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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 5. Juni 2020






Lübeck:

UKSH kooperiert mit Robert Koch-Institut

Das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (IRuN) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und das Robert Koch-Institut (RKI) kooperieren im Projekt „COVRIIN“ im Rahmen der SARS-CoV-2 Pandemie.

Ziel der Initiative ist unter anderem die Mitwirkung bei einer bundesweiten Konzeptionierung für eine strategische Patientenverlegung bei fehlenden Ressourcen gemeinsam mit Bund und Ländern sowie die Erstellung von Praxisberichten zur Versorgung komplexer Covid-19-Fälle. Hierzu wurde eine Fachgruppe Intensivmedizin/Infektiologie/Notfallmedizin am Robert Koch-Institut gegründet, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IRuN den Bereich Notfallmedizin beraten. Die Aktivität wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bis Dezember 2020 gefördert.

„Mit Blick auf das globale Ausbruchsgeschehen müssen wir für einen sich unmittelbar einstellenden Bedarf an logistischer Expertise gerüstet sein“, sagt Prof. Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Direktor des IRuN und stellvertretender Sprecher der Sektion Notfallmedizin der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). „Dabei müssen wir den Krankenhäusern in Deutschland mit fachlicher Expertise in der Infektiologie, Intensiv- und Notfallmedizin zur Beratung bei der Behandlung von leicht und schwer erkrankten Covid-19-Patienten sowie bei Fragen des Patientenmanagements beistehen.“ Um eine interdisziplinäre Beratungskapazität zu gewährleisten, beteiligen sich an der Fachgruppe Infektiologen aus dem Ständigen Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochpathogene Krankheiten und von der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie sowie Intensivmediziner aus der Sektion Respiratorisches Versagen der DIVI. Den Bereich Notfallmedizin in der Fachgruppe vertritt Prof. Dr. Gräsner.

„Insbesondere Krankenhäuser in besonders betroffenen Gebieten müssen klare Handlungsweisungen erhalten, wie steigende regionale Patientenzahlen aufzufangen und überregional zu verteilen sind“, sagt Leonie Hannappel, Leiterin Projektmanagement des IRuN. „Die Experten der interdisziplinären Fachgruppe entwickeln Konzepte, wie Kapazitätsengpässe klinisch, infektiologisch und logistisch aufgefangen werden können.“

Das UKSH verfügt als eines der größten europäischen Krankenhäuser über das gesamte Spektrum der modernen Medizin. Das campusübergreifende IRuN verantwortet die notfallmedizinische Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Qualitätssicherung der innerklinischen Notfallversorgung und steht als koordinierende Einheit bei Schadens- sowie Krisenlagen bereit.

Das UKSH kooperiert bei der Erarbeitung eines Pandemie-Konzeptes mit dem RKI.

Das UKSH kooperiert bei der Erarbeitung eines Pandemie-Konzeptes mit dem RKI.


Text-Nummer: 138294   Autor: UKSH   vom 21.05.2020 15.50

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