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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 5. Juli 2020






Schleswig-Holstein:

Landesverwaltung soll CO2 reduzieren

Archiv - 05.05.2020, 13.23 Uhr: Das Kabinett hat am Dienstag die Strategie zum Erreichen der Klimaschutzziele der Landesverwaltung beschlossen. Ziel ist es, die Treibhausgas-Emissionen der Landesverwaltung bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren.

Das bedeutet die Absenkung der jährlichen Treibhausgas-Emissionen von derzeit rund 136.000 Tonnen CO2 jährlich auf 7000 bis 27.000 Tonnen CO2 im Jahr 2050. Darüber hinaus soll die Strom- und Wärmeversorgung der Landesliegenschaften bis 2050 CO2-frei erfolgen. Die Klimaschutzstrategie für die Landesverwaltung folgt den Vorgaben aus dem Energiewende- und Klimaschutzgesetz des Landes (EWKG).

„Schleswig-Holstein ist schon lange Vorreiter bei Klimaschutz und Energiewende. Mit der Strategie ist der Anspruch verbunden, dass wir auch als Landesverwaltung beim Klimaschutz vorangehen. Das Vorhaben ist ehrgeizig, doch ich bin überzeugt, dass wir auf Grundlage der jetzt beschlossenen Strategie unsere Ziele erreichen können“, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht. Entscheidend werde sein, die Treibhausgasemissionen nachhaltig zu senken und dafür den Ausbau und die Nutzung der Erneuerbaren Energien im Strom- und im Wärmebereich auch in der Landesverwaltung konsequent voranzutreiben. Auch im Bereich von Green IT, bei der Beschaffung sowie im Bereich der Mobilität bedürfe es zahlreicher Verbesserungen.

„Als Landesverwaltung wollen wir Vorbild beim Klimaschutz sein. Mit unserer Klimaschutzstrategie bringen wir ein Modernisierungsprogramm für eine klimaneutrale und nachhaltige Landesverwaltung auf den Weg. Das ist ein großer Innovationsimpuls für unser Land, für den wir erhebliche finanzielle Mittel in die Hand nehmen“, sagte Finanzministerin Monika Heinold: „Dieses Geld ist gut angelegt, denn es hilft dem Klima und sichert Zukunft.“ Insbesondere der Modernisierung und energischen Sanierung der Landesliegenschaften komme in den nächsten Jahren große Bedeutung zu. „Mit unserem Impuls-Programm haben wir die Grundlage geschaffen, um langfristig und unabhängig von kurzfristigen konjunkturellen Entwicklungen die notwendigen Investitionsmittel bereit zu stellen. Diese vorausschauende Planung zahlt sich schon jetzt aus und wird dafür sorgen, dass der Klimaschutz in der Landesverwaltung langfristig umgesetzt werden kann.“

Die Klimaschutzstrategie für die Landesverwaltung beschreibt zahlreiche Maßnahmen, die über den gesamten Zeitraum bis 2050 umzusetzen sind. Ein wesentliches Element der Strategie ist die Einführung eines internen kalkulatorischen Berechnungswertes für Treibhausgasemissionen. Er dient als Orientierungswert für Wirtschaftlichkeitsanalysen bei zukünftigen Baumaßnahmen des Landes und ermöglicht, dass langfristig sinnvolle Maßnahmen zur Treibhausgasminderung zum Beispiel durch Energieeinsparung und Erneuerbare Energien in den Wirtschaftlichkeitsrechnungen positiv abschneiden, da es aktuell noch keinen Marktpreis dafür gibt. Eine unmittelbare Wirkung auf Investitionen außerhalb der Landesverwaltung hat die Einführung dieses Instrumentes nicht.

Die Wärmeversorgung der Landesliegenschaften soll bis 2050 ausschließlich über Erneuerbare Energien erfolgen. Dies muss mit einer umfassenden Transformation des Betriebs der Fernwärmenetze einhergehen, über die die Wärmeversorgung der Landesliegenschaften derzeit zu zwei Drittel erfolgt. Zum Stromverbrauch in Landesliegenschaften hat das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Zusammenarbeit mit Dataport und der GMSH bereits Pilotprojekte initiiert und wird weitere Energieverbrauchsmessungen durchführen. Auf dieser Grundlage plant die Landesregierung ein quantitatives Ziel für die Stromverbräuche bis zunächst bis 2030.

Der stets energieintensivere Neubau von Landesliegenschaften erfolgt künftig nur noch, wenn keine alternative Sanierung bestehender Gebäude möglich ist. Neue Bauvorhaben werden emissionsminimiert, verstärkt in Holzbauweise und nach Möglichkeit unter Verwendung von Recyclingbaustoffen errichtet.

Der IT-Betrieb des Landes erfolgt energiesparend im Twin Data Center von Dataport. Hard- und Software wird systematisch unter Berücksichtigung energetischer Aspekte angeschafft. Im Campus-Serverraum der Landesregierung wird eine Energieverbrauchsmessung durchgeführt, um den Stromverbrauch hochrechnen und Einsparpotentiale identifizieren zu können.

Der Fuhrpark der Landesverwaltung soll bis 2025 einen Anteil an E-Fahrzeugen von mindestens 20 Prozent und bis 2030 einen Anteil von mindestens 40 Prozent enthalten. Die aktuelle Corona-Krise zeigt, dass zur Vermeidung von CO2-Emissionen Dienstreisen in Zukunft deutlich reduziert werden können, wenn die technischen Möglichkeiten mit Telefon- und Videokonferenzen konsequent genutzt werden.

Im Bereich der nachhaltigen Beschaffung setzt das Land auch weiterhin fast vollständig auf Recyclingpapier. Verstärkt werden soll die Einsparung von Papier durch die weitere Digitalisierung der Landesverwaltung. Bei der Ausschreibung von Post- und Kurierdiensten werden Klimaschutzaspekte als verbindliches Kriterium eingeführt.

„Die Klimaschutzziele für die Landesverwaltung werden wir nicht durch einzelne spektakuläre Aktionen erreichen, sondern nur in der Summe aller Maßnahmen. Insofern bedarf es weiterhin intensiver Abstimmungen und Koordinierungen in der gesamten Landesverwaltung“, sagte Albrecht. In den kommenden Monaten werden die aufgezeigten Handlungsempfehlungen der Strategie weiter konkretisiert. Parallel wird ein Monitoring zur Überwachung der Fortschritte und der Entwicklung von Minderungsmaßnahmen eingerichtet.

Die Landesverwaltung soll bis zum Jahr 2050 bis zu 95 Prozent CO2 einsparen.

Die Landesverwaltung soll bis zum Jahr 2050 bis zu 95 Prozent CO2 einsparen.


Text-Nummer: 137985   Autor: MELUND   vom 05.05.2020 13.23

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