Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 5. August 2020






Lübeck:

Stadt und Polizei: Drogentreff erfolgreich aufgelöst

Archiv - 30.04.2020, 16.26 Uhr: Am 28. Oktober 2019 haben der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Jan Lindenau, und der Leiter der Polizeidirektion Lübeck, Norbert Trabs, eine gemeinsame Sicherheitspartnerschaft mit dem Hauptziel der nachhaltigen Auflösung der offenen Drogenszene am Lübecker Krähenteich unterzeichnet. Jetzt zogen sie Bilanz: Die Aktion war erfolgreich, der Drogentreff besteht nicht mehr. Die Szene habe sich auch nicht an einer anderen Stelle neu versammelt.

Die Bilanz der letzten sechs Monate intensiver Zusammenarbeit zwischen Stadt, Polizei und Hilfsorganisationen fällt positiv aus: Die bis zum April 2020 vereinbarten Ziele wurden erreicht. Die seit vielen Jahren existierende offene Drogenszene Am Krähenteich mit ihren negativen Begleiterscheinungen wurde aufgelöst. Den betroffenen drogenabhängigen Menschen werden angepasste Unterstützungsangebote gemacht, die sukzessiv weiter ausgebaut werden.

Der polizeiliche Schwerpunkt der Maßnahmen der Sicherheitspartnerschaft lag und liegt auf der Durchführung von Schwerpunktkontrollen, sichtbarer polizeilicher Präsenz und einer intensiven Ermittlungsarbeit. Vor diesem Hintergrund konnten Erkenntnisse insbesondere über die Dealerszene und Tatverdächtige gewonnen, mehrere Haftbefehle erwirkt und komplexe Ermittlungsverfahren eingeleitet werden.

Dazu Norbert Trabs, Leiter der Polizeidirektion Lübeck: "Auch aus polizeilicher Sicht war es richtig, nicht länger die negativen Begleiterscheinungen der offenen Drogenszene zu tolerieren, sondern stattdessen gemeinsam konkrete Alternativen und Hilfeangebote aufzuzeigen und entsprechend zu handeln. Dass wir die vereinbarten Ziele unserer Sicherheitspartnerschaft erreicht haben, hat uns viel Zeit, intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten und den verstärkten Einsatz von Personal abverlangt. Unsere gezielten Kontrollen setzen wir lageabhängig fort, um das Sicherheitsgefühl weiter zu stärken und Kriminalität einzudämmen." Durch veränderte Präventionsarbeit, gezielte Kontrollen von Stadt und Polizei sowie die Intensivierung von Ermittlungen sei die Etablierung der Szene an anderen Orten verhindert worden.

Parallel zu den polizeilichen Ergebnissen habe die Hansestadt Lübeck selbst einen entscheidenden Teil dazu beigetragen, die offene Drogenszene am Krähenteich aufzulösen, so die Stadtverwaltung. Ein wesentliches Element war die stufenweise Umgestaltung des ehemaligen Treffpunktes:Der Beschnitt von Pflanzen und Hecken, der Austausch des Bodens und die Installation von Bänken hat dazu geführt, dass der Platz in einem völlig neuen Licht erscheint und wieder für alle Bürgerinnen und Bürger angstfrei nutzbar ist. Im Zuge der weiteren, langfristigen Planung im Rahmen der Stadtentwicklung sollen auch die Anwohnenden in den weiteren Gestaltungsprozess mit eingebunden werden.

„Neben den Veränderungen des räumlichen Umfeldes steht die Hilfe für die suchtkranken Menschen im Fokus. Deshalb freue ich mich, dass es gelungen ist, das Streetworkangebot der neuen Situation anzupassen, es stufenweise auszuweiten und in Kürze auch durch ein Street-Mobil zu stärken. Das Angebot zum Spritzentausch wird weiterhin gut angenommen, weshalb wir das Budget für dieses Angebot erhöht haben. Gemeinsam mit der AWO planen wir nun ein erweitertes Angebot des Tea&Talk. Ich danke allen Beteiligten für das konstruktive Zusammenwirken“, so Bürgermeister Jan Lindenau.

Die Anzahl der Streetworker wird aufgestockt, erste Auswahlgespräche haben stattgefunden. Für die AWO Drogenhilfe gibt es zudem den offiziellen Auftrag durch die Stadt Lübeck, die Arbeit der Streetworker mit dem geplanten StreeMo (Street Mobil) zu unterstützen. Das Fahrzeug ist mittlerweile gekauft worden und befindet sich jetzt im Umbau. Danach wird es nach Lübeck überführt und mit dem Personal, das zum 1. Mai 2020 bereitsteht, besetzt. Das StreeMo wird im Mai 2020 seine Arbeit aufnehmen. Es soll dann zunächst vorrangig die Altstadtinsel und deren Umfeld, wie auch den Bahnhof, anfahren und dort regelmäßige Beratung und Spritzentausch für Suchterkrankte anbieten. Zu einem späteren Zeitpunkt soll der Einsatzradius auf die gesamte Hansestadt Lübeck erweitert werden.

„Bereits jetzt tauschen wir pro Jahr zwischen 50.000 und 60.000 Spritzen in Lübeck. Mit dem StreeMo können wir diese lebenserhaltende Maßnahme, auch zum Schutz der Bevölkerung, erweitern“, sagt Karin Mechnich, Leiterin der AWO Drogenhilfe Lübeck.

"Fakt ist, dass die offene Drogenszene am Krähenteich erfolgreich aufgelöst wurde und Hilfsangebote für die Betroffenen geschaffen wurden. Fakt ist aber auch, dass die Sicherheitspartnerschaft an dieser Stelle nicht endet, im Gegenteil", teilen Stadt und Polizei mit. "Um auch in Zukunft den Veränderungen, Herausforderungen und neuen Phänomenen mit Bezug zur offenen Drogenszene erfolgreich entgegenzutreten, werden die Hansestadt Lübeck, die Polizeidirektion Lübeck und die Hilfsorganisationen auch über die Sicherheitspartnerschaft hinaus weiter gemeinsam intensiv zusammenarbeiten."

„Die Sicherheitspartnerschaft ist der richtige Weg die operativen Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Bis hierhin waren wir erfolgreich. Um auch in Zukunft gut miteinander zu wirken, ist das Umsetzungskonzept die richtige Basis für die Zukunft“, betont Innensenator Ludger Hinsen. Dazu wurde durch die Sicherheitspartnerschaft aus den Bereichen Soziale Sicherung, Jugendarbeit, Stadtplanung, Stadtgrün und Verkehr sowie dem Ordnungsamt und der Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Stadtverkehr, der Polizei und DB Sicherheit und weiteren Sozialpartnern ein Konzept mit mittel- und langfristigen Maßnahmen sowie nachhaltigen Strategien erarbeitet, wie auch künftig dem Phänomen einer offenen Drogenszene und den damit einhergehenden Begleiterscheinungen entgegengewirkt werden soll. Besondere Berücksichtigung finden dabei neue Hilfsangebote für Betroffene und die intensive Information und Aufklärung der Bevölkerung.

Die Drogenszene ist weg: Stadt und Polizei ziehen eine positive Bilanz. Foto: JW

Die Drogenszene ist weg: Stadt und Polizei ziehen eine positive Bilanz. Foto: JW


Text-Nummer: 137901   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 30.04.2020 16.26

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++  +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.