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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 17. Februar 2020






Lübeck:

UKSH: Verhandlungen gescheitert

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, wurden die Tarifverhandlungen für einen Tarifvertrag zur Entlastung für die rund 7000 nichtwissenschaftlichen Beschäftigten am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) am späten Montagabend in der vierten Verhandlungsrunde erneut ergebnislos beendet.

"Trotz intensiver Bemühungen seitens der ver.di Verhandlungskommission, ist es uns nicht gelungen, die Arbeitgeber zu überzeugen, ein auch nur annähernd abschlussfähiges Angebot zu unterbreiten. Der Vorstand hat dabei leider jeden konstruktiven Verhandlungsansatz unterbunden. Damit haben wir in vier Verhandlungsrunden nichts erreicht und müssen nun überlegen, wie es weitergehen kann", so Steffen Kühhirt, Verhandlungsführer von ver.di Nord.

"Es ist unfassbar, wie gleichgültig die Verhandlungen hier geführt werden. Wir waren willens, einen Abschluss zu tätigen, aber die Arbeitgeberseite versuchte es erst mit Einschüchterungen von Seiten der Arbeitgeberverbandsvertreterin, dann wurde die Tariffähigkeit abgesprochen, wohlgemerkt mitten in der vierten Verhandlungsrunde. Das ist unangemessen und etwas, dass weder die Patienten noch die Beschäftigten verdient haben. Unsere Forderungen nach einer Entlastung dienen dem Schutz von Beschäftigten und damit auch der Patientensicherheit", so Kühhirt weiter.

Allein in den letzten 20 Jahren seien beim UKSH in Kiel und Lübeck rund 750 Vollzeitstellen abgebaut, so die Gewerkschaft. Deshalb seien die von der Arbeitgeberseite angebotenen 182 Stellen ein Angebot, "dass weiterhin Beschäftigten - und Patientenwohl gefährdet, da es sich überwiegend nur um Ersatzpersonal für gesperrte Betten handelt. Kein Intensivbereich fährt derzeit die maximal mögliche Bettenzahl." Die Klinikleitung weist den Vorwurf eines Stellenabbaus in den vergangenen Jahren zurück. Ganz im Gegenteil: Es seien zusätzliche Stellen geschaffen worden.

ver.di hat dem Arbeitgeber ausdrücklich nochmals Verhandlungen zu einer Notdienstvereinbarung angeboten. Diese ist für Streikfälle vorgesehen, um Notdienste zu organisieren. "Auch hier waren die Arbeitgeber um den Vorstandsvorsitzenden Scholz erneut nicht daran interessiert, ernsthaft zu verhandeln", so die Gewerkschaft. Ein weiterer Verhandlungstermin wurde für den 27. Januar 2020 vereinbart. Dieser macht allerdings aus Sicht der Gewerkschaft nur Sinn, wenn verhandlungsfähige Angebote vorgelegt werden.

Schon aus der Erhöhung um drei Vollzeitkräfte pro Schicht ergäbe sich ein Mehrbedarf von mehr als 2.000 Stellen – allein für die Pflege. Ein solcher Personalbedarf ist allerdings auf dem Arbeitsmarkt nicht erreichbar. Schon heute stellt das UKSH zum Abbau der Zeitarbeit jede verfügbare qualifizierte Pflegekraft unbefristet ein und wird dies auch in Zukunft fortsetzen.

Würde das UKSH die ver.di-Forderung umsetzen, müsste es kurzfristig die Hälfte seiner Betten abbauen – was der Schließung eines der Standorte gleichkäme, teilt das UKSH mit. "Als Folge würden sich die Wartezeiten für hochspezialisierte Versorgung in Schleswig-Holstein verdoppeln. Patienten wären gezwungen, auf Maximalversorger in anderen Bundesländern auszuweichen."

"Die Pflegekräfte des UKSH haben dafür Sorge getragen, dass Patienten niemals einem Versorgungsrisiko ausgesetzt waren", so die Klinikleitung. "Deshalb sollte auch gerade jetzt ein gemeinsamer Weg gefunden werden, die unentbehrliche Pflege zu entlasten und gleichzeitig am gesetzlichen Auftrag der jederzeitigen Patientenversorgung festzuhalten." Der Vorstand des UKSH appellierte an ver.di, schleswig-holsteinische Patienten keinem Versorgungsrisiko auszusetzen.

Am UKSH wird ein Streik wahrscheinlicher.

Am UKSH wird ein Streik wahrscheinlicher.


Text-Nummer: 135727   Autor: verdi/UKSH/red.   vom 20.01.2020 22.23

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