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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonnabend,
der 22. Februar 2020






Lübeck:

Schüsse im Stadtpark: Ermittlungen eingestellt

Am 2. November 2019 war im Rahmen eines Polizeieinsatzes ein 52-jähriger Mann in der Parkstraße nahe des Lübecker Stadtparks durch Schüsse aus der Dienstwaffe eines 34 Jahre alten Polizeibeamten aus Lübeck verstorben. Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.


Der Mann hat nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft die Schüsse der Polizeibeamten in suizidalter Absicht provoziert.

Der Getötete war am 2. November gegen 16.30 Uhr im Lübecker Stadtpark einem Passanten durch sein bedrohlich wirkendes Verhalten aufgefallen. Dieser hatte daraufhin die Polizei verständigt, woraufhin die alarmierten Polizeibeamten den Mann noch im Lübecker Stadtpark angetroffen hatten.

Die Ermittlungen haben folgenden Tathergang ergeben: Der später Getötete richtete noch am Streifenwagen eine Schreckschusswaffe, die nicht von einer scharfen Pistole zu unterscheiden war, auf die aus dem Fahrzeug ausgestiegenen Beamten (männlich, 34 Jahre, und weiblich, 21 Jahre). Der Aufforderung, die Waffe fallen zu lassen, leistete der Mann auch dann keine Folge, als der Polizeibeamte zwei Warnschüsse in den Boden abgab. Stattdessen entzog er sich dem Zugriff der Polizeibeamten, indem er weglief. Im Rahmen der Verfolgung gab der Polizeibeamte einen weiteren Warnschuss in den Boden ab, erneut ohne Erfolg.

Der Getötete verschanzte sich stattdessen hinter einer Baumgruppe in der Nähe der Parkstraße, von wo er mindestens zweimal auf die beiden Polizeibeamten schoss. Der Polizeibeamte erwiderte mit zwei Schüssen. Vermutlich an der Ferse und am Bein getroffen, begab sich der 52-Jährige im Weiteren humpelnd in die Parkstraße, wo er sich auf die Veranda eines Hauses begab und versuchte, die Scheibe der Tür einzuschlagen.

Auf die mehrfachen Aufforderungen der Polizeibeamten, dies zu unterlassen und die Veranda zu verlassen, reagierte der Mann nicht. Als die Beamten sich in Richtung des Mannes begaben, zielte dieser auf sie und gab mindestens einen Schuss in ihre Richtung ab. Der Polizeibeamte schoss daraufhin in Richtung des Mannes, bis dieser zu Boden ging. Insgesamt musste der Beamte in dieser Situation neun Schüsse aus seiner Dienstwaffe abgeben.

Der Getötete erlitt neben den genannten Verletzungen zwei Einschüsse im Oberkörper linksseitig. Todesursächlich war ein Verbluten in Kombination mit dem Einatmen von Blut.

Nach den Ermittlungen zur Person des Getöteten ist davon auszugehen, dass dieser die Polizeibeamten gezielt provoziert hat, um durch einen Schusswaffeneinsatz seitens der Beamten den Tod zu finden.

"Diese Motivlage und dass tatsächlich weder für die Polizeibeamten noch für die Bewohner des tatbetroffenen Hauses eine Gefahr von dem Getöteten ausging, war indes nicht ersichtlich", so Dr. Ulla Hingst, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck. "Der Polizeibeamte hat sich daher weder einer vorsätzlichen noch einer fahrlässigen Tötung des Mannes strafbar gemacht. Die Ermittlungen gegen ihn waren gemäß § 170 Absatz 2 der Strafprozessordnung einzustellen."

Die Ermittlungen nach dem Schusswechsel im Stadtpark sind abgeschlossen. Fotos: VG/Archiv

Die Ermittlungen nach dem Schusswechsel im Stadtpark sind abgeschlossen. Fotos: VG/Archiv


Text-Nummer: 135383   Autor: Sta./red.   vom 03.01.2020 12.55

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