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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 8. April 2020






Lübeck:

Ein Regenbogen als Zeichnung der Hoffnung

Die Corona-Krise hat uns fest im Griff. Pastorin i.R. Ellen Naß macht mit ihren "Gedanken zum Wochenende" Mut. Sie erinnert an die biblische Geschichte der Arche Noah und den Regenbogen als Zeichen, dass die Welt nicht untergehen wird.

Ein Kind im Coronagebiet in Italien hat einen Regenbogen gemalt, darunter hat es auf Italienisch geschrieben: Alles wird gut. Es ist ein anrührendes Bild, gerade in diesen schweren Zeiten.

Ich weiß nicht, wie gut dieses Kind biblische Geschichten kennt, aber der Regenbogen war schon vor Urzeiten in der Bibel das Zeichen für Hoffnung und Zuversicht, ein Zeichen für Trost in schweren Zeiten. Fast ganz am Anfang der Bibel, gleich nach den Erzählungen vom Beginn der Erde, wird diese Geschichte berichtet.

Er wird erzählt, dass Gott sich so über die Welt geärgert hat, dass er sie vernichten wollte, nur Noah, seine Familie und ein Pärchen jeder Tierart sollten gerettet werden. Es ist die Erzählung von der Sintflut und von der Arche Noah. Es regnet 40 Tage und 40 Nächte, alles wird überschwemmt, nur die Menschen und Tiere in der Arche überleben.

So in der Form hat es das sicher nicht gegeben, aber dass wir denken, die Welt geht unter, das ist eine Erfahrung, die wir immer mal wieder machen. Im Moment liegt es an Corona, dass wir den Eindruck haben, die Welt, wie wir sie kennen, ginge plötzlich unter.

Die Normalität unseres Alltags ist plötzlich weg. Einige Menschen haben wegen des Virus keine Arbeit mehr, andere müssen viel mehr arbeiten als vorher. Ich fühlte mich eigentlich noch jung und frisch – und plötzlich gehöre ich als über 60jährige zu einer Risikogruppe, die lieber zu Hause bleiben sollte. Meine Wohnung, so wird mir gesagt, ist die Arche, die mich vor allem schützt, was mich da draußen bedrohen könnte.

Die viel beklagten Hamsterkäufe und die leeren Regale in den Supermärkten gehören auch zu dem Versuch, vorzusorgen, dass die Welt nicht untergeht, dass man sein Leben – auch wenn es vielleicht ein wenig anders ist – im Großen und Ganzen weiterführen kann wie bisher. Auch Noah hat sicher Vorräte mit auf die Arche genommen, nicht nur die Tiere und seine Familie.

Aber diese Zeit, so wird berichtet, geht vorbei, und eines Tages können alle die Arche wieder verlassen. Aus Dankbarkeit für die Rettung baut Noah einen Altar und dankt Gott.

Und da setzt Gott einen Regenbogen an den Himmel. Wir wissen, wie ein Regenbogen entsteht, dass es eine Erscheinung ist, wenn Regen – Wasser – und Sonne gleichzeitig in der Luft sind, dass sich dann das Licht in den Wassertropfen bricht.

Ich finde, dass man sich gut vorstellen kann, das genau das an zu diesem Zeitpunkt, am Ende der Flut, geschehen sein kann. Die Menschen, die diese Geschichte erzählten, kannten vielleicht die physikalischen Hintergründe nicht, aber dass Regen und Sonne gleichzeitig vorhanden sein mussten, das werden sie schon gewusst haben.

Dieser Regenbogen, so sagt Gott dann, soll das Zeichen dafür sein, dass er nie mehr die Erde so vernichten wird wie er es in der Sintflut getan hat. Es wird Notzeiten geben, Sturmfluten, Überschwemmungen, Krankheiten wie jetzt Covid 19, aber seitdem gilt das Versprechen Gottes, dass es nie wieder solch eine totale Katastrophe geben wird wie damals.

Ich weiß nicht, wie wir diese schwere Zeit überstehen werden. Die Angst, krank zu werden, die Angst, einen lieben Menschen zu verlieren, Angst um die Arbeitsstelle, Überlastung, all das ist schrecklich und steht uns bevor. Ich langweile mich schon nach wenigen Tagen zu Hause, und das ist eigentlich von allen Schwierigkeiten die kleinste.

Der Gedanke an den Regenbogen kann uns Hoffnung und Gewissheit geben, dass es einmal vorbei sein wird, dass wir diese schwere Zeit überstehen werden. Gott hat es damals versprochen. Er hat auch versprochen, bei uns zu sein und uns zu helfen, diese schweren Zeiten zu überstehen. Am Ende wird vieles sicher anders sein, als es vorher war, aber es wird gut sein.

Wenn wir denken, dass wir am Ende sind, dass wir keine Kraft mehr haben, dann kann uns der Gedanke an den Regenbogen helfen, weil er uns an diese Hilfe und an dieses Versprechen erinnert. Und vielleicht – der Wetterbericht sagt ja Regen und Sonne voraus – sehen wir ja auch einen wirklichen Regenbogen, wenn auch vom Fenster aus. Er kann uns Mut geben, zu wissen: Alles wird gut – weil Gott bei uns ist.

Ellen Naß erinnert an das biblische Zeichen des Regenbogens.

Ellen Naß erinnert an das biblische Zeichen des Regenbogens.


Text-Nummer: 137123   Autor: red.   vom 21.03.2020 08.47

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