Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 17. Februar 2019






Lübeck:

Stille Nacht

In ihren Gedanken zum Wochenende geht Pastorin i.R. Ellen Naß einem bekannten Weihnachtslied nach, das in vielen Ländern bekannt ist. "Stille Nacht" sei der Inbegriff des Weihnachtsfestes.

Vor vielen Jahren besuchten mein Mann und ich im Sommer eine Freilichtaufführung von „Was ihr wollt“ in Großbritannien. Das Stück hat eine Rahmenhandlung, die sehr selten gespielt wird, aber in dieser Aufführung wurde sie mit aufgeführt.

„Was ihr wollt“ ist eigentlich ein Weihnachtsstück. In den 12 Heiligen Nächten nach Weihnachten spielt eine Schauspielergruppe in einem reichen Haushalt diese Komödie, um Geld, Unterkunft und Verpflegung zu verdienen.

Es war merkwürdig, dorthin zu kommen, und im Sommer als erstes einen geschmückten Tannenbaum zu sehen. Als dann das Stück begann, sangen die SchauspielerInnen, um zu zeigen, dass es Weihnachten sein sollte. Sie sangen „Silent Night, Holy Night“ - Stille Nacht, Heilige Nacht.

Damals habe ich zum ersten Mal nicht nur gehört, sondern erlebt, dass dieses Lied wirklich der Inbegriff von Weihnachten ist – und eben nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Die Melodie ist ja auch wunderschön, wenn sie auch früher als zu kitschig galt. Ich kann mich erinnern, dass in meiner Jugend die Organistin der Kirchengemeinde meiner Eltern sich weigerte, sie zu spielen. Da haben wir dann am Heiligen Abend eben dieses Lied ohne Orgelbegleitung gesungen. Es ist so bekannt, da ist das kein Problem.

Der Text allerdings ist alles andere als leicht verständlich. Es gibt den bekannten Witz, in dem gefragt wird, wer „Owie“ ist, der dort an der Krippe lacht. Eigentlich hatte das Lied ursprünglich 6 Strophen, 3 davon sind uns geblieben. Angeblich soll das Lied am Heiligen Abend 1818 in Oberndorf bei Salzburg aufgeführt worden sein, weil die Orgel ausgefallen war und man es mit Gitarrenbegleitung singen konnte.

Im Gegensatz zu vielen modernen Weihnachtsstücken, wie z.B. "Last Christmas, I am Dreaming of a White Christmas", verkündigt das Lied die christliche Weihnachtsbotschaft. Wobei man sich natürlich streiten kann, ob die Nacht wirklich still war, wenn alle Gasthöfe überfüllt waren, wenn sie irgendwo draußen im Freien an einer Futterkrippe übernachten mussten. Ob ein Neugeborenes wirklich schon lockiges Haar hat, wage ich auch zu bezweifeln.

Aber es war das Paar, Maria und Josef, die dort bei der Geburt Jesu den Schlaf des Babys bewachten, so wie Millionen von Eltern weltweit durch alle Zeiten hindurch den Schlaf ihres Kindes bewachten. Wenn man einmal von den dichterischen Ausschmückungen absieht, ist das in der Menschheitsgeschichte unendlich oft vorgekommen.

Besonders wird das Ereignis dieser Nacht erst durch die Verse 2 und 3. Engel erscheinen den Hirten und geben dieser einen Geburt eine ganz besondere Bedeutung. Nicht irgendeines von Millionen von Kindern ist in dieser Nacht geboren worden, sondern Christus, der Sohn Gottes, der die Welt erretten wird. 1818 (wobei der Liedtext eigentlich ein paar Jahre früher entstanden ist) konnte man sich noch gut an die napoleonischen Kriege erinnern. Man wusste um die Angst um liebe Menschen, um Hunger und Krankheit. Not ist keine moderne Erfindung, Hunger, Krankheit, Leid hat es immer gegeben, und die Hoffnung, dass Rettung kommen wird.

Diese Rettung ist aber nicht so, dass die Welt, die Staaten sich verändern. Gottes Sohn macht Gottes Liebe in aller unserer Not deutlich. Weihnachten bedeutet: Wir sind nicht allein in der Dunkelheit, sondern Gottes Liebe leuchtet, macht unser Leben hell, schenkt Hoffnung.

Damals im Sommer war es schön, daran erinnert zu werden, dass Gottes Liebe bei uns ist, und das nicht nur am 24. Dezember und in der Weihnachtszeit. Und es ist eigentlich kein Wunder, dass ausgerechnet dieses Lied mit dieser frohen Botschaft überall auf der Welt in vielen Sprachen gesungen wird.

Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh.

Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht
durch der Engel Halleluja, tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter ist da, Christ, der Retter ist da!

Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund
Christ, in deiner Geburt, Christ, in deiner Geburt.

Ellen Naß veröffentlicht die Gedanken zum Wochenende im Wechsel mit Heinz Rußmann.

Ellen Naß veröffentlicht die Gedanken zum Wochenende im Wechsel mit Heinz Rußmann.


Text-Nummer: 135311   Autor: red.   vom 28.12.2019 10.34

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.