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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 9. Juli 2020






Lübeck:

LM: Lübeck bekennt sich zur Innenstadt

Olivia Kempke, Geschäftsführerin des Lübeck Management, machte am Montag noch einmal deutlich, dass die mögliche Schließung von Karstadt in Lübeck an der Ausweitung der Verkaufsflächen auf der "grünen Wiese" liegt. Mit dem neuen Tourismuskonzept habe Lübeck jetzt aber deutlich gemacht, dass sich Lübeck zur Innenstadt bekenne.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Olivia Kempke im Wortlaut:

(")Die Mitteilung über die Schließung des Lübecker Warenhauses Galeria Karstadt Kaufhof GmbH trifft mitten ins Herz der Lübecker Altstadt. Seit 1884 gehört Karstadt zu Lübecks Stadtbild und prägt die innerstädtische Einzelhandelslandschaft wesentlich. Wo einst die Brüder Thomas und Heinrich Mann als Kunden der ersten Stunde ein- und ausgingen, sollen die Türen nun für immer schließen. Nach mehr als 135 Jahren. Gut 150 Beschäftigte sind betroffen. Freitagnachmittag wurde bekannt: auch die Karstadt Sport-Filiale soll geschlossen werden.

"Gerade jetzt", ist man geneigt zu sagen. Jetzt, da LÜBECK:überMORGEN, der anstehende Digitalisierungsprozess und das klare Bekenntnis zur Innenstadt als Hauptzentrum im Oberzentrum Lübeck festgeschrieben und ausgesprochen sind. Bürgermeister Jan Lindenau holt Verwaltungseinheiten zurück ins Zentrum und ist Treiber und Motor für Prozesse, auf die wir viele Jahre gewartet haben. Lübeck bietet viele Standortvorteile, mit denen andere Städte längst nicht in dem Maß punkten können. Hierzu zählen zum einen eine einmalige Stadtkulisse mitten im historischen UNESO Welterbe und die seit Jahren hervorragende touristische Entwicklung, sowohl im Übernachtungs- als auch im Tagestourismus. Zum anderen fallen aber auch die Nähe zur Ostseeregion und ein Umland mit einer attraktiven Kundenklientel in Gewicht. Dennoch: Es müssen den Entscheidern in der Konzernzentrale in Essen wesentliche Standortschwächen aufgefallen und ausschlaggebend dafür gewesen sein, sich für eine Schließung der Lübecker Häuser zu entscheiden.

Corona trifft alle Karstadt-Standorte gleichermaßen. Ebenso der boomende Online-Handel. Es müssen also andere K.O.-Kriterien gewesen sein, die Karstadt Lübeck auf die Schließungs-Liste katapultierten. Bekannt ist, dass die im Schutzschirmverfahren geführten Gläubigergespräche mit der Immobilieneigentümer-Gesellschaft wenig zielführend verliefen. Der Faktor Miete wiegt aber schon einmal schwer. Weitere Benchmarks werden bei einer Standortanalyse herangezogen. So sehr die Hansestadt Lübeck seit vielen Jahren mit stetig wachsenden Tourismuszahlen punkten kann, so sehr punktete sie in der Vergangenheit auch mit stetig wachsenden Einzelhandelsflächen an dezentralen Standorten. Beides wurde sowohl in der Essener Konzernzentrale als auch von der Lübecker Karstadt-Filialgeschäftsführung wahrgenommen - und sowohl positiv als auch äußerst kritisch kommentiert.

Die völlig überdimensionierte und stets mit sehr viel Schwung beförderte Ausweitung dezentraler Handelsflächen war immer wieder ein wunder Punkt in den Gesprächen mit der Filialgeschäftsführung. Wiederholt wurde dieses dezentrale Flächenforcieren als fehlendes Bekenntnis zum Standort Innenstadt gewertet. Zumindest bei diesem Benchmark hat Lübeck gegenüber 110 anderen Standorten klar das Nachsehen.

Glücklicherweise ist das vorbei. Die Ziele im Rahmenplan Innenstadt sind festgeschrieben und standortstärkende Maßnahmen an dezentralen Einkaufdestinationen künftig ausgeschlossen. In einem Schreiben an den Generalbevollmächtigen und den Sachwalter hatten wir die Karstadt Konzernzentrale unter anderem über die Ergebnisse und Ziele aus dem Rahmenplan Innenstadt, den bereits im Fluss befindlichen Digitalisierungsprozess, die Einrichtung diverser Verwaltungseinheiten auf der Altstadtinsel und die Fortschreibung des TEK 2030 unterrichtet. Wir haben sehr deutlich gemacht: Lübeck bekennt sich zu seiner Innenstadt.

Das engagierte Schreiben unseres Bürgermeisters Jan Lindenau ist in Essen angekommen. Nun gilt es, die Ergebnisse der Gläubigerversammlung abzuwarten

Olivia Kempke ist Geschäftsführerin des Lübeck Management. Foto: JW/Archiv

Olivia Kempke ist Geschäftsführerin des Lübeck Management. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 138869   Autor: LM/red.   vom 22.06.2020 08.56

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