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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 24. Februar 2020






Lübeck:

Gedanken über den Valentinstag

Am Freitag wurde der Valentinstag gefeiert. Und der wurde nicht von Blumenhändlern erfunden, berichtet Pastorin i.R. Ellen Naß in ihren Gedanken zum Wochenende. Der Tag der Liebe hat einen christlichen Ursprung und erinner an "Valentin von Rom".

Am Freitag war Valentinstag. Seit einigen Jahrzehnten wird dieser Tag auch bei uns immer mehr gefeiert. Meine Familie ignoriert den Valentinstag so weit wie möglich, aber durch die viele Werbung ist das nicht einfach. Früher waren es nur die BlumenhändlerInnen und Süßigkeitenhersteller, die den Valentinstag herausstellten, heute werden selbst Campingartikel damit beworben.

In meiner Kindheit gab es keinen Valentinstag. Ich habe ihn das erste Mal erlebt, als ich als Jugendliche als Austauschschülerin in den USA war.

Dort allerdings wurde er anders begangen als heute bei uns, und ich fand das einfach schrecklich. Es wurden Karten verschickt an Menschen, die man mochte. Einige bekamen viele Karten und andere wenige. Charlie Brown zum Beispiel aus der Comicserie „Peanuts“ hat noch nie eine Valentinskarte bekommen, weil er einfach nicht beliebt ist, und jedes Jahr ist er am Valentinstag kreuzunglücklich, hasst diesen Tag. Es gibt eine ganze Reihe Comics dieser Serie zu dem Thema.

Das ist damit dann ja auch ein Tag, in dem es nicht um Liebe geht, sondern einfach ein Beliebtheitswettbewerb, und damit leiden Menschen, die nicht beliebt sind. Sehr liebevoll ihnen gegenüber ist das nicht, wie das Beispiel Charlie Brown zeigt. Deshalb bin ich froh, dass, wenn wir schon diesen Tag feiern, es bei uns anders zugeht.

Dabei ist der Valentinstag ein ganz alter Heiligengedenktag. Es gab ein Fest des heiligen Valentinus, das am 14. Februar begangen wurde. Das Fest wurde schon im Jahr 469 für die ganze Kirche eingeführt, es gibt es also mehr als 1500 Jahre. Allerdings wurde es 1969 wieder gestrichen, weil man sich wohl nicht ganz sicher war, ob es wirklich diesen oder besser gesagt diese Heiligen gegeben hat.

Es soll unter anderem einen heiligen Valentin von Rom gegeben haben, der als Märtyrer hingerichtet wurde, weil er Soldaten traute – die durften eigentlich nicht heiraten. Damit gibt es immerhin eine inhaltliche Verbindung zum „Fest der Liebe“. Es gab eine Zeitlang den Brauch, um den 14. Februar herum Ehen neu zu segnen, ähnlich wie sich heute manchmal Paare zu Ehejubiläen neu einsegnen lassen.

Ich fand – als der Tag zu uns kam – den Termin immer etwas unpraktisch, im Februar blühen rote Rosen bei uns eher selten, und zwischen Weihnachten und Ostern braucht man eigentlich auch keinen neuen Termin, um Süßigkeiten zu essen – im Sommer, mit der langen Festpause zwischen Ostern und vielleicht Halloween oder gar der Adventszeit wäre das viel viel wünschenswerter gewesen.

Dabei finde ich die Idee, einander die Zuneigung zu zeigen, auch wenn man vielleicht schon lange zusammen ist, eigentlich gut. Nur warum das unbedingt mit Parfüm, Süßigkeiten oder Blumen geschehen soll, finde ich nicht einleuchtend. Aber ein Tag im Jahr, an dem wir daran erinnert werden, dass wir einander liebevoll begegnen sollten, ist eigentlich eine schöne Idee. Wobei dabei nicht gemeint ist, dass wir einander etwas kaufen und das dann schenken sollen, vor allem nicht relativ überflüssige Dinge wie Parfüms und Blumen, aber Freundlichkeit, Höflichkeit, Respekt sind Geschenke, die wir einander machen sollten – allerdings nicht nur am 14.2., sondern an jedem Tag im Jahr. Aber vielleicht erinnern wir uns ja auch heute, morgen und übermorgen und immer daran, wie wichtig Liebe ist, nachdem gestern der Valentinstag war.

Und der Tag gestern kann uns daran erinnern, dass das wichtigste im Leben die Liebe Gottes ist. Denn gleichgültig, wie viele Valentins es wirklich gegeben hat, sie alle haben aus dieser Liebe heraus liebevoll gehandelt. Wenn Valentin von Rom Soldaten getraut hat, obwohl sie nicht heiraten durften, dann aus Liebe zu Gott und zu diesen Soldaten, damit sie in Liebe – und offiziell – mit ihren Partnerinnen leben konnten.

Gottes Liebe zu uns kann auch unsere Liebe zu den Menschen um uns herum erneuern, wenn sie einmal schwächer wird und es schwierig wird zu lieben. Gott kann Liebe erneuern, neue Blickwinkel und Sichtweisen geben auf die Menschen um uns herum, so dass wir die guten Seiten sehen, sie neu lieben können.

Und auch Gottes Liebe ist nicht nur am 14. Februar bei uns, sondern das ganze Jahr, das ganze Leben. Hoffentlich haben Sie sich gestern daran erinnert.

Ich hoffe, Sie hatten einen schönen Valentinstag!

Ellen Naß widmet ihre Gedanken zum Wochenende dem Valentinstag.

Ellen Naß widmet ihre Gedanken zum Wochenende dem Valentinstag.


Text-Nummer: 136303   Autor: red.   vom 15.02.2020 11.01

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