Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 5. Juli 2020






Lübeck:

TH: Mit dem 3D-Drucker gegen die Pandemie

Archiv - 27.04.2020, 17.11 Uhr: Scheinbar ruht der Campus der Technischen Hochschule Lübeck im Zeichen der Corona-Pandemie. Hinter den Kulissen aber und für die Außenwelt nicht ersichtlich wird der Hochschulbetrieb digital weitergeführt. Das Semester wird digital fortgeführt, sogar mit einigen praktischen Übungen.

Nicht nur in der Lehre trügt die scheinbare Ruhe, auch in einigen Laboratorien wird mit breiter Zustimmung durch die Hochschulleitung eigeninitiativ an der Unterstützung im Kampf gegen das Virus gearbeitet. Was jetzt zur Eindämmung der Pandemie hilft, ist natürlich besonders gefragt.

Auf Initiative von Dr. Christian Damiani aus der Biomedizintechnik, Fachbereich (FB) Angewandte Naturwissenschaften und Felix Harden aus der Additiven Fertigung, FB Maschinenbau/ Wirtschaft (M/W), haben sich Mitarbeiter der TH Lübeck zusammengeschlossen, die an der TH befindlichen 3D-Drucker ermittelt und begonnen mit diesen Kapazitäten medizinische Hilfsgüter im 3D-Druck herzustellen. Die dringend benötigten Masken und Gesichtsschutz werden als Spende an gemeinnützige Hilfsorganisationen vergeben.

Eine erste Einrichtung, der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein e.V., hat bereits Kontakt zur TH aufgenommen. "Wir arbeiten daran, die Mund-Nasen-Bedeckungen auch für Kindergrößen zu programmieren und sind sicher, dass wir das hinbekommen!", sagt Ingenieur Harden zu der Anfrage.

"Mit meinem Kollegen Christian Damiani haben wir den Stein ins Rollen gebracht. Er hat die theoretischen Hintergründe genauer beleuchtet und eine Liste sinnvoller und empfohlener Hilfsgüter erstellt", erzählt Felix Harden über den Anfang des ehrenamtlichen Engagements.

Gemeinsam haben sie angefangen, die rechtlichen und organisatorischen Bedingungen zu klären und sich auf die Optimierung dringend benötigter Masken und Gesichtsschutz (Face Shields) mittels 3D-Druck zu fokussieren. Daraus ist dann ein neues Maskendesign entstanden und kleine Veränderungen an den Face-Shields sollten die Produktionskapazitäten erhöhen.

"Mit dem Kontakt zu Nele Kraeher, Dipl.-Architektin in der Baukonstruktion im FB Bauwesen, haben wir den Zugang zu sieben Prusa i3 MK3 Druckern bekommen, sodass wir auf neun TH-Geräten gleichzeitig produzieren können. Die ersten finanziellen Mittel für die Materialbeschaffung hat uns das Dekanat M&W für rund 400 Face-Shields zur Verfügung gestellt. Bis diese eintreffen, produzieren wir aus Laborvorräten", freut sich Harden über die Unterstützung aus dem Präsidium und den Fachbereichsleitungen.

Seit Mitte April produzieren sie die Face Shields und Masken im 3D-Druck, die als Spenden an gemeinnützige Einrichtungen wie das Deutsche Rote Kreuz und die Malteser Hilfsdienst die TH Lübeck verlassen sollen. Wenn alles störungsfrei verläuft, schaffen es die Ingenieure bei einer Nutzungszeit von acht Stunden rund 30 Masken oder 60 Face Shields am Tag herzustellen.

Jetzt arbeiten sie daran, die Stückzahl zu erhöhen. "Ich optimiere unsere Nutzungsdauer, sodass wir auch über Nacht produzieren können, was unsere Kapazitäten natürlich massiv erhöhen würde", sagt der Maschinenbauingenieur Harden.

Zusammen mit Stefan Bollmann, stellvertretender Werkstattleiter, ist er täglich vor Ort, um Visiere zu schneiden, die 3D-Drucker mit Material zu bestücken, Druckaufträge zu starten und zu überwachen und fertige Teile vom Drucker zu entnehmen. Nebenbei und wenn Zeit ist, nimmt er weitere Optimierungen an den Modellen vor, natürlich unter Einhaltung aller geltenden Hygiene-, Gebäudezutritt- und "Social Distancing" –regeln.

"Pro Face-Shield brauchen wir rund eine Stunde, bei den Masken das Doppelte, also zwei Stunden. Damit kommen wir, wenn es gut läuft, täglich auf etwa zehn, beziehungsweise fünf Stück pro Drucker. Ich versuche das Design zu verbessern und den Leerlauf über Nacht zu minimieren, sodass wir längere Nutzungszeiten für die Drucker herausholen können. Der genaue Bedarf ist uns nicht bekannt. Wir wissen nur so viel, dass der Bedarf an Hilfsgütern aktuell nicht gedeckt werden kann und somit hilft jedes Teil", sagt Felix Harden.

Laboringenieur M.Sc. Felix Harden mit einem Face Shield. Foto: TH

Laboringenieur M.Sc. Felix Harden mit einem Face Shield. Foto: TH


Text-Nummer: 137840   Autor: TH   vom 27.04.2020 17.11

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++  +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


Kommentare sind am Wochenende leider nicht möglich.

HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.