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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 9. April 2020






Lübeck:

Tag der gesunden Ernährung

Am Samstag ist - mitten in der christlichen Passionszeit - der "Tag der gesunden Ernährung". Er ist der Ausgangspunkt der Gedanken zum Wochenende von Pastorin i.R. Ellen Naß.

Heute ist der Tag der gesunden Ernährung. Es gibt ja viele Tage im Jahr, morgen zum Beispiel ist Weltfrauentag, am 6. Juli ist Tag des Kusses, am 27. Februar war Tag des Toastbrots. Fast jeder Tag hat etwas, an das erinnert werden soll, und für einige Daten gibt es sogar mehrere Dinge, an die man denken soll.

Heute nun ist der Tag der gesunden Ernährung, und das ist etwas, was uns alle interessiert und was wir alle gerne tun wollen. Wobei ich sagen muss – wenn man die letzten Jahrzehnte so überblickt, ist es gar nicht sicher, was eine gesunde Ernährung eigentlich ist.

Eine Freundin hat schon in den siebziger Jahren, wenn sie meinte, sie hätte zugenommen, einfach ab 16 Uhr nichts mehr gegessen. Wir fanden das alle völlig verrückt und sinnlos, aber sie meinte, das würde klappen. Heute, 40 Jahre später, heißt das Intervallfasten und ist die angeblich beste Methode um abzunehmen – und die anderen Methoden von damals waren nicht nur alle völlig falsch, sondern sind auch vergessen.

Kartoffeln waren innerhalb dieser Zeit einfach normal, total schädlich, absolut gesund, und wieder zumindest fraglich. Für Butter gilt ähnliches, es wechselt wie die Mode.

Dabei wurde immer mehr vergessen, wie dankbar wir sein können, dass wir solche Probleme überhaupt haben. Jahrhunderte lang war für die meisten Menschen nicht das Problem, wie sie sich GESUND ernähren, sondern wie sie sich überhaupt ernähren konnten.

Wir haben im Moment Passionszeit, es gibt jedes Jahr Jahr die Aktion „7 Wochen ohne“, wobei man in den letzten Jahren auf Verhaltensweisen, nicht auf Lebensmittel oder Getränke, verzichten soll.

Früher war das anders, da wurde in dieser Zeit kein Fleisch, kein Zucker, nichts Süßes, teilweise keine Eier gegessen (deshalb machen sie in England am Fastnachtsdienstag Eierlaufen mit Pfannkuchen, die briet man, um die letzten Eier vor der Passionszeit aufzubrauchen). Da es auch kein Obst und Gemüse aus Neuseeland, Südafrika oder Südamerika gab, man auf regionale Kost angewiesen war, habe ich mich schon immer gefragt, wie Menschen diese Zeit einigermaßen gesund überlebt haben, vor allem, weil es ja auch keine Kühlung gab.

Um gesunde Ernährung haben sie sich bestimmt keine Gedanken gemacht, sondern nur darüber, wie man nicht verhungerte. Und auch heute ist der Gedanke um gesunde Ernährung in großen Teilen der Welt kein Problem, weil Menschen immer noch nicht genug zu essen haben, sondern hungern.

Deshalb macht es mir immer Mut, dass eine Bitte im Vaterunser nicht heißt: „Unser täglich Obst und Gemüse gib uns heute“, oder was jeweils gerade als gesund angesehen wird, sondern „unser täglich Brot gib uns heute“. Brot galt ja auch lange Zeit als Dickmacher, viele denken, dass sie das Gluten darin nicht vertragen, und trotzdem ist das die Bitte, die Christen über die Jahrtausende weltweit immer wieder aussprechen: „Unser täglich Brot gib uns heute“.

Wobei das tägliche Brot des Vaterunsers nicht nur aus Brot besteht. Ich weiß nicht, ob und wenn, wie lange, man nur mit Brot überleben kann. „Brot“ steht für alles, was wir zum Leben brauchen, also auch für Obst, Gemüse. Es steht für Kleidung, Sicherheit – alles eben, um ein gutes Leben zu ermöglichen.

Dabei fällt auf, dass es eine Bitte ist. Wir fordern es nicht ein, wir danken nicht dafür, dass wir es haben – wir bitten darum, dass wir es bekommen, weil es eben nicht selbstverständlich ist, dass man genug zum Leben hat.

So kann uns diese Bitte, wenn wir sie aussprechen ermutigen, dankbar zu sein für das, was wir haben, auch wenn es vielleicht nicht den neuesten Erkenntnissen von Gesundheit entspricht. Wenn man dankbar ist, sieht man ganz neu, wie gut es einem eigentlich geht. Vielleicht ist die Passionszeit so doch eine gute Zeit, um auf etwas zu verzichten, was man gerne isst oder trinkt, einfach um zu erleben, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man alles hat.

Die Bitte kann uns ermutigen, nach Kräften denen zu helfen, die nicht genug zum Leben haben. Dazu ist an jedem Tag Zeit, obwohl es bestimmt auch einen Tag der Nächstenliebe gibt. Da gibt es Menschen bei uns, denen geholfen werden muss, die Tafel, die kostenlose Praxis, Hempels und andere Hilfsangebote bezeugen das. Es gibt Menschen in aller Welt, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. “Unser täglich Brot gib uns heute“ öffnet uns den Blick für Menschen in Not, damit wie ihnen helfen, dieses tägliche Brot zu bekommen.

Es wird eingeladen zu einem Jazzgottesdienst mit Björn Engholm als Prediger, in der Stephanuskirche in Karlshof, am 15. März um 11 Uhr.

Ellen Naß erinnert an die Bedeutung der Bitte nach dem täglichen Brot.

Ellen Naß erinnert an die Bedeutung der Bitte nach dem täglichen Brot.


Text-Nummer: 136785   Autor: red.   vom 07.03.2020 09.55

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