Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 16. Juli 2020






Lübeck:

Hospizbewegung: Wertschätzung bis zum Tod

Archiv - 01.03.2020, 13.06 Uhr: Vergangene Woche erlaubte das Bundesverfassungsgericht grundsätzlich die Sterbehilfe. Der Ambulante Hospizdienst der "Lübecker Hospizbewegung" warnt davor, dass die Angst der Menschen, zu einem Kostenfaktor für die Gesellschaft zu werden, ein Grund für die Beendigung des Lebens werden könnte.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Tinka Beller, Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes, im Wortlaut:

(")"Nicht durch die Hand eines anderen sollen die Menschen sterben, sondern an der Hand eines anderen.“ (Horst Köhler, 2005 bei einer Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz)Dieser Satz ist in der Hospizwelt häufig zitiert und bringt unsere Aufgabe als Begleitende am Lebensende auf den Punkt.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts bedeutet eine große Herausforderung an uns als Gesellschaft. Den Menschen, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden das Gefühl zu geben, eine wertvolle und wertgeschätzte Person zu sein, die bis zum Tod bestmöglich versorgt wird, muss hier im Vordergrund stehen. Primär müssen die Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativversorgung aufgezeigt werden, die ein Lebensende in Würde ermöglichen.

„In Würde sterben“ bedeutet für die Betroffenen oft auch: „Ich möchte niemandem zur Last fallen!“ oder „Ich habe immer selbstbestimmt gelebt - so möchte ich auch sterben!“

Die Befürchtung, für Angehörige eine Belastung oder ein Kostenfaktor für die Allgemeinheit zu sein, darf nicht zu einer Entscheidung gegen das Leben führen.

In einer Lebensphase voller Herausforderungen und Ängste muss der Mensch im Mittelpunkt stehen. Die Lübecker Hospizbewegung arbeitet eng mit Fachleuten aus den verschiedenen Bereichen der ambulanten und stationären Palliativversorgung zusammen, um dies zu ermöglichen. Cicely Saunders, die Begründerin der modernen Hospizbewegung formulierte es so: „Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben sondern auch bis zuletzt Leben können.“(")

Tinka Beller ist stellvertretende Vorsitzende der Lübecker Hospizbewegung.

Tinka Beller ist stellvertretende Vorsitzende der Lübecker Hospizbewegung.


Text-Nummer: 136650   Autor: Hospizbewegung/red.   vom 01.03.2020 13.06

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++  +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.