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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 27. Mai 2020






Schleswig-Holstein:

Corona-Virus: 116117 wählen

In Schleswig-Holstein wurde bisher kein Corona-Virus nachgewiesen. Darauf weist das Gesundheitsministerium hin. Verdachtsfälle sollten beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 gemeldet werden.

Auch in Schleswig-Holsten gibt es Meldungen über Personen, die sich kürzlich in China aufgehalten hatten und grippale Symptome entwickeln. Die Gesundheitsämter prüfen in diesen Fällen, ob eine diagnostische Abklärung erforderlich ist. Derzeit erfolgt bei einigen Personen eine entsprechende Ausschlussdiagnostik, also eine Klärung, ob das Coronavirus ursächlich für die grippalen Symptome sein kann. Da auch die „Influenzawelle“ rollt sowie andere Viren kursieren, die Atemwegserkrankungen hervorrufen, gibt es insgesamt eine große Zahl grippaler Infekte. Das Ministerium bittet um Verständnis dafür, dass nicht über jeden einzelnen in Abklärung befindlichen „Fall“ berichten werden kann. Sollte ein Corona-Virus Nachweis erfolgen, wird das Ministerium dazu rasch informieren.

Gesundheitsminister Heiner Garg betont: „Das Gesundheitsministerium nimmt die Entwicklung sehr ernst und steht in engem Kontakt mit dem Robert Koch-Institut und den anderen Ländern.“ Minister Garg hatte sich in eine Telefonschaltkonferenz mit dem Bundesgesundheitsminister und den anderen Ländern ausgetauscht. Das Ministerium gibt die Fach-Informationen der Bundesebene regelmäßig an Kliniken und die Fachöffentlichkeit im Land weiter. Das umfangreiche Material mit aktuellen Erkenntnissen und Empfehlungen ist auch online verfügbar unter www.rki.de/ncov

Primär geht es bei einem möglichen Auftreten darum, Fälle früh zu erkennen, sie zu isolieren und Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten. Entsprechend wurde und wird die Ärzteschaft, die Kliniken und die Gesundheitsämter in Schleswig-Holstein informiert. Dabei werden die bestehenden Strukturen genutzt. Es gibt in Schleswig-Holsteins Kliniken verschiedene Isoliermöglichkeiten.

Ärztinnen und Ärzte sollen bei möglichen Verdachtsfällen das jeweilige Gesundheitsamt einbinden. Es besteht eine namentliche Meldepflicht gemäß Infektionsschutzgesetz als bedrohliche übertragbare Krankheit. Die Meldungen erfolgen über das Gesundheitsamt vor Ort und die Landesmeldestelle an das Robert Koch-Institut.

Für Patientinnen und Patienten gilt: Eine Ansteckung ist nach derzeitigem Stand primär dann möglich, wenn ein Bürger sich zuvor in einem der Verbreitungsgebiete des Virus aufgehalten hat oder direkten Kontakt mit einen Coronavirus-Infizierten hatte. Wer meint, dass diese Kriterien auf ihn zutreffen und entsprechende Symptome zeigt, sollte zunächst von zu Hause aus die Hausärztin oder den Hausarzt telefonisch kontaktieren und abklären lassen, ob es sich wirklich um einen Verdachtsfall handelt. Hierzu stehen die Gesundheitsämter in Schleswig-Holstein den Ärztinnen und Ärzten als Ansprechpartner zur Verfügung. Durch eine telefonische Kontaktaufnahme kann auch eine mögliche Weiterverbreitung gebremst werden.

Darüber hinaus können Patientinnen und Patienten sich an das ab dem 1. Januar deutlich ausgebaute Angebot unter der Nummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung wenden. Diese ist auch außerhalb der Sprechzeiten erreichbar und leistet Hilfestellung bei der Entscheidung über weitere Schritte. Damit sollen Patientinnen und Patienten dahin weitervermittelt werden, wo sie am besten aufgehoben sind.

Bei Verdachtsfällen ist immer das Gesundheitsamt zu informieren.

Bei Verdachtsfällen ist immer das Gesundheitsamt zu informieren.


Text-Nummer: 135896   Autor: SozMi/red.   vom 28.01.2020 18.28

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