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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonnabend,
der 11. Juli 2020






Lübeck:

Initiative Lieferkettengesetz: Gegen Gewinne ohne Gewissen

Archiv - 14.03.2020, 14.19 Uhr: Alltäglich kommt es bei dem Abbau von Rohstoffen und der Produktion von weltweit gehandelten Waren zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung. Ein Lieferkettengesetz soll verbindlich regeln, dass deutsche Unternehmen bei der Herstellung ihrer Produkte auch im Ausland auf die Einhaltung der Menschenrechte achten und Umweltschäden vermeiden.

Die bundesweite Initiative Lieferkettengesetz setzt sich dafür ein, dass Verstöße deutscher Unternehmen gegen die Menschenrechte und Umweltstandards rechtliche Konsequenzen haben. Unternehmen sollen für Schäden zur Verantwortung gezogen werden können und dafür haften. Für ein solches Lieferkettengesetz macht sich seit Ende Februar auch eine Lübecker Initiative stark. Aktiv dabei sind Vertreter der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt, BUND, attac, Extinction Rebellion, Terre des Hommes, Bündnis Eine Welt, Weltladen Lübeck und Studierende der Universität zu Lübeck. "Weitere Organisationen und Einzelpersonen sind herzlich willkommen", so Manfred Hellberg von der Initiative.

Die Kampagne läuft bis zur kommenden Bundestagswahl in 2021. "Bis dahin werden Unterschriften für eine Petition gesammelt. Wir zeigen eine Filmreihe, die über die Produktionsbedingungen in den Ländern des Globalen Südens aufklärt. Auch eine kleine Wanderausstellung, Infostände und Veranstaltungen sind geplant."

Finanzielle Unterstützung erfährt die Lübecker Initiative Lieferkettengesetz von BINGO – der Umweltlotterie. Der BUND und Fairtrade Stadt hatten gemeinsam einen Antrag gestellt.

"Das freut uns sehr", so Horst Hesse und Katja Mentz von der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt. "Mit dem Geld haben wir starken Rückenwind und können vielseitig über die Initiative Lieferkettengesetz in Lübeck informieren." "Es ist notwendig, dass auch in Deutschland endlich ein Gesetz eingeführt wird, dass Unternehmen dazu bringt, sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit einzusetzen. Erschütternde Beispiele zeigen immer wieder auf, dass Menschen weltweit unter der gewissenlosen Geschäftemacherei etlicher deutscher Unternehmen leiden. Kinderarbeit in der Landwirtschaft, über Tausend Tote bei dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh oder das Erschießen von 34 Arbeitern während eines Streiks in einer Platin-Mine in Südafrika, mit dessen Betreiber BASF weiterhin Geschäfte macht, sind nur einige traurige Beispiele, die unser Konsum mit sich bringt", erläutert Katja Mentz die Gründe für ein Lieferkettengesetz.

"Andere europäische Länder haben bereits entsprechende Gesetze verabschiedet, etwa zum Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit in Lieferketten. Das braucht es auch in Deutschland. Verantwortlich wirtschaftende Unternehmen haben durch ein solches Gesetz nichts zu befürchten", so Horst Hesse. "Es sollen nur die Unternehmen haften, die nicht genug getan haben, um Schäden an Mensch und Umwelt zu verhindern."

Das nächste Treffen der Lübecker Initiative findet am Mittwoch, 15. April, 19 Uhr im Vortragssaal des Museums für Natur und Umwelt statt. Interessierte sind herzlich willkommen.

Die nächste Veranstaltung ist für den 22. April, 19 Uhr ebenfalls im Vortragssaal im Museum für Natur und Umwelt vorgesehen: Der Film "Todschick" zeigt die menschenunwürdigen Produktionsbedingungen in fern gelegenen Textilfabriken, in denen auch deutsche Unternehmen Mode produzieren lassen.

Die Lübecker Initiative Lieferkettengesetz setzt sich für faire Bedingungen vom Produzent bis zum Verbraucher ein. Foto und Audio: Harald Denckmann.

Die Lübecker Initiative Lieferkettengesetz setzt sich für faire Bedingungen vom Produzent bis zum Verbraucher ein. Foto und Audio: Harald Denckmann.



Hier hören Sie den Originalton:  

Text-Nummer: 136934   Autor: Katja Mentz   vom 14.03.2020 14.19

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