Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 2. Juli 2020






Lübeck:

Gestärkt und getröstet durch die Krise

Archiv - 18.04.2020, 09.06 Uhr: An der aktuellen Krisenlage kann niemand etwas ändern. Aber wir haben die Chance uns zu ändern, um gestärkt und getröstet durch diese Zeit zu kommen, schreibt Pastorin i.R. Ellen Naß in ihren Gedanken zum Wochenende.

Eigentlich gehe ich in diesen Tagen kaum aus dem Haus, aber als ich in der letzten Woche doch einmal unterwegs war, fiel mir auf dem Fußweg etwas auf. Jemand hatte dort mit Pflasterkreide etwas geschrieben. Ich hatte vorher schon einmal Kinderzeichnungen gesehen, aber hier hatte jemand etwas geschrieben, wunderschön, mit Herzchen über den „i“ statt eines Punktes.

Als ich es las, stellte ich fest, dass jemand ein Bibelzitat auf den Asphalt geschrieben hatte. Er/ sie hatte sogar die Bibelstelle angegeben, so dass ich es zuhause nachlesen konnte. Es war ein Vers aus Psalm 118, ein Psalm, den ich sehr liebe.

Darin gibt es nämlich das Wort: „Dies ist der Tag, den der Herr macht, lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein.“ Dieses Bibelwort ist für mich immer wieder Ermahnung und Erinnerung, jeden Tag als von Gott geschenkt anzusehen, mich an diesem Tag zu freuen und dankbar zu sein, dass ich ihn erleben darf – und eben DIESEN Tag, nicht gestern, vorgestern oder morgen. Die Römer sagten: Carpe diem, pflücke den Tag, der Gedanke, dass jeder Tag ein Geschenk Gottes ist, macht ihn aber noch wertvoller.

Nun leben wir in den Zeiten von Corona, in denen wir ja nicht nur entweder gelangweilt zu Hause sitzen oder völlig überfordert – je nach Beruf – vor Arbeit kaum noch wissen, wie wir das alles schaffen sollen. Zusätzlich müssen wir noch Angst haben vor einer möglicherweise schweren, wenn nicht sogar tödlichen Krankheit. Da kann man sich dann völlig zu Recht fragen, ob das Tage sind, die Gott gemacht hat, Tage, an denen wir fröhlich sein können und uns freuen.

Diesen Vers aus Psalm 118 hatte jene/r Unbekannte auch gar nicht auf den Fußweg geschrieben. Er hatte ein anderes Wort genommen: „In der Angst rief ich den Herrn an; und der Herr erhörte mich und tröstete mich.“

Das passt scheinbar viel besser in diese schwere Zeit. Denn mit Angst ist nicht nur gemeint, dass wir uns vor etwas fürchten, obwohl man ja Angst hat, man könnte Covid 19 bekommen. Ich habe Schilderungen von Angehörigen Erkrankter gehört, wenn man eine schwere Form der Erkrankung bekommt, dann leidet man sehr. Davor kann man schon Angst haben.

Aber Angst in der Bibel steht noch für viel mehr. Es steht für alles, was uns belastet. Dazu gehört auch die Arbeitsüberlastung, die Angst, ob man durchhält. Dazu gehört auch die Langeweile und die Enge zuhause und die Angst, ob das verminderte Einkommen durch diese Zeit reicht.

In dieser Angst, so sagt uns Psalm 118, können wir Gott anrufen. Wir können Ihm unsere Not schildern, egal, was es ist. Gott hört uns. Er hat dafür Verständnis. Er tröstet uns.

Dadurch muss sich die Situation nicht unbedingt ändern. Wenn wir vom Lockdown betroffen sind, werden wir es bleiben, wenn wir im Krankenhaus, im Pflegeheim oder im Supermarkt viel arbeiten müssen, werden wir es weiterhin müssen. Ob wir krank werden, kann uns niemand sagen. Die Situation ändert sich nicht, aber wir ändern uns, können besser mit dieser schlimmen Situation umgehen, sind gestärkt und getröstet.

Vielleicht entdecken wir sogar neue Fähigkeiten und Interessen in uns, in den Menschen um uns herum, von dem wir vorher nichts gewusst haben. So wird uns diese schwere Zeit, diese Zeit der Angst, durch Gottes Hilfe zu einer Zeit des Segens statt des Fluchs. Deswegen bin ich der/dem unbekannten SchreiberIn dankbar, dass er/ sie mich erneut erinnert haben.

Wenn wir Gott um Hilfe bitten, Er uns hört und uns tröstet, dann sind die Zeiten immer noch schwer. Aber weil Gott bei uns ist, wir das merken, können wir dann trotzdem sagen, wie der Beter dieses Psalms es sagen könnte: Dies ist der Tag, den der Herr macht, lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein.

Pastorin i.R. Ellen Naß verfasst die Gedanken zum Wochenende im Wechsel mit Heinz Rußmann.

Pastorin i.R. Ellen Naß verfasst die Gedanken zum Wochenende im Wechsel mit Heinz Rußmann.


Text-Nummer: 137651   Autor: red.   vom 18.04.2020 09.06

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++  +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.