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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 19. Januar 2019






Lübeck:

Der Nikolaus als Vorbild

Pastorin i.R. Ellen Naß erinnert in ihren Gedanken zum Wochenende an den Nikolaus. Für viele Kinder ist er eine Figur, die am 6. Dezember Süßigkeiten und Geschenke verteilt. Doch es gab auch den echten Nikolaus, der den Menschen in Not half.

Am Freitag wurde der Nikolaus gefeiert. Die Kinder stellen am Abend vorher ihre frisch geputzten Schuhe vor die Tür, und am Morgen finden sie dann ein Geschenk in dem Schuh. In meiner Kindheit waren es nur ein paar Süßigkeiten, Geschenke gab es dann ja zu Weihnachten, heute ist es mehr geworden.

Mit den Geschenkebringern in der Advents- und Weihnachtszeit ist es sehr verwirrend. Es gibt das Christkind – das allerdings immer mehr in Vergessenheit gerät - , Knecht Rupprecht mit dem Nikolaus und den Weihnachtsmann. Vor allem Nikolaus und Weihnachtsmann sind sich sehr ähnlich. Beide tragen einen roten Mantel, sind freundlich und lieb, rund und fröhlich.

Der Weihnachtsmann soll wohl aus dem Nikolaus entstanden sein – sozusagen seine Persönlichkeit, nur ein paar Wochen später.

Denn den Nikolaus hat es wirklich gegeben. Allerdings wissen wir nicht, wie er aussah, alle Bilder von ihm sind viel später entstanden, und er trug auch keinen roten Mantel, sondern höchstens einen blauen. Er war Bischof von Myra und hat um 300 nach Christus gelebt. Er soll an einem 6. Dezember gestorben sein, deshalb ist das sein Gedenktag. Myra heißt heute anders, es liegt in der Türkei.

Natürlich gibt es bei uns in der evangelischen Kirche eigentlich keine Heiligenverehrung, auch wenn alle Kinder sich auf den 6. Dezember freuen. Aber Martin Luther hat gesagt, dass Heilige für uns ein Vorbild sein können. Und der gerade der Nikolaus kann uns ein Vorbild sein.

Zur Zeit des Bischofs Nikolaus konnten Mädchen nur heiraten, wenn sie eine gute Mitgift hatten. Ein armer Mann in Myra wollte seine 3 Töchter in die Prostitution verkaufen, weil er nicht das Geld für ihre Mitgift hatte. Als der Bischof Nikolaus das hörte, ging er an drei Abenden heimlich zu dem Haus und warf jeweils einen Goldklumpen durch das Fenster, so dass alle drei Mädchen heiraten konnten.

Heute haben sich da die Zeiten zum Glück geändert, aber diese Hilfsbereitschaft kann uns Vorbild sein. Mir hat ein anderer Bericht aber noch besser gefallen.

Es herrschte eine schlimme Hungersnot in Myra, als mehrere Schiffe voller Getreide anlegten. Die Seeleute auf diesen Schiffen durften aber von dem Getreide nichts abgeben, denn es war für den Kaiser mehrere Häfen weiter bestimmt. Sie würden hart bestraft werden, wenn das kaiserliche Getreide nicht beim Kaiser angekommen wäre.

Der Bischof Nikolaus ging zum Hafen und verhandelte mit der Besatzung der Getreideschiffe. Er vertraute Gott, und deshalb versprach er den Männern, dass sie keine Nachteile zu erwarten hätten – trotz ihrer berechtigten Angst – wenn sie etwas von dem Getreide auf ihren Schiffen abgeben würden, um die Einwohner der Stadt vor dem Hungertod zu retten.

Er schaffte es, sie zu überzeugen, und ein Teil des Getreides wurde ausgeladen. Als sie weiterfuhren und schließlich im Bestimmungshafen ankamen, da war trotzdem so viel Korn da, wie sie liefern sollten, so dass sie nicht bestraft wurden.

Die Stadt hatte durch das ausgeladene Getreide zwei Jahre lang genug, um zu überleben, und noch genug Saatgut, um sich danach wieder selbst zu versorgen.

Nikolaus kann uns ein Vorbild sein, weil er Menschen half, das wird in allen Nikolauslegenden deutlich. Selbst wenn sie nicht genau so geschehen sind, ermuntern sie uns doch, anderen zu helfen.

Er kann uns Vorbild sein, weil er half, weil er Gott vertraute, weil er wusste, dass es Gottes Auftrag ist, anderen zu helfen, Gottes Liebe weiterzugeben. Er kann uns Vorbild sein, weil er wusste, dass er es manchmal nicht alleine schaffte, sondern selbst auf die Hilfe anderer angewiesen war, wie zum Beispiel die der Seeleute, die damit auch in Gottes Auftrag halfen.

Das Geschenk im Schuh ist ein schönes Symbol für Nächstenliebe, die auch mal heimlich ausgeübt werden kann. Egal, ob Christkind, Weihnachtsmann, Knecht Rupprecht oder der Nikolaus uns beschenken, die Adventszeit sollte uns daran erinnern, dass Gott uns beauftragt, anderen gegenüber hilfsbereit zu sein.

Ellen Naß erinnert an den Bischof Nikolaus.

Ellen Naß erinnert an den Bischof Nikolaus.


Text-Nummer: 134959   Autor: red.   vom 07.12.2019 10.44

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