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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 13. Juli 2020






Lübeck:

Grüne: Lernsommer für mehr Bildungsgerechtigkeit

Archiv - 06.06.2020, 15.07 Uhr: Um Corona-bedingte Lücken im Schulunterricht auszugleichen und für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen, hat die Jamaika-Koalition das Programm „Lernsommer Schleswig-Holstein“ entwickelt. Andrè Kleyer von den Grünen, Vorsitzender der Schulausschusses, unterstützt das Programm, mahnt aber auch mehr Unterstützung für die Schulen an.

Andrè Kleyer, Vorsitzender des Lübecker Schulausschusses, erklärt dazu:

(")Ein Angebot zu schaffen, damit alle Schüler gerade in den Kernfächern verpassten Stoff aufholen können, ist eine absolut richtige Antwort auf die Auswirkungen der Corona-Krise. Ohne Frage haben die letzten Monate Spuren bei Kindern und Eltern hinterlassen.

Unterricht im Sommer ist auch kein neues Modell. Seit Jahren dienen Kurse in den Ferien zur Aufarbeitung von Lernstoff und zum Bauen von Brücken zwischen den Schuljahren. Eventuell durch Krankheit oder auch andere Umstände entstandene inhaltlichen Lücken können so aufgearbeitet werden. Mit den zusätzlichen Mittel gibt die Landesregierung uns in Lübeck die Möglichkeit Sommerunterricht für mehr Kinder zugänglich zu machen. Das Hauptaugenmerk auf Schüler aus Familien mit besonderen sozialen und sprachlichen Herausforderungen zu legen, ist richtig und wichtig.

Das Angebot des "Lernsommers Schleswig-Holstein" richtet sich an Schüler der 1. bis 10. Klassen. Besonders im Blick sind Schüler mit Deutsch als Zweitsprache. Gerade diese Kinder und Jugendlichen können häufig zuhause von den Eltern nicht so in der deutschen Sprache gefördert werden, wie sie es bräuchten. Der "Lernsommer" ist damit auch ein Beitrag zur Chancengerechtigkeit. Er wird unter anderem durch ein besonderes freiwilliges Engagement der Lehrer getragen. Auch die Teilnahme basiert auf Freiwilligkeit.

Das Programm wirft allerdings auch Fragen auf: Reichen die vorgesehenen Gelder aus, um landesweit die Schulen bei großer Nachfrage auszustatten? Wird es nach den herausfordernden Wochen im Homeschooling alle Kinder erreichen? Sollten Ferien einfach Ferien bleiben und dafür auch Lernrückstände in Kauf genommen werden? Überfordern wir die Lehrkräfte bei hohen Anmeldezahlen und gefährden damit auch Unterrichtsstunden des neuen Schuljahres?

Wir brauchen deutliche Informationen an die Eltern und müssen, um eine reichhaltige Teilnahme zu sichern, auch viel Motivationsarbeit vor Ort leisten. Sollten wir dann feststellen, dass das Angebot so gut wahrgenommen wird, dass die fünf Millionen Euro für ganz Schleswig-Holstein knapp werden, dann erwarte ich, dass sofort von Landesseite nachgesteuert wird. Sorge bereitet mir, dass wir die Kräfte unserer Lehrer bei hoher Auslastung des Angebots zu sehr strapazieren könnten. Zwar ist das Engagement freiwillig, aber es besteht eben ein Unterschied ob ein Mensch gefragt wird, freiwillig ein Haus zu bauen oder Kinder zu unterrichten, bei denen durch eine Krise teilweise existentieller Nachholbedarf besteht. Ich ziehe den Hut vor dem großen sozialen Engagement der allermeisten Lehrer. Dieses Engagement darf aber nicht über die Maßen ausgenutzt werden.

Wir sollten für diese Leistungen während besonderer Zeiten auch über Sonderzahlungen nachdenken. Der Gedanke an zusätzliches Personal im nächsten Schuljahr aufgrund der Corona-Krise muss auch einmal laut ausgesprochen werden. Auch im neuen Schuljahr wird es weiterhin die Situationen eines reduzierten Lehrkörpers geben. Auch organisatorisch muss den Schulen unter die Arme gegriffen werden. Wir können nicht verlangen, dass Leitungen und Kollegien gleichzeitig eine erschwerte Form des Präsenzunterrichts anbieten, ein Hybridkonzept umzusetzen und ihre Schulen auch auf einen komplett digitalen Unterricht vorbereiten. Da sehe ich noch viele Stellschrauben.(")

Andrè Kleyer ist Vorsitzender des Schulausschusses der Bürgerschaft.

Andrè Kleyer ist Vorsitzender des Schulausschusses der Bürgerschaft.


Text-Nummer: 138577   Autor: Grüne/red.   vom 06.06.2020 15.07

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