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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 12. Juli 2020






Lübeck:

Karstadt-Aus: Jusos sehen Mitschuld bei Konsumenten

Die mögliche Schließung von Karstadt in Lübeck (wir berichteten) hat überall in der Stadt für Entsetzen gesorgt. Die Schuld sehen die Lübecker Jusos aber nicht ausschließlich bei der Konzernführung, sondern auch beim Einkaufsverhalten der Konsumenten sowie der Politik.

Die Aussagen der Jusos Lübeck im Wortlaut:

(")Mit der geplanten Schließung der Karstadt-Häuser würde in unserer Innenstadt, aber auch in vielen anderen Innenstädten in Deutschland, ein wichtiger Ankerpunkt wegbrechen. Zudem wird mit der Lübecker Filiale wohl die größte Filiale in Schleswig-Holstein geschlossen, womit über 100 Beschäftigte ihren Job verlieren würden. Die Schuld an der Schließung der Filialen trägt zu einem großen Teil die Konzernführung, die den gesellschaftlichen Wandel verschlafen hat.

Teilweise haben aber auch wir alle als Konsument*innen die Schuld daran: Wir bestellen vieles online und gehen häufig in Einkaufszentren, im Fall von Lübeck LUV oder Citti, einkaufen. Das betrifft, muss man selbstkritisch anmerken, zum Großteil auch junge Menschen wie uns. Die Bundespolitik hat mit zu laschen Gesetzten dazu beigetragen, dass die Konkurrenz durch Amazon durch Dumpinglöhne überproportional gestärkt wurde. Dadurch ist es möglich für Amazon und Co. ihre Produkte günstig anzubieten. Da ist es nur die logische Konsequenz das potenzielle Konsument*innen lieber zu Hause am Schreibtisch ihre Einkäufe erledigen.

Aber auch die Kommunen tragen eine Mitverantwortung, da sie in der Vergangenheit immer wieder den dezentralen Einkaufszentren ihre Expansionspläne genehmigt haben. Somit wurde die Attraktivität von Innenstädten gemindert und, aus unserer Sicht, sind die Grundsteine für diesen Schritt daher im Prinzip schon vor der Coronakrise gelegt worden. Die Coronakrise hat diesen Prozess nur beschleunigt. Es ist offensichtlich, dass der deutsche Staat fast wie selbstverständlich, großen Autokonzernen, die sich obendrein in den letzten Jahre diesem und seinen Bürger*innen gegenüber mehrfach dreist verhalten haben, in der Krise unter die Arme greift oder sich in eine Fluglinie überteuert einkauft. Wenn aber ein Unternehmen, welches für die Attraktivität von Innenstädten maßgeblich verantwortlich ist, dem Abgrund entgegen steuert, sind all diese Möglichkeiten auf einmal nicht mehr da und der Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein kann sich nur noch vorne hinstellen und sagen, dass er sich mit Städtevertreter*innen und der Wirtschaftsförderung zusammen setzen möchte und die weitere Nutzung für die Immobilien besprechen möchte.

Wir als Jusos wollen eine lebhafte und attraktive Lübecker Innenstadt, in der, wie unser Bürgermeister Jan Lindenau richtig sagt, "Immobilien-Renditen (…) nicht das Maß der Dinge sein" dürfen. Vor allem aber verurteilen wir eine Wirtschaftspolitik, die langfristig zum Aussterben des lokalen Einzelhandels in den Innenstädten führt. In vielen Städten und auch in Lübeck werden die Innenstädte gerade für junge Menschen immer unattraktiver: Viele Läden, Kneipen und Bars schließen, es gibt kaum oder immer weniger Freizeitangebote. Deswegen muss überlegt werden wie man die Innenstadt attraktiver gestalten kann.(")

Mit der Lübecker Filiale wird wohl die größte Filiale in Schleswig-Holstein geschlossen. Archivfoto: JW.

Mit der Lübecker Filiale wird wohl die größte Filiale in Schleswig-Holstein geschlossen. Archivfoto: JW.


Text-Nummer: 138910   Autor: Jusos HL   vom 23.06.2020 11.54

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