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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 24. Januar 2020






Lübeck:

Erinnerung an Carl und Anna Mühlenpfordt im Behnhaus

Seine Lübecker Zeit war begrenzt. Trotzdem hat er zwischen 1907 und dem Beginn des ersten Weltkriegs fast zehn Mal so viele Gebäude entworfen wie zwischen 1918 und 1933 als Professor in Braunschweig. An den Architekten Carl Mühlenpfordt und seine Ehefrau Anna geborene Dräger erinnert eine Ausstellung auf der Behnhausdiele, die heute eröffnet wird. „Neue Zeitkunst“ lautet die Überschrift.


Das katholische Gesellenhaus in der Parade ist heute Ärztezentrum.

Carl Mühlenpfordt wurde 1878 in Blankenburg am Harz geboren. Er studierte Architektur in Braunschweig, war Referendar in Berlin. Das Hochbauamt Lübeck beschäftigte ihn Anfang des 20. Jahrhunderts bei Untersuchungen der Marienkirche und des Heiligen Geist Hospitals. Das zweite Staatsexamen legte er 1906 ab. Im Jahr drauf wurde er in der Lübecker Bauverwaltung fest angestellt.

Viele seine Entwürfe wurde in der Hansestadt Realität, sind bis heute prägend und stadtbekannt. Hierzu zählen das katholischen Gesellenhaus an der Parade, die Gebäude der „Heilanstalt Strecknitz“, die zur Keimzelle des Universitätsklinikums wurden, der Vorwerker Friedhof, die katholische Kirche St. Joseph und die evangelische Kirche St. Johannes mit Schule in Kücknitz, die Villa Finkenberg und Gebäude auf dem Betriebsgelände der Drägerwerke.

1909 heiratete er die Malerin Anna Dräger, die zeitlebens mit Lübeck verbunden blieb, von der die Lübecker Museen zahlreiche Arbeiten besitzen. Der erste Weltkrieg beendete Mühlenpfordts Tätigkeit in Lübeck. Nach Kriegsende wurde er als Professor ans Polytechnikum Braunschweig berufen.

Die Nazis entließen ihn 1933 aus dem Dienst. Mühlenpfordt fand im Hause Dräger in Lübeck Unterschlupf. Er starb hier 1944. Seine Frau Anna Dräger-Mühlenpfordt überlebte ihn um 40 Jahre. Für sie gab es aus Anlass ihres Todes 1984 eine Gedächtnis-Schau in Lübeck.


Historischen Aufnahmen zeigen, wie der Krieg ein historisches Gebäude in der Sandstraße verändert hat.

Die jetzige Ausstellung im Behnhaus hat mehrere Abteilungen: Studienjahre und Familie – Die Lübecker Zeit – Die Jahre in Braunschweig. Den Architekturentwürfen und Skizzen sind Postkarten oder Zeichnungen zur Seite gestellt. Mühlenpfordt setzte sich in Lübeck immer wieder mit der vorhandenen historischen Bausubstanz auseinander. An den Wänden der Behnhausdiele findet der Besucher Gemälde und Zeichnungen von Anna Dräger-Mühlenpfordt.

Carl Mühlenpfordt gehört zur Gruppe jener Architekten, die am Ende des Kaiserreiches und in der Weimarer Republik nach einer „neuen Zeitkunst“ suchten. „Mühlenpfordt war ein wichtiger Vertreter der sogenannten Reformarchitektur“, betont Professor Olaf Gisbertz, der die Ausstellung als Kurator betreut.

Die Ausstellung, die bis 15. März zu sehen ist, könnte zum Anstoß werden, sich mit der Arbeit des Architekten, aber auch mit den Bildern seiner Frau intensiver zu befassen, meint Museumsleiter Dr. Alexander Bastek. Zu beiden Komplexen gäbe es sicher viel zu entdecken. Beide Herren, Prof. Gisbertz und Dr. Bastek, werden am heutigen Donnerstag um 18 Uhr bei der Eröffnung sprechen.

Kurator Prof. Olaf Gisbertz und Museumsleiter Dr. Alexander Bastek stellten die neue Ausstellung vor. Fotos: JW

Kurator Prof. Olaf Gisbertz und Museumsleiter Dr. Alexander Bastek stellten die neue Ausstellung vor. Fotos: JW


Text-Nummer: 135640   Autor: TD   vom 16.01.2020 15.02

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