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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 29. März 2020






Lübeck:

Erweiterte Öffnungszeiten für Apotheken

Alle Apotheken und Tankstellen haben die Möglichkeit an allen Sonn- und Feiertagen zu öffnen. Für Apotheken und Tankstellen ist somit die Öffnung am Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag gestattet.

Um die großflächige Unterbrechung, Eindämmung bzw. Verzögerung der Ausbreitung des Coronavirus zu erreichen, wurden in den vergangenen Tagen viele Geschäfte des Einzelhandels geschlossen. Nachdem am 19.03.2020 bereits eine Allgemeinverfügung erlassen wurde, die es bestimmten vom Verbot ausgenommenen Verkaufsstellen erlaubte, ihre Geschäfte auch an Sonntagen zu öffnen, erlässt die Hansestadt Lübeck am 25. März 2020 eine neue Allgemeinverfügung, die die Ladenöffnungszeiten von Apotheken und Tankstellen erweitert.

Außerdem dürfen nachfolgende Verkaufsstellen an Feiertagen nicht öffnen, das heißt: Die Verkaufsstellen dürfen am Karfreitag und am Ostermontag nicht öffnen, wohl aber am Ostersonntag von 11 bis 17 Uhr: Einzelhandel für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Sanitätshäuser, Drogerien, Poststellen, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, Lebensmittelausgabestellen (Tafeln) und der Großhandel.

Diese neue Allgemeinverfügung ersetzt die Allgemeinverfügung der Hansestadt Lübeck über die Öffnung bestimmter Verkaufsstellen an Sonntagen vom 19.03.2020. Diese Maßnahmen gelten bis einschließlich 19. April 2020.

Die Allgemeinverfügung im Wortlaut

Allgemeinverfügung des Bürgermeisters der Hansestadt Lübeck über die Öffnung von bestimmten Verkaufsstellen an Sonntagen
Gemäß § 11 des Gesetzes über die Ladenöffnungszeiten des Landes Schleswig-Holstein (Ladenöffnungszeitengesetz - LÖffZG) in Verbindung mit § 106 Abs. 2 Allgemeines Verwaltungsgesetz für das Land Schleswig-Holstein (Landesverwaltungsgesetz - LVwG) wird folgende Allgemeinverfügung erlassen:

Abweichend von § 3 Abs. 2 Ziffer 1 des Ladenöffnungszeitengesetzes dürfen folgende Verkaufsstellen an Sonntagen in der Zeit von 11 bis 17 Uhr für den geschäftlichen Verkehr mit Kunden geöffnet sein: Einzelhandel für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Sanitätshäuser, Drogerien, Poststellen, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, Lebensmittelausgabestellen (Tafeln) und der Großhandel. An Feiertagen ist die Öffnung für diese Verkaufsstellen nicht gestattet. Das bedeutet konkret, die Verkaufsstellen dürfen am Karfreitag und am Ostermontag nicht öffnen, wohl aber am Ostersonntag.

Abweichend von § 3 Abs. 2 Ziffer 1 des Ladenöffnungszeitengesetzes dürfen Apotheken und Tankstellen an Sonn- und Feiertagen ganztägig für den geschäftlichen Verkehr mit Kunden geöffnet sein. Alle Apotheken und Tankstellen haben die Möglichkeit an allen Sonn- und Feiertagen zu öffnen. Für Apotheken und Tankstellen ist somit die Öffnung am Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag gestattet.

Wie § 4 Absatz 1 der SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung vom 23. März 2020 normiert, haben die Verkaufsstellen in geeigneter Form auf die aktuellen Hinweise zu Hygienemaßnahmen des Robert-Koch-Institutes hinzuweisen und diese umzusetzen.

Diese Allgemeinverfügung gilt sofort ab dem Zeitpunkt der Bekanntmachung bis einschließlich Sonntag, den 19. April 2020. Die Allgemeinverfügung der Hansestadt Lübeck über die Öffnung bestimmter Verkaufsstellen an Sonntagen vom 19.03.2020.wird aufgehoben.

Gemäß § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 VwGO wird die sofortige Vollziehung dieser Verfügung angeordnet.

Begründung

Vor dem Hintergrund der sehr dynamischen Verbreitung und von Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Virus und Erkrankungen an COVID-19 müssen unverzüglich umfänglich wirksame Maßnahmen zur Verzögerung der Ausbreitungsdynamik und zur Unterbrechung von Infektionsketten ergriffen werden. Weitreichende effektive Maßnahmen sind dazu dringend notwendig, um im Interesse des Gesundheitsschutzes die dauerhafte Aufrechterhaltung der wesentlichen Funktionen des Gesundheitssystems sowie der öffentlichen Sicherheit in Schleswig-Holstein soweit wie möglich sicherzustellen. Dazu dient auch die Schließung aller Verkaufsstellen an Werktagen mit Ausnahme der in § 4 Absatz 1 der SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung vom 23. März 2020 angegebenen Verkaufsstellen. Damit soll unter anderem die großflächige Unterbrechung, Eindämmung bzw. Verzögerung der Ausbreitung des neuen Erregers im Land erreicht werden. Mit den vom Verbot ausgenommenen Verkaufsstellen soll die notwendige Grundversorgung mit den Waren des täglichen Ge- und Verbrauchs gewährleistet werden.
Rechtsgrundlage für die getroffene Maßnahme ist § 11 Ladenöffnungszeitengesetz (LÖffZG). Danach können in Einzelfällen befristete Ausnahmen von den Vorschriften der §§ 3 bis 9 des LÖffZG bewilligt werden, wenn die Ausnahmen im öffentlichen Interesse erforderlich werden. Nach § 3 Abs. 2 Ziffer 1 des LÖffZG müssen Verkaufsstellen für den geschäftlichen Verkehr mit Kunden an Sonn- und Feiertagen geschlossen sein. Mit dieser Allgemeinverfügung soll dieses Verbot nur für einen bestimmten Kreis von Verkaufsstellen aufgehoben werden und zwar von den näher bezeichneten, die bereits vom werktäglichen Schließungsverbot ausgenommen sind. Hierdurch soll die Zeitspanne vergrößert werden, in denen Kunden notwendige Waren des täglichen Ge- und Verbrauchs einkaufen können. Dieses ist im öffentlichen Interesse erforderlich, da dadurch die Anzahl von Kunden, die sich gleichzeitig in einer Verkaufsstelle befinden, verteilt und insofern wirksamer vor Ort reduziert werden kann. Es dient der erforderlichen Kontaktreduzierung im Hinblick auf die Verbreitung von Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Virus und Erkrankungen an COVID-19. Andere Verkaufsstellen, deren Angebote angesichts der jetzigen Situation nicht für die Versorgung der Bevölkerung notwendig sind, bleiben geschlossen.

Die umfänglichen und differenzierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung in besonderen Bereichen der Gesellschaft dienen der Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des derzeit durch das Influenza-Geschehen hoch beanspruchten Gesundheitssystems über einen absehbar längeren Zeitraum hinaus.

Diese neue Allgemeinverfügung ersetzt die Allgemeinverfügung der Hansestadt Lübeck über die Öffnung bestimmter Verkaufsstellen an Sonntagen vom 19.03.2020 (bekanntgemacht auf der Internetseite der Hansestadt Lübeck am 19.03.2020), da sie für Apotheken und Tankstellen zeitlich noch weitreichender ist. Die Befristung auf den 19.04.2020 trägt dem Umstand Rechnung, dass bis zu diesem Termin möglicherweise eine Normalisierung der Kontaktreduzierung eintreten kann.

Die Anordnung ist gemäß § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 Verwaltungsgerichtsordnung sofort vollziehbar. Die sofortige Vollziehung ist im öffentlichen Interesse angeordnet, da es notwendig ist, kurzfristig zu einer Verzögerung der Ausbreitungsdynamik und zur Unterbrechung von Infektionsketten zu kommen.

Apotheken dürfen in Lübeck an allen Feiertagen öffnen. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Apotheken dürfen in Lübeck an allen Feiertagen öffnen. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 137218   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 25.03.2020 20.07

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Kommentare zu diesem Text:

Bernd Lüders schrieb am 26.03.2020 um 06.37 Uhr:
Die Apotheken wurden in den letzten Tagen von Hamstereinkäufern genauso überrannt, wie Aldi / Lidl und Co. Wäre es da nicht angebracht, auch dieser Berufsgruppe mal eine Verschnaufspause zu gönnen?

Cat schrieb am 26.03.2020 um 09.05 Uhr:
was soll denn das????
Die meisten Leute sind eh zu Haus und gammeln rum. WIESO sollen da noch Apotheken Sonntags öffnen?????

Jettzt ist wirklich genug Zeit einkaufen zu gehen und Besorgungen zu machen. Danach soll man gefälligst mit dem A... zu Haus bleiben.

Gebt den Leuten nicht noch mehr Möglichkeiten an Feiertagen und Sonntagen offiziell einkaufen zu gehen.


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