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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 10. Dezember 2019






Lübeck:

Linke fordert respektvollen Umgang mit Obdachlosen

Die Partei "Die Linke" und die Obdachlosenhilfe Lübeck zeigten sich empört wie in Lübeck mit den schwächsten Menschen unser Gesellschaft umgegangen wird. Hintergrund ist die Räumung einer Schlafstelle in der Breiten Straße (wir berichteten am Dienstag).

Die Linke setzte sich sofort mit der Verwaltung und der Obdachlosen Hilfe Lübeck (OHL) in Verbindung. "Deutlich wurde, dass beide die Fälle ganz unterschiedlich schildern", so die Partei.

Die Linke berichtet: "Laut Aussage der beiden Obdachlosen, hätte ihnen das Lübecker Ordnungsamt seit Oktober den Aufenthalt in der Breiten Straße erlaubt, da aus Sicht der Lübecker Ordnungshüter ihr Platz ordentlich aussah. Auch haben die Obdachlosen den Platz nicht vermüllt und Fäkalien hinterlassen und dann das Weite gesucht. Auch haben sie keine Betreuung ausgeschlagen, wie jetzt die Lübecker Verwaltung argumentiert, sie wurden von der Obdachlosenhilfe Lübeck bei Bedarf mit Lebensmittel versorgt. Alle Mitglieder der Obdachlosenhilfe Lübeck können bezeugen, dass sich die beiden Obdachlosen in den letzten drei Wochen in der Breiten Straße bei ihrem Platz aufgehalten haben. Auch am Hauptbahnhof, im Gang zum ZOB, wurden Lager von Obdachlosen ohne ersichtliche Gründe geräumt. Besonders Schlimm, mit dem Hab und Gut der Obdachlosen wurden auch ihre Papiere vernichtet."

"Bei diesem Fall gab es offensichtlich Kommunikationsprobleme im Lübecker Ordnungsamt. Eine Kontaktaufnahme mit der Lübecker Obdachlosenhilfe wurde nicht für Nötig befunden. Über das ganze Jahr wurde kein Obdachloser von seinem Platz verscheucht. Aber zur Weihnachtszeit passen einigen Leuten in der Lübecker Verwaltung Obdachlose nicht in ihr Weltbild einer Lübecker Weihnachtsmarktidylle. Da müssen dann Obdachlose aus dem Stadtbild verschwinden", sagt Christian Zeikowsky der 2. Vorsitzender der OHL.

"Wir sind entsetzt, wie rigoros die Stadt gegen die Obdachlosen vorgeht, die zuvor Monatelang niemanden störten. Viele Bürgerinnen und Bürger haben Decken und Kleidung gespendet, die nun auch vernichtet wurden. So geht man auch nicht mit Bürger:innenengagement um. Es gibt viele Gründe, warum Menschen nicht in die Obdachlosenheime wollen, Diebstahl, Drogen- und Alkoholmissbrauch, keine Tiere und Paare können nicht gemeinsam untergebracht werden. Deswegen darf man die Schlafplätze, die durch die Öffentlichkeit auch Sicherheit bieten, nicht einfach räumen", erklärt Katjana Zunft Bürgerschaftsabgeordnete und Vorsitzende der Lübecker Linken.

Katjana Zunft, Vorsitzende der Linke, ist vom Vorgehen der Stadt entsetzt.

Katjana Zunft, Vorsitzende der Linke, ist vom Vorgehen der Stadt entsetzt.


Text-Nummer: 134887   Autor: Linke/red.   vom 04.12.2019 18.51

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Kommentare zu diesem Text:

Lothar Möller schrieb am 04.12.2019 um 19.13 Uhr:
Leerstehende Container, die bis vor kurzem noch als Flüchtlingsunterkünfte dienten, könnten eine Zwischenlösung für Obdachlose in Lübeck sein - zumindest aus Sicht der BfL-Wählergemeinschaft. „Sie wären eine erste Auffangmöglichkeit für Obdachlose. Wir halten eine Zwischennutzung von Containern für Obdachlose für „praktisch realisierbar und relativ einfach umzusetzen“. Die Unterkünfte könnten auch tagsüber genutzt werden.

Lübeckerin schrieb am 04.12.2019 um 19.29 Uhr:
Habe gerade im Fernsehen gesehen wie Hamburg mit Obdachlosen umgeht nämlich mit einer großen Feier.Mir kamen die Tränen als ich diese Menschen gesehen habe die sich so gefreut hatten.Ich schäme mich Lübecker zu sein und finde es traurig wie man in Lübeck mit Obdachlosen umgeht.

Ein Bürger schrieb am 04.12.2019 um 22.49 Uhr:
Was die Linke berichtet entspricht nicht der Wahrheit. In der Breiten Str. wurde das Obdachlosenlager innerhalb von 3 Wochen stark vergrößert, teilweise wurde es mit 5 !!! Menschen und einen Hund bewohnt. Die Habseligkeiten wurden immer mehr. Das die Stadt irgendwann eingreifen muss, ist doch verständlich. Und die Bewohner haben definitiv eine Frist bekommen, so dass sie all ihr Hab und Gut hätten sichern können (ein orangener Zettel hing für jedermann sichtbar an der Glasscheibe des Geschäftes).
(...)

(...) Man sollte die Medaille immer von beiden Seiten beleuchten Interessant ist auch, dass die Obdachlosenhilfe beklagt, dass die Stadt keinen Kontakt aufgenommen hat. Wieso hat die OLH es denn nicht gemerkt, dass dort scheinbar 3 Wochen Menschen ohne Hilfe auf der Straße leben und warum wurden sie nicht aktiv?
Die Linke sollte sich zusätzlich mal bei der Stadt erkunden, wie viele Lager 2019 geräumt wurden. Es sind garantiert mehr als nur das eine vor der Weihnachtszeit. Man muss einfach einsehen das viele (aber nicht alle!) keine Hilfe annehmen möchten. Es gibt so viele Anlaufpunkte, aber den ersten Schritt muss die betroffene Person selbst gehen. Mehr als die Hand reichen kann man nicht. Traurig, dass dies nur zur Weihnachtszeit thematisiert wird. Im Sommer zieht die Schlagzeile wohl nicht...

droppdog schrieb am 05.12.2019 um 06.54 Uhr:
Herr Dedow spricht doch immer mit den ärmsten Menschen in Lübeck, wenn er durch die Breite Str. geht. Hätte er doch schon etwas machen können!

Frank David schrieb am 05.12.2019 um 07.42 Uhr:
Ich verstehe sowieso nicht warum man nicht schon längst Container für Obdachlose aufstellt damit sie einen sicheren Platz zum Schlafen haben.
Für alles hat unsere Stadt Geld, aber nicht für ein paar Obdachlose.... es ist so traurig, ich schäme mich dafür das ich in einer Stadt lebe in der so mit Menschen umgegangen wird.

Paule Rupert schrieb am 05.12.2019 um 08.06 Uhr:
@Lübeckerin,
nicht schämen sondern nach HH ziehen.
Aber was wäre wenn ein Obdachloser in Ihrem Hauseingang sein Lager aufschlagen würde?
Ich wette Sie wären die erste die die Polizei rufen würde.

Gehen sie doch mit gutem Beispiel voran und nehmen ein oder zwei Obdachlose über den Winter auf und geben sie ihnen ein Bett, zu Essen und ihr Badezimmer. Nicht immer nur von anderen fordern, selber mal aktiv werden.

Und das gilt für alle die sich darüber empören das die Stadt etwas tut. Und auch die Linken können sich alle eines Obdachlosen oder Flüchtlings annehmen, immer nur von anderen fordern und verlangen reicht nicht, macht eure Türen auf und zeigt allen anderen wie es geht.

Aber das wird nie geschehen.

Frohe Weihnachten

Ulrich Röttgering schrieb am 05.12.2019 um 08.43 Uhr:
Zwei vollkommen unterschiedliche Darsellungen innerhalb von zwei. Tagen!, Bitte um Klarstellung zu dem Thema!

Arthur Dent schrieb am 05.12.2019 um 10.38 Uhr:
@Paule Rupert: sehr Gut!


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