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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonnabend,
der 4. Juli 2020






Lübeck:

Gedenken an Albert Aigner: For He was a very good Fellow

Archiv - 30.05.2020, 09.10 Uhr: Eine Premiere feierte am Freitagabend die Musikhochschule Lübeck (MHL). Mit einem virtuellen Klassenabend erinnerten Studierende der Gitarrenklasse von Prof. Otto Tolonen an Prof. Albert Aigner, der vor wenigen Tagen im Alter von 71 Jahren an seinem Ruhesitz in Österreich verstorben war (wir berichteten). Mehr als vier Jahrzehnte hatte er in Lübeck unterrichtet.

„Von der Renaissance-Ballade zum japanischen Ma-Konzept“ wurde ein musikalischer Bogen gespannt. Es war zugleich die Premiere aus den „MHL-Studios“, einem neuen Format der Hochschule. Sechs Studierende traten nacheinander mit ihren Konzertgitarren auf, stellten in sensibel ausgeleuchteten oder auch mal robusteren Interpretationen Werke von acht Komponisten vor.

Den Reigen eröffnete, ganz in Schwarz, Jun-Su Hong mit Musik von Roland Dynes (Songe Capricorne) und Fernando Sor (Introduktion und Variationen über „L'Air Malbroug“). Die volkstümliche Melodie des „Air“ ist bei uns, aus Amerika übernommen, mit anderem Text bekannt (For He is a very good Fellow). Hochsensibel und nuancenreich absolvierte Jun-Su Hong die Stücke.

Ihm folgte Boyang Xia mit drei Sätzen aus Bachs Partita BWV 1006a. Da Bach selber ein ausgezeichneter Lautenspieler war, erfordern die Sätze gute Technik und große Musikalität, die Boyang Xia zur Verfügung standen.

Einen hierzulande wenig bekannten Komponisten des 19. Jahrhunderts präsentierte Martin Schley, nämlich Giulio Regondi. Dessen Ballade „Study Nr. 1“ war im Programm angekündigt. „Study Nr. 9“ hängte Schley an. Sprudelnde Lebendigkeit und besinnliche Momente wechselten.

Alexander Vergara Giminez hatte ein besonders breit gefächertes Programm. Er begann mit Johan Dowland, einem Komponisten des elisabethanischen Zeitalters. Höfische Eleganz erklang bei „Two ballad settings“. Anschließend interpretierte Giminez überzeugend ein Werk aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, „Equinox“ von Toru Takemitsu.

Elisabeth Hinz verneigte sich ebenfalls vor John Dowland (Farewell), stellte danach Johann Kaspar Mertz (1806-1856) vor; mit einer Elegie, die natürlich elegische Passagen aufwies, aber auch balladenhaft verspielte Heiterkeit bot. Den zeitlichen Graben mehrerer Jahrhunderte zu überbrücken, war für die Gitarristin kein Problem.

Den Abschluss gestaltete Emil Vinzens mit Musik des Zeitgenossen Feliu Gasuli i Altisent. Vinzens bot aus den „Imatges de Musser“ zwei spannende Beispiele, „Les Salaretes“ und „La roca del corb“. Virtuos wechselte der junge Interpret zwischen melodischen Teilen und energisch gespielten Akkordfolgen.

Ein gelungener Start für die „MHS-Studios“ und eine würdige Ehrung für Albert Aigner (1948-2020). Das Konzert ist weiterhin im Netz abrufbar, zu finden über die Homepage der Hochschule, mh-luebeck.de.

Die erste Ausgabe der MHS-Studios erinnerte an den verstorbenen Albert Aigner.

Die erste Ausgabe der MHS-Studios erinnerte an den verstorbenen Albert Aigner.


Text-Nummer: 138454   Autor: TD   vom 30.05.2020 09.10

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