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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 23. Februar 2020





HLsports

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Lübeck:

Next stop beim VfL: Kellerduell gegen Hüttenberg

Die Erschütterung, die das letzte Spiel in Gummersbach hervorgerufen hatte, glich einem Erdbeben. Mit einem 12:27 trat die Mannschaft von Piotr Przybecki die Heimreise an. Ein Ergebnis, das kaum verdaubar war - und einen Übergang zur Tagesordnung unmöglich machte. Trotzdem muss es weitergehen. Denn der VfL Lübeck-Schwartau empfängt am 20. Spieltag, am Samstag dem 8. Februar den TV 05/07 Hüttenberg zum ersten Heim-Pflichtspiel des Jahres.

Die Spuren der Niederlage sind noch deutlich sichtbar. VfL-Trainer Piotr Przybecki zur Demütigung von Gummersbach: "Ich kann mir das Spiel bis heute nicht erklären. Das war ein kollektiver Blackout. Wir sind einfach zu keiner Zeit ins Spiel gekommen. Gummersbach war sicherlich gut, aber die Verantwortung für den Ausgang des Spiels tragen alleine wir. So etwas habe ich noch nie erlebt." Entsprechend viel zu analysieren gab es in den Trainingseinheiten der Woche. "Das war schon eine sachliche, aber heftige Ansprache", so Przybecki, "Ich weiß, dass keiner meiner Jungs so ein Spiel mit Absicht abliefert, aber gerade darum mussten wir intensiv in die Kommunikation gehen. Wir haben jeden Fehler schonungslos angesprochen. Mit Erfolg. Die Aggressivität im Training war deutlich höher und meine Spieler sind mit der richtigen Mischung aus Selbstkritik und Trotz in die Einheiten gegangen. So will ich das sehen."

Alle sind sich einig: So einen Aussetzer darf es nicht noch einmal geben. Erst recht nicht gegen einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt. Es kommt der TV 05/07 Hüttenberg. Die Mittelhessen stellen sich als Tabellenzwölfter dem angeknockten VfL (15.) und für beide Mannschaft nimmt der Abstiegskampf langsam Konturen an. Der VfL (15 Punkte) steht aktuell zwei Punkte vor dem Relegationsplatz, den die HSG Konstanz mit 13 Punkten innehat. Hüttenberg hat 16 Punkte auf der Habenseite. Beruhigend ist beides nicht. Die Tabellenkonstellation verspricht also ein spannendes Spiel und der Verlierer kommt dem (Tabellen-)Abgrund immer näher. Dem wollen sich die Gastgeber mit aller Macht entgegenstellen. Przybecki mit einem Ausblick auf das kommende Heimspiel: "Wir werden uns um 100 Prozent steigern. Hüttenberg spielt eine unangenehme 3-2-1-Deckung. Ich will Tempo sehen, ich will gewonnene Zweikämpfe sehen, ich will Emotionen sehen. Wiedergutmachung ist das einzige, was uns interessiert. Die Punkte müssen unbedingt in Lübeck bleiben."

Umsetzen sollen die Vorgaben des Trainers besonders die erfahrenen Führungsspieler. Sie sollen die Richtung vorgeben und die jungen und neuen Mitspieler leiten. Przybecki zu den Neuzugängen: "Przemyslaw Mrozowicz hatte nicht so viel Spielzeit. Die wird er aber sicherlich in den nächsten Partien erhalten. Mit Niels Versteijnen war ich ganz zufrieden. Er hatte etwas Pech mit Latten- und Pfostentreffern. Allerdings, und das hat mir gut gefallen, hat er nicht aufgehört, alles zu versuchen. Diesen Mut brauchen wir jetzt."

Leicht wird es gegen Hüttenberg aber nicht. Das kennt der VfL bereits aus dem Hinspiel (22:22), in dem die Mannschaft von Frederick Griesbach lange einem Rückstand hinterherjagen musste. Mit fünf Toren führte der VfL Lübeck-Schwartau zeitweise, konnte diesen Vorsprung aber letztendlich nicht über die Ziellinie bringen. Ein Grund dafür war die ohrenbetäubende Stimmung, für die die 840 Zuschauer gesorgt haben. Ein anderer trug den Namen Björn Zintel. Er erzielte neun Tore, allein sieben im zweiten Durchgang. Mit diesen und 108 weiteren ist er der erfolgreichste Werfer seiner Mannschaft und steht in der gesamten 2. Bundesliga auf Platz drei der Torschützenliste.

Der TVH kommt mit der Empfehlung von zuletzt zwei Siegen an die Ostsee (23:18 in Konstanz und 29:27 gegen Eisenach). Einen dritten Erfolg in Serie will der VfL unbedingt verhindern. Der VfL hat elf seiner 15 Punkte in der Hansehalle geholt, Hüttenberg lediglich fünf in der Fremde. Und natürlich werden die VfL-Fans sicherlich wieder alles geben, um ihrem Team zum Sieg zu verhelfen.

Der Schock ist verdaut, jetzt ist Wiedergutmachung geplant.

Der Schock ist verdaut, jetzt ist Wiedergutmachung geplant.


Text-Nummer: 136129   Autor: VfL Luebeck-Schw./Red.   vom 07.02.2020 09.25

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