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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 1. April 2020






Schleswig-Holstein:

Kultusministerin für Abitur ohne Prüfungen

Ministerin Prien hat am Dienstag, 24. März, dem Kabinett mitgeteilt, dass sie in den KMK-Gremien für eine Absage der Abiturprüfungen und ein Anerkennungsabitur in Schleswig-Holstein plädiert.

Dazu gibt die Ministerin folgende Erklärung ab:

(")Die Schulpflicht ist eine der großen sozialen Errungenschaften und der wichtigste Baustein für Bildungsgerechtigkeit. Die Schule ist ein Lernraum, bei dem es durch die Lernbegleitung unserer Lehrkräfte nicht auf den Bildungsstand der Eltern oder die Ausstattung zuhause ankommen soll. Schülerinnen und Schüler gehen in Schleswig-Holstein 12 beziehungsweise 13 Jahre zur Schule und zeigen dabei Tag für Tag, was sie geleistet haben. Die Allgemeine Hochschulreife, das Abitur, ist das Zeugnis über diesen Bildungsweg. Die Abiturnote setzt sich aus bewerteten Leistungen in Klausuren, in Prüfungen und im Unterricht in zwei Jahren plus der Abiturprüfungen zusammen.

Wir haben in diesem Jahr durch die Ausbreitung des Coronavirus und unsere Maßnahmen dagegen eine außergewöhnliche Situation. Seit dem 16. März ist der Unterricht an Schulen im Land eingestellt. Wann und wie wir den Unterrichtsbetrieb wieder aufnehmen können, kann heute niemand seriös vorhersagen. Ende Juni ist das Schuljahr vorbei.

Seit zwei Wochen beraten wir uns, wie wir in diesem Jahr faire und gerechte Abschlussprüfungen unter den gegebenen Umständen ermöglichen können. Wenn wir überhaupt Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein durchführen wollten, müssten wir direkt nach den Osterferien damit beginnen. Dies erscheint derzeit unrealistisch.

Nach ausführlicher Beratung der Fachleute in meinem Ministerium aber auch mit vielen Länderkollegen komme ich zu dem Schluss, dass wir in diesem Schuljahr die Abschlusszeugnisse als Anerkennungsleistungen aus den bisherigen Noten vergeben sollten. Ich werde daher in der Kultusministerkonferenz vorschlagen, dass wir keine Abiturprüfungen mehr abnehmen, sondern das Abitur und seine Note anhand der bisher erbrachten Leistungen bewerten. Mir ist besonders wichtig, dass wir es schaffen uns zwischen den Bundesländern auf einen gemeinsamen Weg zu einigen.

Die Kultusministerkonferenz hat bereits in der vorvergangenen Woche beschlossen, die Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife in dieser Situation gegenseitig anzuerkennen.

Morgen werde ich im Kabinett einen Beschlussvorschlag unterbreiten, auf dessen Grundlage wir das Abitur und die Prüfungen zum Ersten Allgemeinbildenden Schulabschluss und Mittleren Schulabschluss in diesem Schuljahr NICHT abnehmen werden. In der derzeitigen Situation und der besonderen Herausforderung nicht nur für unser Schulsystem, sondern auch jeden einzelnen von uns, halte ich diese Entscheidung für geboten.(")

Bildungsministerin Karin Prien spricht sich für ein Abitur ohne Prüfungen aus.

Bildungsministerin Karin Prien spricht sich für ein Abitur ohne Prüfungen aus.


Text-Nummer: 137183   Autor: BiMi   vom 24.03.2020 14.55

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Kommentare zu diesem Text:

Lars (eMail: Lars.christen@web.de) schrieb am 24.03.2020 um 15.12 Uhr:
Und was ist mit den anderen Schülerinnen und Schülern, die ihre Prüfungen nur unter erschwerten Bedingungen schreiben können? Die werden wieder nicht berücksichtigt. Wir haben schon ein tolles Bildungssystem.

Martina Moeller schrieb am 24.03.2020 um 15.23 Uhr:
Bitte bei Gesellennprüfungen, Meisterprüfungen , Führerscheinprüfungen, mittlerer Reife Prüfungen und allen anderen Prüfungen den Prüflingen auch die Prüfung ersparen.
Dann sind alle gleich.

W.gambler schrieb am 24.03.2020 um 16.37 Uhr:
Na das läuft ja super. Freitags nicht zur Schule gegangen, obwohl es bei diesem Bericht steht, wir haben Schulpflicht. Jetzt wird die Faulheit noch unterstützt, ein ABI ohne Prüfung. Sollen sie doch einfach dann die Prüfung machen wenn die Schule wieder öffnet, bis dahin haben sie Zeit zu lernen. Prüfen kann man auch während der Schulferien im Sommer. Achso, geht ja doch nicht, dann hätten ja die Lehrer keine unzähligen Wochen Urlaub.

Dirk S schrieb am 24.03.2020 um 18.01 Uhr:
Ich versteh gar nicht, wie die Bildungsministerin von SH, Frau Prien, überhaupt auf so eine komische Idee kommen kann.
Zur Zeit ist so viel Zeit für die Jugend, sich auf das Abi vorzubereiten.
Selbst am Freitag ist jetzt Zeit, die fridays for future Demos sind ja erstmal abgesagt.
Mein Eindruck ist aber eher, dass die Jugendlichen die derzeitige Situation als willkommene zusätzliche Ferien ansehen.
So ist das aber nicht.
Das sollte ihnen mal klar gemacht werden.

Derek schrieb am 24.03.2020 um 19.30 Uhr:
Da bei den meisten sowieso genau dasselbe rauskommt wie bei den Zeugnisnoten finde ich diese Maßnahme gut und richtig in solchen Zeiten. Die Personen, die sich verbessern wollen können sich ja optional freiwillig melden um die Prüfung zu schreiben. Dann kann dank weniger Teilnehmern auch gewährleistet werden, dass nur 2 Leute Kontakt haben, nämlich Prüfling und Lehrer. Kontaktverbot eingehalten.

Sergej schrieb am 24.03.2020 um 20.56 Uhr:
Woher kommt die Verachtung, welcher hier den Abiturjahgängen entgegen schlägt?
Glaubt Ihr ernsthaft, das diese Schüler jetzt gerade Freizeit im Kopf haben? In den letzten Fragen haben Schülervertreter zurecht gefragt, wie sie sich bei den ganzen Unterrichtsausfall aufs Abi vorbereiten können, da nicht alles Online geht. Das gemeinsame Lerrnen, mit gegenseitiger Unterstützung fehlt. Nachfrage ist nur eingeschränkt möglich. Rund um Ostern sind in der Regel die Prüfungen damit Ende Mai/ Anfang Juni das Abi vergeben werden können. Das brauchen die Schüler für die Uni Bewerbungen..
Damit hier nicht ein Jahr verschenkt wird, werden pragmatische Lösungen erwogen.

Otto Schneider schrieb am 24.03.2020 um 21.40 Uhr:
Dieser Denkansatz von Seiten Frau Priens ist durch als Hinweis zu verstehen, dass ganz sicher die Schulen nach dem 19.4. noch nicht wieder geöffnet werden können, weil die Pandemie noch immer nicht abgeklungen sein wird.
Wie auch?!

Von daher sind kreative und technische Ideen gefragt, wie Abitursabsolventen zu ihrem Abschluss, zu ihren Prüfungen, kommen können.
Niemand möchte mit einem Notabitur sich weiter bewerben und Wettbewerbsnachteile erfahren müssen.

Das ist im Sinne aller, dass eine adäquate Abiturprüfung realisiert wird.

Jannis schrieb am 24.03.2020 um 22.29 Uhr:
Jetzt fehlt nur noch die Finanzminister mit der Überschrift:

Einkaufen ohne zu bezahlen.

Wollen die Politiker jetzt nur noch positiv von sich reden machen.

Man erwartet in jetzige Zeit Vernunft von der Bevölkerung.
Bitte liebe Politiker, lebt es uns doch vor, statt genau das Gegenteil zu machen.

Dirk S schrieb am 24.03.2020 um 23.51 Uhr:
@Sergej
Ich wüsste nicht, dass wir uns kennen.

Hier geht es nicht um Verachtung gegenüber denen, die das Abitur ablegen sollen, wollen oder was auch immer. Das sind einfach nur Fakten, die ich täglich aus dem direkten Umfeld mitbekomme.

Ich hätte aber einen Vorschlag.
Für die drei Wochen, die jetzt für alle Schüler "FREI" sind können doch die Sommerferien gekürzt werden. Dann ist genug Luft, die Abiprüfungen geordnet über die Bühne zu bringen.

Hardin Tenger schrieb am 25.03.2020 um 08.55 Uhr:
@ Derek>>
Sorry, aber dieser Prien Flop würde als "Corona Abi" in die Annalen eingehen. Ganz sicher würde es auch als Minuspunkt in zukünftigen Bewerbungen etc. bewertet.
Wenn überhaupt, dann wäre eine 1:1 Prüfung (Prüfling <> Lehrkraft) ratsam.
Auch in diesem Fall sehe ich einmal mehr den S-H MP Günther in der Pflicht.
Nebenbei, wie halten die Bayern es mit dem Abi ?

Thomas schrieb am 25.03.2020 um 09.27 Uhr:
Ich weiß gar nicht warum sich darüber Leute aufregen. 1966/67 gab es das Kurzschuljahr, zwei Klassen in einem Jahr wurden gemacht. Und es nicht geschadet. So wird es auch mit einer ausgefallenen Abiprüfung sein, es wird nicht schaden. Letztendlich sagen solche Zensuren/Prüfungen nichts über das spätere Leben aus. Es zeigt nur den momentanen Stand des Wissens an und ob man komplexe Themen begreifen kann.

Hardin Tenger schrieb am 25.03.2020 um 11.08 Uhr:
@ Thomas >>
Is`ja gut.
Aber Freude gibt jedes erreichte Ziel. Und so verhält es sich auch mit dem "bestandenen Abi". Man sollte die harte Realität einer pers. Entscheidung für sein zukünftiges Berufsbild ( Schule > Ausbildung > Abi > Studium >>> ) nicht von schwachen Gemütern verklären lassen.
Ein "Corona Abi" oder gar NIX ist wie Salami ohne Esel. Dann machen wir doch ganz einfach den Führerschein am PC.
Ganz ehrlich, als Unternehmer schaue ich mir schon den "Werdegang" gerade eines jugendlichen Bewerbers an. Sicher, Zeugnisse sind da nicht unbedingt das entscheidende Kriterium, aber .....
Nebenbei, Bewerber mit einem "Bayern Abi" haben meistens den "ersten Zugriff" !

Mia Großmann (eMail: mail@busarinya.de) schrieb am 25.03.2020 um 12.19 Uhr:
Prüfungsnoten geben aktuelle Tagesleistungen (wenn auch mit langer Vorbereitung und Übung) wieder. Entsprechen unsere Gesamtleistungen im Verlauf des Jahres (oder der letzten beiden Jahre) nicht viel mehr einer für alle gerechten Abschlussnote als eine einzige Klausur oder Prüfung? Ich halte den Vorschlag von Frau Prien für eine der Situation sehr angemessene und überhaupt nicht ungerechte Lösung.

Greta Tuna schrieb am 25.03.2020 um 15.47 Uhr:
@ Thomas

Mit Verlaub, Kurzschuljahre waren schlimm.

Viele Kinder waren viel zu jung, hatten keine gute Lernbasis, sind später ein Jahrgang zurückgegangen, weil eben genau die Zeit zum nachhaltigen Lernen fehlte.

Ja, sie haben es überstanden, überlebt.
Mehr nicht!

Ergo ist dieses/Ihr Argument nicht geeignet für ein "Notabitur", mit jenem man ein Leben lang herumlaufen muss.


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