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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 16. Juli 2020






Lübeck:

Übertriebene Angst macht böse

Archiv - 29.02.2020, 10.27 Uhr: HL-live.de Pastor Heinz Rußmann geht in seinen Gedanken zum Wochenende der Frage nach, warum Menschen bösartig sein können. Seine Antwort: Es ist die übertriebene Angst und Panik.

Eine immer wieder aktuelle Frage: Warum können wir Menschen gegen alle unsere Vernunft und Intelligenz so bösartig sein auf viele Weise? Warum töten Menschen einander sogar? Die Bibel antwortet darauf mit der Geschichte von Eva und Adam und dem Essen der verbotenen Frucht im ursprünglichen Paradies. Die Menschen hatten zuerst völlige Freiheit. Nur allein vom Baum der Erkenntnis durften sie nicht essen. Warum haben sie das eine, einfache Gebot absichtlich übertreten und das Tor zum Bösen geöffnet? (siehe 1. Mose 2,16; 3,1-7)

Dafür gibt es in der Theologie zwei unterschiedliche Erklärungen. Seit je war die erste Erklärung, dass wir Menschen zum Größenwahn neigen und wie Gott allwissend und allmächtig sein wollen. Die Schlange im Paradies verführt Eva und sagt ihr: Du musst nur von der einen verbotenen Frucht essen, dann bist Du wie Gott. Gott hat es uns nur verboten, weil er keine Nebenbuhler haben will.

Diese Erklärung der Kirche und Theologie hat in unserer Zeit Eugen Drewermann aktuell ersetzt durch eine andere Erklärung. Ich kenne keinen Theologen, der so tiefsinnig und umfangreich über die Sündenfall geforscht und nachgedacht hat wie Eugen Drewermann. Mehrere umfangreiche Bücher wie "Tiefenpsychologie und Exegese", "Strukturen des Bösen" und Predigten hat er dazu verfasst. Seine wissenschaftliche These ist, dass übertriebene Angst uns Menschen zu bösen Verbrechern machen kann. Um diese Angst loszuwerden kann man zum Verbrechen bereit sein. Die Schlange hatte Eva verführerisch und bewusst irreführend gefragt: Hat Gott wirklich gesagt, von allen Früchten dürft ihr nicht essen? Damit erzeugt die Schlange eine große Angst vor einem zu strengen Gott, der androht, Eva beim Essen der Früchte mit dem Tod zu bestrafen. Gott hatte ihr aber nur einen einzigen Baum verboten. Eva dachte, dass ihre Todesangst aufhört, wenn sie selbst wie Gott ist. Deswegen hat sie vom verbotenen Baum gegessen.

Drewermann macht uns darauf aufmerksam, dass ein wenig Angst und Vorsorge lebensnotwendig ist. Angst warnt uns vor den vielen Gefahren im Alltag und jetzt vorm Coronar-Virus Gefahren. Übertriebene Angst aber macht uns verrückt und böse. Wir wollen dann eine sehr bedrohliche Todesangst loswerden und beseitigen die Ursachen unserer Angst mit aller Gewalt.

Babies kreischen, wenn sie allein sind und sich bedroht fühlen. Jeder eifersüchtige Mensch hat. Angst, dass er den geliebten Menschen verliert. Wenn die Eifersucht so schlimm wird und solche Angst schürt, dass wir so nicht mehr weiterleben können, wird es sehr gefährlich. Die meisten Morde geschehen nicht aus Habgier, sondern aus Eifersucht. Alle Größenwahnsinnigen und Angeber haben mit Konkurrenten zu tun. Wenn sie aber starke Angst haben, vom Konkurrenten von ihrem Thron gestoßen zu werden, neigen sie zur Gewalt. Im Krieg geht es häufig um die Angst und Panik, dass das eigene Volk verarmt und untergeht, wenn man nicht mit Waffen kämpft.

Christen können friedfertiger sein, weil Jesus uns das Gottvertrauen vorgelebt hat und schenkt. So können wir übertriebene Angst abbauen. Er ging auch zu Aussätzigen wie Coronar-Kranken und hat sie geheilt. Auch in angstmachender Not und Pein können wir Christen uns so von Gott ermutigt fühlen. Wir haben die sichere Hoffnung, dass er alles zum guten Ziel führen wird. Das schützt uns vor Panik und Verbrechen. Auch hilft es gegen Corona-Panik und fördert vernünftige Vorsorge. (Übrigens: Entspannungsübungen helfen auch etwas gegen Ängste. Bei der bewährten Muskel- Entspannung nach Jacobsen werden alle unsere Muskeln beim Zählen bis fünf stark angespannt und einige Sekunden danach ganz entspannt.)

Wunderbar ermutigend ist es auf jeden Fall, zu Gott, unserem lieben Vater im Himmel zu beten und Jesus als Freund und Bruder bei sich zu haben. Herr Gott, Du bist unsere Zuflucht für und für!

Auch Gottesdienste halten deshalb Leib und Seele gesund.

Euer HL-live.de Pastor Heinz Rußmann

Heinz Rußmann geht den Ursachen der Bösartigkeit nach.

Heinz Rußmann geht den Ursachen der Bösartigkeit nach.


Text-Nummer: 136630   Autor: red.   vom 29.02.2020 10.27

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