnachtsmarkt (auch eine fragwürdige Veranstaltung) stattfindet, interessiert es niemanden, was mit diesen Leuten passiert.

Reinhart Jahnke schrieb am 04.12.2019 um 10.39 Uhr:
Nur beschämend für Lindenau & Co! Und die Kirchen sowieso! Wann wird der Obdachlose im Durchgang zum ZOB entsorgt. Müssen die Obdachlosen in der Fackenburger Allee ( Ford Lorenzens) auch beseitigt werden? Stören die die IMK? Frohes Fest Ihr Gutmenschen! " Was Ihr dem Geringsten...."

Walter Koch schrieb am 04.12.2019 um 10.40 Uhr:
Warum schafft man es nicht jedem Obdachlosen eine Wohnung zuzuweisen? Jeder Zugereiste bekommt Hilfestellung durch die Behörden und Freiwilligenorganisationen und erhält staatliche Unterstützung, Wohnung, Existenzminimum zum Lebensunterhalt.
Wenn Obdachlosigkeit wie in diesem Fall zur Gefährdung der Allgemeinheit führt, dann darf es auch gern eine Zwangsbeglückung durch "betreutes Wohnen", bei kriminellen Handlungen auch ohne Möglichkeit des Verlassens der Unterkunft geben.

Soeckchen schrieb am 04.12.2019 um 10.58 Uhr:
Kein Mensch sch..... sich ins eigene Wohnzimmer. Vielleicht war das ja auch eine Trotzreaktion für die Vertreibung.

Ganghaus Gangsta schrieb am 04.12.2019 um 10.59 Uhr:
Hoopla! Was für reißerischer Titel. Es wird suggeriert, Menschen ohne Obdach würden in der FuGäZo nicht mehr geduldet. So etwas wäre natürlich eine humanitäre Katastrophe und ein Armutszeugnis für die Gesellschaft …

Was aber Fakt ist und weiter im Artikel steht: es wurde lediglich der Müllberg entfernt, offenkundig auf Kosten der Allgemeinheit, den die Stadtvagabunden einfach so da hinterließen. Die Betreffenden selbst sind doch weiter gezogen.

Das hat mit dem (vorhandenen oder nicht) „Dulden“ obdachloser Menschen exakt nichts zu tun, denn die Personen, die diese Aktion verursacht haben, sind gar nicht mehr zugegen gewesen.

Was in diesem Fall weg musste, allein schon aus hygienischen Gründen, war der zum Teil kontaminierte Müll. Also Sachen, und zwar solche, die sogar extrem bedürftigen Leuten es nicht wert waren, mitgenommen zu werden. Dafür Danke an die Stadt. Die Vorstellung, ein Kind oder ein Hund würde in Kontakt mit dem verschmutzen Zeug kommen, ist nicht gerade die schönste: wer hätte im Falle einer Sepsis die Verantwortung übernommen?

Leider ist die Vermüllung öffentlicher Räume inzwischen auch in Lübeck keine Seltenheit. „Tolles“ Beispiel auch der Weg neben den Bahngleisen gegenüber der Wallhalbinsel (frühere Kleingärtenkolonie). Vor einigen Jahren noch eine beliebte Abkürzung zum/vom HBf, gern auch für Spaziergänge genutzt, Kinder und Hunde spielten mit Vorliebe im „Dschungel“ zum Wasser hin. Mittlerweile sind die Wege „im Gebüsch“ zugemüllt, voller Glasscherben, unter jedem Strauch kann ein Drogenbunker sein (was ich da schon an BtMG-Zeug ungewollt gefunden habe…), der kleine Platz am Wasser ein Dauer-Slum mit Zelten und „Absperrungen“, alles voller Dreck, die „Bewohner“ offensichtlich immer wieder weggezogen.

Mit welchem Recht nehmen solche Personen den öffentlichen Raum in Besitz?

Lothar Möller schrieb am 04.12.2019 um 18.44 Uhr:
Leerstehende Container, die bis vor kurzem noch als Flüchtlingsunterkünfte dienten, könnten eine Zwischenlösung für Obdachlose in Lübeck sein - zumindest aus Sicht der BfL-Wählergemeinschaft.
„Sie wären eine erste Auffangmöglichkeit für Obdachlose. Wir halten eine Zwischennutzung von Containern für Obdachlose für „praktisch realisierbar und relativ einfach umzusetzen“. Die Unterkünfte könnten auch tagsüber genutzt werden.

Maria Strempel schrieb am 04.12.2019 um 19.00 Uhr:
Ich finde es krass, wie viele Leute sich zu dem Thema äußern müssen, obwohl sie nicht die leiseste Ahnung von der Problematik haben. Die Leute von der Straße holen und sie in eine Notunterkunft bringen, das funktioniert hier oder da aus verschiedenen Gründen nicht. Ich finde, man sollte nicht urteilen, wenn man nicht im Thema ist.


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