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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 5. Juli 2020






Lübeck:

HL historisch: 2. Mai 1945 – Entscheidungstag für Lübeck

Archiv - 02.05.2020, 14.55 Uhr: Ein Entscheidungsstunde schlug für Lübeck heute vor 75 Jahren. Die Armeen der Sowjets und der Briten rückten immer näher an Norddeutschland heran. Churchill wollte Lübeck auf jeden Fall vor den Sowjets erreichen. Zum Stadtkommandanten war der schwer kriegsversehrte Generalmajor Kurt Lottner ernannt worden. Er rettete die Stadt, die von Flüchtlingen überfüllt war.

Das alles hatte sich die Wehrmacht ganz anders vorgestellt. Aus Berlin gab es einen Führerbefehl, Lübeck bis zum letzten Mann und zur letzten Patrone zu verteidigen. Am 1. Mai traf der führertreue General Hans Gollnick in der Stadt ein. Aber schon im April hatte sich Kurt Lottner, der kriegsverletzt in Bad Schwartau lebte, bereit erklärt, die Verteidigung zu übernehmen.

Lottners Plan war keineswegs die Verteidigung bis zur letzten Patrone. Im Gegenteil, Er wollte die Bevölkerung retten. Zur Verteidigung hatte er sowieso nur Hilfstruppen, Volkssturm und Hitlerjugend. Lübecks Brücken und Kaianlagen waren mit Sprengladungen versehen. Sie sollten dem Feind nicht in die Hände fallen. Lottner hatte an die 60 Sprengladungen entfernen lassen.

General Hans Gollnick tobte, als er am 1. Mai davon erfuhr. Er drohte, Lottner erschießen zu lassen, sobald er Truppenverstärkung in Lübeck erhalten hatte. Es begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Die entscheidende Stunde schlug am 2. Mai um 14 Uhr. Die Briten hatten Lübeck erreicht. Da sie mit Widerstand rechneten, wurde die Stadt beschossen.

Kurt Lottner begab sich in britische Gefangenschaft und erklärte die Situation. Wohl nur dadurch rettete er Tausende von Menschen in der Stadt und sein eigenes Leben. Allerdings musste er zwei Jahre in britischer Gefangenschaft leben, kam erst 1947 wieder frei. Einzelheiten über die Schicksalstage von Lübeck hat der britische Historiker Arthur Geoffrey Dickens in seinem „Luebeck Diary“, seinem „Lübeck Tagebuch“ festgehalten.

Dem gefangenen Lottner sagte ein britischer Offizier: „Wäre es zum Kampf gekommen – unsere Bomber standen bereit.“ 1948 – Lottner lebte seit 1947 wieder in Bad Schwartau – ersuchte er die Stadtverwaltung, ihm eine Anstellung zu geben. Sie wurde ihm verweigert. Kurt Lottner starb im März 1957 in Bad Schwartau. General Hans Gollnick überlebte ihn. Er starb 1970 in Hamburg.

Am 2. Mai 1945 endete in Lübeck der Krieg. Ein mutiger General rettete die Stadt vor weiterer Zerstörung. Foto: Stadtarchiv

Am 2. Mai 1945 endete in Lübeck der Krieg. Ein mutiger General rettete die Stadt vor weiterer Zerstörung. Foto: Stadtarchiv


Text-Nummer: 137930   Autor: TD   vom 02.05.2020 14.55

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