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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 24. Januar 2020






Lübeck:

1300 Gäste beim IHK Neujahrsempfang

Rund 1.300 Vertreter von Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und öffentlichem Leben nahmen am Mittwochabend an der Veranstaltung mit dem traditionellen Labskausessen in der Lübecker Musik- und Kongresshalle teil. Große Themen waren die norddeutsche Zusammenarbeit und die Labilität der Wirtschaft.


Moderator Christopher Scheffelmeier im Gespräch mit IHK-Präses Friederike C. Kühn und Hauptgeschäftsführer Lars Schöning.

Die Wirtschaft im HanseBelt appelliert an die Politik in den fünf Küsten-Bundesländern, die Zukunft Norddeutschlands mit mehr Zusammenarbeit erfolgreicher als bisher zu gestalten. Auf dem Neujahrsempfang der IHK zu Lübeck sagte IHK-Präses Friederike C. Kühn: "Die norddeutschen Länder sollten Kooperationen über die Ländergrenzen hinweg fördern und vorantreiben. Kleinteilige oder isolierte Lösungen helfen nicht, wir müssen den Norden als einen großen Standort begreifen und gemeinsam an einem Strang ziehen."

Hier hören Sie ein Interview von Harald Denckmann mit IHK-Präses Friederike C. Kühn:

Präses Kühn beklagte das in Studien belegte Süd-Nord-Gefälle. Um dem Süden einen Schritt voraus zu sein, müsse der Norden gemeinsame Interessen entwickeln oder vorantreiben. "Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir uns eng mit unseren Nachbarn abstimmen und mit ihnen kooperieren, um die Potenziale des Nordens zu heben." Es gebe viele Gemeinsamkeiten, die die Länder und vor allem die Unternehmen verbinden. "Allein an unseren großen Achsen, der A1 und der A7, gibt es viele tolle Unternehmen. Viele Branchen sind innovativ und arbeiten bereits mit künstlicher Intelligenz", so Kühn. Das allein reiche aber nicht: "Wir benötigen dringend eine große und mutige Innovationsstrategie für den Norden, in dem vor allem die Industrie eine größere Rolle spielt."

Um einen entscheidenden Schritt vorwärts zu kommen, müsse sich der Norden seine Stärken bewusst machen, betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning. Er berief sich auf eine OECD-Studie, die zwar die Defizite der Metropolregion Hamburg beschrieb, zugleich aber auch große Chancen erkannte. "Diese liegen vor allem in der Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Der OECD zufolge hat die Metropolregion das Potenzial, bei den erneuerbaren Energien eine globale Spitzenposition zu erreichen." Diese Botschaft sei in der Politik angekommen: Die fünf norddeutschen Küstenbundesländer haben vor zwei Monaten eine Wasserstoffstrategie verabschiedet, ausgehend von einer Idee aus der Wirtschaft. Die IHK Nord hatte schon häufiger das große Potenzial des Wasserstoffs unter Einbeziehung des aus erneuerbarer Energie gewonnenen Stroms betont und ein eigenes Papier veröffentlicht.



Auch Ministerpräsident Daniel Günther warb für Mut und Optimismus im neuen Jahr "2020 ist der Auftakt zu einem Jahrzehnt, das uns in Politik und Wirtschaft viele Herausforderungen bringen wird. Gehen wir diese Herausforderungen mit einer positiven Grundhaltung an", sagte er. Die Landesregierung werde auch in den kommenden Jahren weiterhin auf gezielte Investitionen in die Infrastruktur, die Digitalisierung und den Klimaschutz setzen: "Wir wollen Veränderungen anstoßen und Schleswig-Holstein so aufstellen, dass die Unternehmen bei uns gut wirtschaften können."

Hier hören Sie Ministerpräsident Daniel Günther:



Das sei dringend erforderlich, betonte Festredner Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft: "Nach einer langanhaltenden und außerordentlich robusten Wachstumsphase kann die aktuelle Labilität unserer Wirtschaft nicht durch die multiplen Risiken im Ausland erklärt werden: Andere Volkswirtschaften kommen mit den Herausforderungen besser zurecht." Hinzu kommen von Deutschland kaum beeinflussbare weltpolitische Veränderungen.



Noch gebe es Chancen, die Zukunft aktiv mitzugestalten, wenn die Politik jetzt kluge Entscheidungen treffe. "Die Orientierungslosigkeit der deutschen Politik muss ein Ende haben: Nach innen bedarf es einer Demonstration von Handlungsfähigkeit. Ein ‚Deutschlandfonds‘, der kreditfinanziert die gröbsten Bedarfe in Angriff nimmt, wird realistisch mit rund 450 Milliarden Euro veranschlagt", betonte der Experte aus Köln. Nach außen müsse das Land in der kommenden Dekade eine Führungsrolle in der europäischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik einnehmen sowie die globale Klimapolitik prägen. Hüther: "Die aktivere Rolle der Bundesrepublik in der Welt muss wiederum nach innen vermittelt werden. Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft sind hier gleichermaßen gefragt."

Trotz der großen Herausforderungen sieht Hüther auch Chancen für Norddeutschland: "Angesichts des anspruchsvollsten Strukturwandels des Jahrhunderts sind Realismus und Innovationskraft gefragt. Insbesondere mit seinen Standortvorteilen beim innovativen Erzeugen und Verarbeiten erneuerbarer Energien kommt dem deutschen Norden eine wichtige Rolle zu."

Hier hören Sie ein Interview Reinhard Sager, Landrat in Ostholstein:

Diesen Gedanken griff Präses Kühn in ihrem Fazit auf: "Um uns erfolgreich im härter werdenden internationalen Wettbewerb zu positionieren, benötigen wir einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft. Wir müssen beispielsweise damit aufhören, Ökonomie und Ökologie als Gegensätze zu sehen. Sie gehören eng zusammen.“ Dies zu vermitteln, sei eine fortwährende Herausforderung für alle Beteiligten in Politik, Wirtschaft und auch in den Medien. „In diesem Geist begreifen wir auch die Themen Innovationsfähigkeit und Innovationsförderung anders. Ohne Fortschritt wird es auf Dauer keinen Wohlstand geben. Daher ist jeder Wirtschaftsstandort auf Innovationen angewiesen."

Rund 1300 Gäste kamen am Mittwochabend zum Neujahrsempfang der IHK in die MuK. Fotos, O-Töne: Harald Denckmann

Rund 1300 Gäste kamen am Mittwochabend zum Neujahrsempfang der IHK in die MuK. Fotos, O-Töne: Harald Denckmann



Hier hören Sie den Originalton:  

Text-Nummer: 135626   Autor: IHK/red.   vom 15.01.2020 19.32

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