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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 17. Februar 2020






Lübeck:

GAL kritisiert Kahlschlag am Krähenteich

Antje Jansen, Bürgerschaftsmitglied der GAL und Vorstandsmitglied Hermann Eickhoff kritisieren den Kahlschlag am ehemaligen „Drogen-Treff“ am Krähenteich. "Der alte Platz an der Krähenstraße ist gerodet – anders lässt sich das angekündigte 'Zurückschneiden von Sträuchern' nicht bezeichnen", ist Antje Jansen entsetzt über die erfolgten Maßnahmen.

"Wenn Politik und Stadtspitze zum Ziel hatten, dass sich die bisherigen Besucher des Platzes dort nicht mehr versammeln, kann es als Erfolg gewertet werden. Denn die Szene hat sich ins Grüne auf der anderen Straßenseite verlagert", so Jansen ironisch. "Es war abzusehen, dass es - ohne alternativen Ersatz für einen Treffpunkt anzubieten – nur zu einer Zersprengung der Szene und zu einer Verlagerung an andere Plätze kommen würde", konstatiert Hermann Eickhoff das Vorgehen der Verwaltung. Senator Hinsen und Bürgermeister Lindenau hatten angekündigt, die offene Drogenszene bis April aufzulösen.

"Welchen Sinn hat dies und wie soll das funktionieren? Menschen lassen sich nicht auflösen, auf diese Weise werden neue Probleme an anderer Stelle geschaffen. Wir sind empört und fordern die Stadtspitze auf, die radikale Beseitigung von Pflanzen im Stadtbild zu stoppen und zunächst zu thematisieren, wo sich Drogen konsumierende Menschen aufhalten können, ohne Repressionen und Verdrängung zu befürchten. Durch eine Versprengung der Szene wird es nur schwieriger, die Menschen mit Hilfeangeboten zu erreichen oder die Szene mitsamt der Dealer im Blick zu behalten", so die GAL. "Wir fordern ein ganzheitliches Konzept, das auch eine Lösung für die betroffenen drogenkonsumierenden Menschen darstellt."

Die GAL kritisiert die Rodung am Krähenteich. Foto: GAL

Die GAL kritisiert die Rodung am Krähenteich. Foto: GAL


Text-Nummer: 135674   Autor: GAL   vom 18.01.2020 13.00

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