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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonnabend,
der 28. März 2020






Lübeck:

Frauen verdienen in Lübeck 2460 Euro weniger

„Vollzeitbeschäftigte Frauen haben 2018 in Lübeck 2.460 Euro (brutto) weniger verdient als Männer“, macht Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Lübeck, deutlich. Der Verdienst liegt damit laut Beschäftigungsstatistik der Agentur für Arbeit um 205 Euro im Monat beziehungsweise 6,4 Prozent unter dem der Männer.

Der sogenannte „Gender Pay Gap“, also der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern, ist bei den vollzeitbeschäftigten Frauen seit 2014 zwar von 300 auf 205 Euro pro Monat (Jahr 2018) zurückgegangen. „Betrachtet man aber alle Frauen und Männer, so steigt der Verdienstunterschied in Lübeck auf bis zu 9.515 Euro beziehungsweise 31 Prozent pro Jahr“, erläutert Petra Schmittner, Mitarbeiterin im Lübecker Frauenbüro.

„Obwohl ein Diskriminierungsverbot beim Arbeitsentgelt seit über 50 Jahren rechtlich festgeschrieben ist, muss endlich ein Gesetz zur echten Durchsetzung von Entgeltgleichheit her“, stellt Elke Sasse mit Verweis auf die Zahlen fest. Vorbild seien zum Beispiel Island oder Frankreich. In Frankreich verlangt ein Gesetz, dass Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern eine Software installieren, die mit ihrem Lohn- und Gehaltsabrechnungssystem verknüpft ist und ungerechtfertigte Lohnunterschiede aufzeigt. Jährlich müssen rund 1300 Unternehmen Kennzahlen veröffentlichen, die die unternehmensinternen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen betreffen. Von 831 Unternehmen, die ihren Gleichstellungsindex veröffentlicht haben, lagen 713 über einer Minimal-Anforderung, 118 landeten in der „roten Zone“ und müssen nun Pläne zur Behebung der Ungleichheiten in ihrem Gehaltssystem vorlegen und umzusetzen. Bei Nichteinhaltung drohen Sanktionen – immerhin ein Prozent des jährlichen Gehaltsvolumens.

„Aber auch vor Ort kann einiges getan werden“, darauf weist Petra Schmittner hin. „Unternehmen können die Entgeltgleichheit mit verschiedenen Instrumenten wie zum Beispiel dem eg-Check überprüfen. Hinweise dazu finden sich auf den Seiten des Bundesfrauenministeriums www.bmfsfj.de, des „Fair Pay Innovation Lab“ oder der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

„Moderne Arbeitgeber, die engagierte und gut qualifizierte Frauen als Fachkräfte für sich gewinnen möchten, können so für sich punkten“, so Schmittner.

Petra Schmittner, Mitarbeiterin im Frauenbüro, hat einen deutlichen Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern ermittelt.

Petra Schmittner, Mitarbeiterin im Frauenbüro, hat einen deutlichen Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern ermittelt.


Text-Nummer: 137001   Autor: Frauenbüro/red.   vom 16.03.2020 15.05

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