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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 5. Juni 2020






Lübeck:

Dankbarkeit für die Pflege

In ihren Gedanken zum Wochenende erinnert Pastorin i.R. Ellen Naß an Florence Nightingale, die in diesem Monat 200 Jahre alt geworden wäre. Sie widmete ihr Leben der Pflege von Kranken und Verwundeten.

Letzten Dienstag, am 12. Mai, begingen wir den internationalen Tag der Pflege. Der 12. Mai wurde deshalb für diesen Gedenktag ausgewählt, weil Florence Nightingale an diesem Tag geboren wurde. In diesem Jahr hatte sie sogar ein Jubiläum – sie wurde vor 200 Jahren geboren. Vor allem im englischsprachigen Raum wurde ihrer gedacht, aber auch bei uns wurde sie erwähnt. Sie war eine Tochter aus gutem Hause, hätte – was eigentlich die einzige Karriere für eine wohlhabende Frau im 19. Jahrhundert war – eine gute Partie machen können.

Stattdessen setzte sie sich für andere Menschen ein. Als sie hörte, unter welchen Zuständen die Soldaten des Krimkriegs in den Lazaretten versorgt wurden – in dreckigen Zelten, verschmutzten Verbänden, ohne zu essen, völlig unhygienisch, mit Ratten, Läusen und Krätze – da reiste sie mit einigen anderen Frauen auf die Krim und sorgte dafür, dass dort andere Zustände herrschten. Sie organisierte, was nötig war, immer wieder und gegen viel Widerstand, sie pflegte und sie kümmerte sich.

Zu Hause setzte sie sich dafür ein, dass Pflege ein Ausbildungsberuf wurde. Bis dahin dachte man, dass das sozusagen jede Frau einfach so konnte, und dementsprechend wurden Kranke und Verwundete versorgt. Gegen viele Widerstände kämpfte sie für Desinfektion, Hygiene, für gute Pflege. Sie kann uns allen ein Vorbild sein in dieser schweren Zeit.

Das alles tat sie aus tiefster christlicher Überzeugung. Sie wäre gern Pastorin geworden, nur war das im 19. Jahrhundert natürlich völlig undenkbar. Sie lernte Pflege bei katholischen Nonnen in Alexandria und bei den Diakonissen in Kaiserswerth in Deutschland.

Morgen feiern wir den Sonntag Rogate – Rogate bedeutet „Beten“. Viele glauben ja, dass Christen das Handeln durch Beten ersetzen, also anstatt direkt zu helfen lieber bequem zu Hause beten. Florence Nightingale hat mit ihrem Leben bewiesen, dass zu beten und zu handeln keine Gegensätze sein müssen und es auch nicht sind, sondern dass eines das andere ergänzt – wie es übrigens auch die Diakonissen, viele Orden, und viele andere Christen getan haben.

Beten und Helfen sind keine Gegensätze, sondern sollten Hand in Hand gehen. Wenn wir sehen, dass Menschen Hilfe brauchen, dann können wir ihre Not im Gebet Gott sagen. Gott wird uns sicher hören und helfen. Er erwartet aber auch, dass wir selbst nicht unsere Hände in den Schoß legen, sondern da helfen, wo es uns möglich ist.

Natürlich können wir nicht alle eine Florence Nightingale werden. Aber in der Coronazeit erleben wir gerade wieder einmal, wie wichtig gute und hilfreiche Pflege ist und wie wenig sie auch heute noch wertgeschätzt wird. Wir erleben, wie Menschen sich hilfreich verhalten können und welche sich nicht um andere kümmern.

Diese Zeit – und den Tag der Pflege, den 200. Geburtstag von Florence Nightingale - sollten wir zum Anlass nehmen, nachzudenken und unsere Gedanken im Gebet zu Gott bringen. Wir sollten nachdenken, wie dankbar wir sein können, dass es Menschen gibt, die bereit sind, anderen zu helfen und zu pflegen, sollten nachdenken, wie wir ihnen mehr Respekt und Wertschätzung entgegenbringen könnten – und wo wir selbst helfen können.

Ellen Naß erinnert an das Wirken von Florence Nightingale.

Ellen Naß erinnert an das Wirken von Florence Nightingale.


Text-Nummer: 138196   Autor: red.   vom 16.05.2020 10.10

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