Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 28. Mai 2020






Lübeck:

„Jahrelang nur nebenbei“ arbeitete Manfred Finke als Künstler

Für viele Besucher der Vernissage am Freitagabend war der „Kulturraum Aegidienstraße 37“ eine Neuentdeckung. Im Hause der Architekten Schröder-Berkentien und Spilker wurde eine Ausstellung mit Arbeiten von Manfred Finke eröffnet. „Jahrelang nur nebenbei“ hieß der Titel auf der Einladungskarte, und gegenüber stand das Wort „Voilà“, in diesem Falle vielleicht zu übertragen mit „Da bin ich!“ Oder „Schaut her, meine Arbeiten!“



Manfred Finke ist stadtbekannt. Die Jüngeren kennen ihn noch als Kunsterzieher am Leibniz-Gymnasium von Bad Schwartau, die Älteren von seiner jahrzehntelangen, sehr aktiven Mitarbeit bei der BIRL, der Bürgerinitiative Rettet Lübeck. Hier und anderswo trat er als streitbarer, auch scharfzüngiger Geist auf, wenn es um das historische Lübeck und um Fragen der Sanierung ging.

Nebenher – siehe Ausstellungstitel – beschäftigte er sich als Künstler, nichts Ungewöhnliches für einen Kunst-Pädagogen. Zeit findet Finke hierfür verstärkt seit seiner Pensionierung im Jahre 2008. Im „Kulturraum“ drängten sich die Besucher. Hausherr Thomas Schröder-Berkentien begrüßte die Gäste. Nach langem Bemühen sei es gelungen, Manfred Finke als Künstler zu präsentieren. Den einführenden Vortrag hielt die Kunsthistorikerin Dr. Roswitha Siewert. Wortgewandt beschrieb sie die unterschiedlichen Techniken der Arbeiten und streute Zitate aus mehreren Jahrhunderten Kunstgeschichte ein. Ihr Thema sei ganz einfach, nämlich einer Frage nachzugehen: „Warum macht einer sowas“?

Sehr unterschiedliche Arbeiten sind zu sehen. Im ersten Raum herrscht Farbigkeit vor, die an Gerhard Richters Fenster im Kölner Dom erinnert. Kleine Quadrate oder Rechtecke bilden strenge und zugleich verschwimmende Muster. Das passe einerseits ins digitale Zeitalter, sei andererseits aber nicht mit dem Computer herstellbar. Denn Finke benutzt alte Handwerkstechniken für seine Drehbilder.

In einem zweiten Raum hängen Schwarz-Weiß-Bilder. Die großformatige Collage lädt ebenso wie Beispiele aus der „Schwarzen Serie“, der „Série Noire“, zu intensivem Betrachten ein. Da sind Architekturelemente verwendet, aber auch Teile der belebten Natur oder immer wieder ein Puppenkopf. Die Bilder wollen offenbar Geschichten erzählen. „Verlassen sie sich nicht auf die Titel“, warnt Finke, „es gibt keine Aussage, keine Botschaft!“

Hergestellt werden die Drehbilder in mehrfach übereinander gelegten Farbschichten, wie Linoldrucke, erklärt Finke. In Bezug auf die bunten Quadrate zitiert Dr. Siewert Rainer Maria Rilke: „Es ist, als wüsste jede Stelle von allen!“ Das ergebe ein inneres Gleichgewicht, dem man nicht durch Zählen auf die Spur komme. Der große Paul Klee habe betont: „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar!“

Manfred Finke wies unter dem Stichwort „Wie mache ich sowas?“ darauf hin, dass seine Arbeiten, selbst wenn sie in einer Serie erstellt werden können, etwas anderes seien als PC-Muster. Am Computer sei schon genaues Mischen der Farben unmöglich. Er lege Wert auf die handwerkliche Note. Finke: „Der Reiz liegt in der Ablesbarkeit des handwerklichen Prozesses.“

Für die musikalische Umrahmung sorgte bei der Vernissage Mirco Oldigs mit seiner Konzertgitarre. Zu Beginn war eine eigene Fantasie des Gitarristen zu hören, später Lautenklänge von Johann Sebastian Bach und ein Stück des Südamerikaners Agustin Barrios. Die Ausstellung ist bis 13. März zu sehen, werktags zwischen 11 und 16 Uhr.

Die Ausstellung ist im Kulturraum in der Aegidienstraße zu sehen. Fotos: TD

Die Ausstellung ist im Kulturraum in der Aegidienstraße zu sehen. Fotos: TD


Text-Nummer: 136147   Autor: TD   vom 08.02.2020 10.48

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++  +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.