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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 26. Mai 2020






Lübeck:

Poetry Slam op platt: Klackermatsch mit Wörtern

Die Hundertjahrfeier der Niederdeutschen Bühne Lübeck ermöglichte offenbar ein neues Format, „Poetry Slam op platt“. Hierzu wurde am Dienstagabend in die Kammerspiele eingeladen. Kirsten Mehrgardt, Bühnenleiterin der Niederdeutschen, begrüßte den „King of Poetry Slam“, Tilo Strauss. Der betätigte sich schnell als Einpeitscher. Stimmung war angesagt.

Vier Wettbewerber hatten sich gemeldet. In der zu Beginn ausgelosten Reihenfolge waren das Helge Albrecht, Bleu Broode, Achim Kußmann und Selina Seemann. Das war die Reihe für Runde Eins. Verabredet waren zwei Runden, die zweite in umgedrehter Folge. Textlänge sollte sechs Minuten sein. Allerdings schlug niemand einen Gong, wenn diese Zeit verstrichen war. Plattdeutsch, wie jeder Text, liest sich beim Proben daheim schneller als vor Publikum.

Zu Beginn wurde ein Mitglied der „Plattdüütschen Volksgill to Lübeck“ auf die Bühne geholt. Er sollte schon mal vorführen, wie sich das mit den selbst geschriebenen Texten so anhört. Jürgen Lenzner animierte das Publikum sogar zum Mitsingen: „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad...“

Manche Einleitungsworte der Wettbewerber kamen in Hochdeutsch. Das Plattdeutsch verlernt sich etwas, wenn man seit acht Jahren in Leipzig lebt, bekannte einer der Herren. Aber vom Blatt gelesen ging es natürlich doch. Plattdeutsch war auch die Begrüßung von Kirsten Mehrgardt. Poetry Slam sei wohl eine Art „Klackermatsch“ mit Wörtern, meinte sie.

Die mutigen Vier hatten sich sehr wirksame Themen ausgedacht. Das Leben im kleinen Dorf gibt offenbar Anlass zu tiefsinnigen Betrachtungen. Wenn die Fachleute aus der Stadt dann etwas Neues propagieren, kann es heiter werden. Oder Feste, die aus dem Ruder laufen, sind eine Angelegenheit, die den Zuhörern ebenso Spaß macht wie die skurrilen Dinge, die eine Kassiererin im Supermarkt in jeder Schicht zu hören bekommt.

Meistens waren die Beiträge heiter bis lustig. Aber auch Besinnliches kam zum Tragen, als einer der Herren schilderte, wie er als frischgebackener Vater seinen Stammhalter wickeln wollte. Die Stimmung war übrigens bombig, und wenn mal von einem der Juroren eine niedrige Punktzahl vergeben wurde, drückte das Publikum lautstark sein Missfallen aus.

Für die Punktverteilung zuständig waren fünf zu Beginn gewählte Jurys. Sie konnten zwischen einem und zehn Punkten vergeben, nicht nur vollen Punktzahlen, sondern auch mit einer Stelle hinter dem Komma. Als Schiedsrichter und Punktezähler fungierte Daniel Groß. Wie bei sportlichen Wettbewerben strich er die niedrigste und die höchste Punktzahl, addierte den Rest.

Das Feld lag schon nach der ersten Runde sehr dicht beieinander. Mit hauchdünnem Vorsprung siegte Helge Albrecht vor Selina Seemann. Zwischendurch hatte das Hamburger Duo „Tüdelband“ plattdeutsche Lieder gesungen. Sie werden in dieser Woche noch einmal in Lübeck auftreten, und zwar am Freitag (13. März) um 20 Uhr im „Tonfink“ in der Großen Burgstraße.

Zum 100. Geburtstag hat die Niederdeutsche Bühne erstmals einen Slam op platt organisiert. Foto: Archiv

Zum 100. Geburtstag hat die Niederdeutsche Bühne erstmals einen Slam op platt organisiert. Foto: Archiv


Text-Nummer: 136882   Autor: AE   vom 11.03.2020 14.36

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