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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 28. Februar 2020






Schleswig-Holstein:

Jedes vierte Schulkind hat psychische Probleme

Fast ein Viertel aller Schulkinder in Schleswig-Holstein zeigt psychische Auffälligkeiten. Mehr als zwei Prozent aller Jungen und Mädchen zwischen zehn und 17 Jahren leiden an einer diagnostizierten Depression, 2,3 Prozent unter einer Angststörung. Das zeigt der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit "Ängste und Depressionen bei Schulkindern".

Hochgerechnet sind insgesamt etwa 9.500 Schulkinder in Schleswig-Holstein betroffen, Mädchen doppelt so häufig wie Jungen. Für die Versorgung depressiver Schulkinder gibt die DAK-Gesundheit im nördlichsten Bundesland im Jahr pro Kopf durchschnittlich 2.870 Euro mehr aus als für seelisch gesunde Gleichaltrige. Im Auftrag der DAK-Gesundheit hat die Universität Bielefeld die Gesundheits- und Versorgungssituation von Jungen und Mädchen in Schleswig-Holstein umfassend untersucht.

Die repräsentative Studie mit Abrechnungsdaten aus 2016 und 2017 nimmt insbesondere die seelische Gesundheit von Jungen und Mädchen in den Fokus. 24 Prozent aller Jungen und Mädchen in Schleswig-Holstein im Schulalter sind von einer psychischen Erkrankung oder Verhaltensstörung betroffen. Vor allem jüngere Schulkinder fallen am häufigsten durch Entwicklungsstörungen auf, zu denen Sprach- und Sprechstörungen gehören. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Depressionshäufigkeit 2017 in Schleswig-Holstein um fünf Prozent gestiegen. Mädchen leiden deutlich häufiger als Jungen. Mit einer diagnostizierten Angststörung kämpfen 2,3 Prozent aller Schulkinder. Hochgerechnet auf alle Kinder und Jugendlichen in Schleswig-Holstein entspricht dies etwa 9.500 mit Angststörungen oder Depressionen. Diese Störungsbilder treten oft parallel auf: Knapp jeder sechste Junge in Schleswig-Holstein mit einer diagnostizierten Depression hat parallel auch eine Angststörung. Bei den Mädchen ist es fast jedes vierte.

In Schleswig-Holstein lebt weit mehr als ein Drittel der DAK-versicherten Kinder in städtischen Gemeinden. Die Studie zeigt, dass Stadtkinder zwischen 15 und 17 häufiger eine diagnostizierte Depression haben, als Gleichaltrige vom Land (plus 58 Prozent). Sowohl leichte als auch mittelgradig schwere depressive Episoden werden für Stadtkinder häufiger festgestellt. In Städten existiert ein dichteres Angebotsnetz an niedergelassenen Fachärzten. So haben Stadtkinder mit Depressionen 33 Prozent mehr Besuche bei Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten pro Jahr als Gleichaltrige aus ländlichen Gebieten. Der Report zeigt erstmals auf Basis von Abrechnungsdaten, wie stark bestimmte Faktoren die Entwicklung eines Seelenleidens beeinflussen.

So tragen Kinder mit einer chronischen körperlichen Erkrankung insbesondere im Jugendalter ein bis zu 4,5-fach erhöhtes Depressionsrisiko. Für eine Angststörung ist das Risiko bis zu 3-fach erhöht. Auch das familiäre Umfeld kann ein Faktor sein: Kinder seelisch kranker Eltern sind deutlich gefährdeter (3-fach), selbst eine depressive Störung zu entwickeln. Kinder suchtkranker Eltern sind ebenfalls signifikant häufiger betroffen (2,4-mal häufiger) als Gleichaltrige aus suchtfreien Elternhäusern. Depressive Schulkinder in Schleswig-Holstein bekommen häufig auch Medikamente verschrieben. Jedes vierte Mädchen und etwa jeder sechste Junge im Alter zwischen 15 und 17 Jahren nimmt ein Antidepressivum ein.

Höher als im Bundesdurchschnitt ist in Schleswig-Holstein auch der Anteil der Jungen und Mädchen mit einer Klinikeinweisung (plus 13 Prozent): Jedes elfte Schulkind mit einer diagnostizierten Depression wurde 2017 stationär behandelt, durchschnittlich für 44 Tage. Nach der Entlassung fehlt oft eine passende ambulante Nachsorge. In der Folge ist mehr als jedes fünfte dieser schleswig-holsteinischen Kinder zwischen zehn und 17 Jahren innerhalb von zwei Jahren mehrfach stationär in Behandlung.

Hochgerechnet sind insgesamt etwa 9.500 Schulkinder in Schleswig-Holstein betroffen, Mädchen doppelt so häufig wie Jungen. Symbolbild: Harald Denckmann.

Hochgerechnet sind insgesamt etwa 9.500 Schulkinder in Schleswig-Holstein betroffen, Mädchen doppelt so häufig wie Jungen. Symbolbild: Harald Denckmann.


Text-Nummer: 135578   Autor: DAK/Red.   vom 14.01.2020 17.12

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