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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 24. Februar 2020





HLsports

Aktuelle Nachrichten von HL-SPORTS.de:
24.02.2020, 21.12 Uhr: Olympia und Vorwerk messen sich mit höherklassigen Teams – Verlängerung am Steinrader Damm
24.02.2020, 18.00 Uhr: HG Owschlag/Kropp/Tetenhusen ungefährdeter Sieger im HVSH-Pokal
24.02.2020, 16.30 Uhr: Lübecker Siege beim 26. Kiel-Marathon
24.02.2020, 15.03 Uhr: Nachholspiele ausgefallen – Testspiele werden weniger
24.02.2020, 12.05 Uhr: Zwei Siege, zwei Unentschieden – nur Pansdorf unterliegt im Test

Lübeck:

Handball: VfL schlägt Füchse Berlin

Der VfL Lübeck-Schwartau sorgt beim Jacob Cement Cup für eine kleine Überraschung. Im Rahmen des achten Jacob Cement Cups gewann der VfL gegen den Erstligisten Füchse Berlin mit 29:26.

Es war ein Donnerstag. Es war ein Freundschaftsspiel. Parallel spielte die Deutsche Handball-Nationalmannschaft bei der EM. Und dennoch kamen 1.662 Zuschauer in die Hansehalle, um dem traditionellen Vorbereitungs-Event, dem Jacob Cement Cup, beizuwohnen. Und keiner von ihnen verließ das Spiel enttäuscht. Klares Anzeichen dafür waren die Standing Ovations eine Minute vor dem Abpfiff – und die galten beiden Mannschaften. Es war der Dank für ein engagiertes Spiel und teilweise sehenswerten Handball!

Dabei stotterten die Tor-Motoren beider Mannschaften zu Beginn der Partie noch erheblich. Und das, obwohl Jan Schult nach seiner Muskelverletzung wieder mitwirken konnte und die Berliner trotz EM-Abstellungen und Verletzungen mit Mandalinic, Michi Müller, Kopjlar und Simak immer noch mit einem beeindruckenden Rückraum am Start waren. Es brauchte drei vergebene Angriffe des VfL und auch drei ausgelassene Torchancen der Berliner, bis der erste Treffer fiel - Berlin eröffnete den Torreigen, 0:1 (5.). Bereits in dieser frühen Phase war erkennbar, dass beide Trainer das Spiel ernst genommen und ihre Abwehrreihen entsprechend eingestellt hatten. Beide Defensiven als griffig (allerdings nicht übergriffig) zu bezeichnen, trifft es wohl ganz gut.

So entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel, in dem die Führung immer wieder wechselte. Das 1:3 (7.) für Berlin drehte der VfL in ein 4:3 (10.). Die Füchse egalisierten zum 7:7 (18.), Runarsson traf zum 10:9 (23.), aber Berlin holte sich die Führung zurück (11:12, 27.). Keine der beiden Mannschaften wollte weniger als 100% geben und beiden war der Siegeswille anzumerken. Entsprechend zufrieden zeigte sich der neue VfL Geschäftsführer, Daniel Pankofer: „Das war ein sehr kurzweiliges, teilweise sehr schönes Handballspiel, das wir unseren Fans bieten konnten. Daran hatten beide Mannschaften den gleichen Anteil. Den Berlinern war anzumerken, dass sie auf keinen Fall verlieren wollten, aber wir haben dagegengehalten. Wir haben uns super verkauft und konnten auch spielerisch einige Akzente setzen. Darüber hinaus haben die Organisation der Veranstaltung und der Ablauf gut funktioniert. Mir hat es Spaß gemacht und ich bin rundum zufrieden.“

Die Seiten wurden mit 12:14 gewechselt. Der sehr gute Dennis Klockmann (12 Paraden) nahm auf der Bank Platz und wurde von Marino Mallwitz ersetzt.

Und Mallwitz machte da weiter, wo Klockmann in den ersten 30 Minuten aufgehört hatte. Er hielt. Und hielt. Und hielt. Erst in der 38. Minute konnte Berlin wieder einen Treffer erzielen - vom 7-Meter-Punkt und auch nur im Nachwurf. Der VfL leistete Schwerstarbeit in der Defensive und wurde belohnt. Bis zu dieser 38. Spielminute nämlich hatte der VfL das Spiel gedreht, den Pausenrückstand in eine 17:14-Führung gedreht. Insbesondere der letzte Treffer war zum Zunge schnalzen: hoher Pass von Rückraummitte in den Kreis und Finn Kretschmer vollendete per Kempa-Trick. Klasse!

Überhaupt glänzte der VfL mit klugen Ideen im Aufbau, guten Anspielen an den Kreis und schnellem Umschaltspiel und konnte so die (gerade im Vergleich zu den Berlinern) fehlende Wurfgewalt aus dem Rückraum kompensieren. Ein Nutznießer der erfolgreichen ersten und zweiten Welle war an diesem Abend Fynn Gonschor, mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer des Spiels. Er leitete den entscheidenden Zwischenspurt der Lübecker ein, der auch durch zwei Auszeiten von Gästetrainer Velomir Petkovic nicht gestoppt werden konnte. Schwartau enteilte den Berlinern auf 21:16 und konnte den Vorsprung konservieren. Als dann in der 58. Minute Martin Waschul das 28:23 erzielte, war der Sieg perfekt und die Mannschaft von Piotr Przybecki konnte die verbleibende Zeit und die gute Stimmung der Fans entspannt genießen.

Nach dem schönen sportlichen Ergebnis zieht auch der Schirmherr der Veranstaltung, Kay Diederichsen, Standortleiter von Jacob Cement in Lübeck, eine positive Bilanz: „Das war ein ganz tolles Spiel, das von beiden Mannschaften ernst genommen wurde. Wir hatten heute Abend den idealen Rahmen, um in einer tollen Gemeinschaft ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen. Den VfL-Fans wurde etwas geboten, unsere anwesenden Kunden hatten einen tollen Abend und für den VfL gab es etwas Balsam für die geschundene Sportlerseele. Was will man mehr?“

Und Thomas Bargemann, Vorsitzender des wirtschaftlichen Beirats des VfL, ergänzt: „Das war ein spannendes und faires Spiel und eine Werbung für den Handballsport. Und ich freue mich für unsere Jungs über den Sieg. Das ist sehr gut für das Selbstvertrauen und ich hoffe, dass wir dieses positive Erlebnis mit in die Rückrunde nehmen können und erfolgreich in die zweite Saisonhälfte starten.“

1662 Zuschauer verfolgten in der Hansehalle des überraschenden Sieg der Lübecker gegen den Erstligisten.

1662 Zuschauer verfolgten in der Hansehalle des überraschenden Sieg der Lübecker gegen den Erstligisten.


Text-Nummer: 135646   Autor: VfL   vom 17.01.2020 08.38

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