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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 7. Juli 2020






Lübeck:

FDP: Autos gehören in die Stadt!

Seit über 30 Jahren geht die politische Diskussion in Lübeck in eine Richtung: Wie bekommt man Autos aus der Innenstadt? Die Lübecker FDP hält angesichts der erwarteten Karstadt-Schließung dagegen. Die Innenstadt müsse wieder mit dem Auto erreichbar werden.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende in der Lübecker Bürgerschaft Thomas Rathcke meint: "Die Innenstädte müssen auch für die Autofahrer weiterhin erreichbar sein. Neben dem ökologischen Gedanken darf dabei der ökonomische Aspekt nicht vernachlässigt werden. So steigern zum Beispiel hohe Parkgebühren oder schlechte Zuwege zu den Parkhäusern eben nicht die Attraktivität der City. Und die seit Jahren verantwortlichen Fraktionen in der Bürgerschaft müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht alles getan zu haben, um bei den Kunden erste Wahl fürs Shopping-Erlebnis in Lübeck zu sein. Zum Schluss entscheidet der Kunde selbst, ob und auf welchem Weg er in die Innenstadt kommen will."

Und er bekommt Rückendeckung aus der Landespolitik: "Der Kampf gegen den Individualverkehr ist ein Grund dafür, dass in den City-Lagen die Kunden wegbleiben", so Kay Richert, der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion. "Anstatt gegen das Auto sollte sich die lokale Politik für kluge Verkehrskonzepte und mehr emissionsfreien Verkehr einsetzen."

Auch der FDP ist klar, dass die Parkplätze auf der Altstadtinsel begrenzt sind. Zumindest die Parkhäuser müssten aber gut erreichbar sein, so Rathcke. Sonst hätten die Unternehmen in der Innenstadt keine Chance gegen die "Grüne Wiese" und vor allem den immer stärker werdenden Online-Handel. Rathcke ist klar, dass sein Vorstoß sehr umstritten sein wird. "Ich freue mich auf die Debatte."

Im Original-Ton unterhalb des Bildes hören Sie ein ausführliches Interview von Harald Denckmann mit Thomas Rathcke.

Autos rein in die Innenstadt? Die FDP sieht die Verdrängung als das zentrale Problem beim sterbenden Innenstadthandel. Foto: VG/Archiv

Autos rein in die Innenstadt? Die FDP sieht die Verdrängung als das zentrale Problem beim sterbenden Innenstadthandel. Foto: VG/Archiv



Hier hören Sie den Originalton:  

Text-Nummer: 139087   Autor: VG   vom 30.06.2020 19.54

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Kommentare zu diesem Text:

Nein! Doch! Ooohhh! schrieb am 30.06.2020 um 20.33 Uhr:
...immer wenn es sowieso schon zu spät ist und man am Abgrund steht und man wartet, wann der zu erwartende Schubs in die Tiefe kommt...

Leider 30 Jahre zu spät. Kommt jetzt doch die Wende und die Beckergrube wird zurück gebaut? Sowie die Schmiedestraße? Oder die Königstraße, Wahmstraße und und und...

andre klar schrieb am 30.06.2020 um 20.36 Uhr:
CarStadt statt Karstadt ?
Karstadt Gebäude wird Parkhaus, obendrauf noch ein paar Drive-In Läden für die Klientel, die gar nicht mehr aus dem Auto steigen kann.
Freu mich schon auf gigantische Staus und verpestete Restluft in der und um die Stadt.

Klaus Hinrich Rohlf schrieb am 30.06.2020 um 20.43 Uhr:
HL Live Kommentar 30.6.20 Autos gehören in die Stadt - FDP

Lübeck mit dieser Geschichte, Geographie und Kultur, eine Traumstadt für jede fähige Verwaltung. Die Lübecker möchten in ihrer Stadt gerne auch ihre Freizeit genießen, zumal in der jetzigen Situation. Um einen geeigneten Platz mit Freunden zu vereinbaren, die oft aus dem Umland anreisen, ist die erste Hürde die Verkehrsführung. Zudem weigern sich jetzt viele den ÖPNV zu nutzen, auch sind weite Fußwege für Behinderte und Ältere nicht zumutbar. Durch die Sperrung von Straßen wird der Verkehr nur auf die Nebenstrecken verteilt oder auf die Außenbezirke. Das nächste Problem stellen die vielen Demonstrationen in Lübeck dar, letzte Woche sechs, davor die Woche vier, davor drei Demonstrationen, meistens organisiert vom linken Spektrum in Lübeck, was den Steuerzahler viel Geld und den Ordnungskräften viel Zeit kostet. Hier stellt eine Minderheit ihre Ideologie über das Allgemeinwohl. Das wir einen Klimawandel brauchen ist bekannt und unumstritten, daran arbeitet die Wirtschaft. Wir können jedoch nicht das Kind mit dem Badewasser ausschütten. Auch die Gesundheit der Lübecker, sowie die der Ordnungskräfte wird durch die Demonstrationen gefährdet. Eine Gesellschaft kann nur durch eine Vorbildfunktion beeinflusst werden, die nicht bei den Organisatoren der Demonstrationen zu erkennen ist. Auf Betreiben der Grünen wurden seinerzeit die Stadtteilbüros geschlossen, untermauert mit dem Versprechen jährlich 380.000 Euro einzusparen. In Wirklichkeit kostet die Wiedereröffnung den Lübecker Bürger Millionen. Die Verhinderung der Flanierpromenade an der Trave 2016, welche jetzt gut gewachsen, eine Wohltat für die Lübecker wäre, wurde nur verhindert, um dagegen zu sein. Ein amerikanischer Präsident (nicht Trump) forderte seine Landsleute auf: Fragt nicht was euer Land für euch tun kann, fragt was ihr für euer Land tun könnt. Was in dieser Krise an deren Anfang wir stehen, gar nicht oft genug betont werden kann.

Bernd schrieb am 30.06.2020 um 20.52 Uhr:
Was Herr Rathcke wohl nicht mehr kennt: Es gab viele Parkplätze in der Stadt (An der Obertrave, Koberg, Schmiedestraße, Mühlenstraße (schräg parken), Breite Straße (schräg parken), An der Untertrave... Jede Umgestaltung wurde genutzt, um Parkflächen abzubauen. In den 80er Jahren war Lübeck eine Stadt mit Handel, Dienstleistungen und einem Nachtleben. Heute ist es eine Schlafstadt für Grüne, die keine Autos, Lärm und Leben mögen, aber auf einen Parkausweis und einen Parkplatz bestehen.

Lodda schrieb am 30.06.2020 um 20.59 Uhr:
Immer dieses Gerede Autos hier Autos da man sollte es ganz einfach machen alle übrig geblieben Geschäfte ziehen aus der Stadt verteilen ich im citty Park und im Luv center dann braucht man keine Straßen mehr für Autos die Stadt wird zu einer wohnsiedlung und alle in der Stadt sind glücklich saubere Luft ist sauber grün das ist doch toll

G.. T. schrieb am 30.06.2020 um 21.51 Uhr:
Flintstone!

Der Vorschlag der FDP ist derart rückschrittig, dass es zu auffällig ist, worum es hier wirklich geht: rein ums Geld und Macht, nicht ums Wohlbefinden, nicht um eine nachhaltige Welt, die für die Jugend übrigbleiben darf.

Hier geht es um akuten Alltags-Egoismus, "nach nur die Sintflut"!

So kurzsichtig und verwerflich!

Walter Koch schrieb am 30.06.2020 um 21.53 Uhr:
Kann man nicht ganz einfach das Rathaus, das Holstentor, die Marienkirche und ein paar schnuckelige Altstadthäuser neben das LUV-Center setzen? Im Hansapark stehen ja auch die leicht verkleinerten Vorbilder bzw. Nachbauten. Es muß ja nicht sein, daß einen die vielen Strandurlauber auch noch beim Shoppen stören, nur weil mal nicht die Sonne scheint und diese sich etwas hanseatisches ansehen wollen. Als Alternative ließe sich auch ein Outlet-Center in einer nachgebauten Altstadt integrieren. Vielleicht gleich neben dem Flughafen oder auch neben dem zukünftigen Bahnhaltepunkt Moisling. Für den Allerweltstouristen würde das sicherlich ausreichen. Am besten mit Hotelanlage gleich neben dem Bahnhof oder eben neben dem Airport. Als Lübecker Altstadtbewohner ist man doch von Feriengästen sowieso nur noch genervt. Die Altstadt ist eben auch zum Wohnen da. Und Studenten benötigen dringend das Flair der kleinen Gassen, Hochschulnähe ist eben nicht nur für Musikhochschüler völlig zweitrangig. Die Touristen können vor der Stadt shoppen, so wie in Neumünster mit seinen vielen historischen Sehenswürdigkeiten.

andre klar schrieb am 30.06.2020 um 22.18 Uhr:
@K.-H. Rohlf:
"Das wir einen Klimawandel brauchen ist bekannt und unumstritten, daran arbeitet die Wirtschaft"

Danke für diese ehrlichen Worte von einem CDU-Mitglied, und klar, dazu brauchen Sie möglichst viele Autos in der Innenstadt, die möglichst viel Treibhausgase ausstoßen.

Mir ist das nicht bekannt und ich bestreite das auch: ich brauch und möchte eben genau KEINEN Klimawandel und ich bekomme eine in der Innenstadt gekaufte Hose auch ohne 2to SUV nach Hause transportiert.

Julio\'15 schrieb am 30.06.2020 um 22.34 Uhr:
Da ist die FDP wohl schon im Wählerfang Modus.
Ich verstehe auch absolut nicht wo das Problem ist die 500 Meter in die Innenstadt zu laufen. Abgesehen von Menschen mit Starken Einschränkungen und Anwohnern natürlich.
Frische Luft und Bewegung tun immer gut und beugt Verkalkungen in jeder Hinsicht vor.

Exil-Lübecker schrieb am 30.06.2020 um 23.08 Uhr:
Ich halte die einseitig Schuldzuweisung auf die Mobilität als Grund für den gegenwärtigen Zustand der Altstadt in Lübeck für nicht richtig. Natürlich ist eine vernünftige Erreichbarkeit mit dem Auto für gewisse Personengruppen für den Handel in der Innenstadt erforderlich, ein Großteil der Bevölkerung ist jedoch nicht aufs Auto angewiesen. Doch benutzen sie es trotzdem, weil sie in einer gewissen räumlichen Distanz zum Lübecker Zentrum ihren Wohnsitz haben. Und vielleicht auch weil man ein bisschen Faul ist.

Zu der Zeit als die Lübecker Altstadt in ihren Grundzügen errichtet wurde, war das Auto nicht da und die fußläufige Erreichbarkeit war das wichtigste bei der Planung des Handels. Die städtebauliche Fokussierung auf das Automobil bis in die 80er Jahre ist der Grund, warum wir uns so sehr auf den fahrbaren Untersatz fokussieren. Die Altstadt ist für viele Lübecker ist auf Grund der weiten räumlichen Streuung von Wohngegenden im Lübecker Raum nicht mehr zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Für einen funktionierenden Handel in der Innenstadt fehlt es Lübeck ganz klar an räumlicher Dichte um die Altstadt, vor allem in Richtung der Ausfallstraßen. Und wenn man sich schon ins Auto setzt, dann doch lieber auf die grüne Wiese, wo man Zeit und Geld mit der Parkplatzsuche spart (ist ja ehrlich gesagt bei mir nicht anders).

Diejenigen, die sich kein Auto zu früheren Zeiten leisten konnten, waren in der Regel bis in die frühen 2000er mit stark frequentiertem ÖPNV versorgt, der von der Stadt querfinanziert wurde. Das ist heute nicht mehr so.

Was ist also die Lösung des Dilemmas? Kommt drauf an, wie man das Problem sieht. Die Innenstadt wird sich weiter Richtung "autofrei" bewegen. Das ist gut, weil es meiner Ansicht nach der richtige Weg für die aktuelle Situation ist. Das Bild der Innenstadt wird sich in den nächsten Jahren stärker wandeln als manch einem lieb ist. Der Handel wird nicht mehr den Stellenwert einnehmen, den er im Moment hat. Stattdessen wird es mehr Wohnen und Dienstleistungen geben, vielleicht ja sogar einen Wissenschaftsstandort, wer weiß, was in den nächsten Jahren am Schrangen residieren wird.

Die Lösung für die Innenstadt wird auf jeden Fall nicht sein die immer breiter werdenden Autos auf die engen Straßen zu lassen, dafür wurde in den letzten Jahren (oder Jahrzehnten) zu viel in die andere Richtung geplant und entwickelt. Handel wird entweder bequem auf der Couch, erlebnisreich wie auf der grünen Wiese, oder im Kleinen, aber dafür gemütlichen Rahmen in der Innenstadt stattfinden. Große Handelsflächen, gerade überhalb des Erdgeschosses, sind einfach nicht mehr zeitgemäß, da gibt es viele Beispiele aus anderen Städten.

Es gibt gute Beispiele, auch in Lübeck, wo heruntergekommene Straßen durch Initiativen oder engagierte kleine Einzelhändler und Unternehmer wiederbelebt und attraktiv gemacht wurden (Hüxstraße, Clemensstraße).

Es ist normal, dass sich Städte ändern, das war schon immer so. Auch in der Zeit als Karstadt nach Lübeck kam, wurden kleine Händler vertrieben. Es wird mit Sicherheit auch damals einen Aufschrei gegeben haben. Aber irgendwie hat sich die Stadt ja doch entwickelt, und das wird wieder so sein. Konstanz ist eine Errungenschaft der Moderne. Wir sind in der Gesellschaft größere und lebensverändernde Ereignisse gar nicht mehr gewohnt.

In dem Sinne: es wird schon.

Bernd Feddern schrieb am 30.06.2020 um 23.45 Uhr:
Wenn ich vor Problemen nichts mehr seh'
kommt garantiert die FDP
und macht es so wie immer -
nur noch schlimmer...
Vor Verantwortung sich dann drückt - das finde ich nicht sehr geglückt!

Stefan Matthé schrieb am 01.07.2020 um 04.36 Uhr:
Mainstream Anhänger sagen, dass das Parken vor der Tür aus der Zeit gefallen sei!? Wer bestimmt eigentlich in unserer Heimat was aus der Zeit zu fallen hat? Stadtbewohner meist in staatlichen Sozialberufen mit auf den Kopf gestellten Moral- und Realvorstellungen mit wirrem Anspruch absoluter autofreier Ruhe in den Innenstädten? Der Denkansatz dieser Menschen ist bereits von der Logik her falsch und ignoriert die wirklichen natürlichen Bedürfnisse der Anbieter und Nachfragenden im zueinander stehenden wirtschaftlichen Prozess. Ein Abschotten oder auch Cocooning vor den bösen älteren Autofahrern von außerhalb spaltet die alte Generation, die mit dem Auto immer wieder versuchen ihre altbekannten Geschäfte zu erreichen von der jungen.
Stadt ist pulsierendes Leben mit Lärm, Begegnung, Handel und Wandel im zwischenmenschlichen Dialog zwischen Käufer und Verkäufer und das seit Jahrhunderten. Heißblütige Ideologen haben nicht das Recht gepachtet innerhalb 20 Jahren ihre derzeitige Epoche uns allen aufzuzwängen. Karstadt ging zugrunde aufgrund genau dieser Fehlentwicklungen. Keine Kunden, kein Umsatz, kein Gewinn. Wirtschaft damit Städte existieren können ist im Grunde einfach zu verstehen. Für die derzeitigen "Experten" bleibt wohl der Zugang zum kaufmännischen Verständnis verschlossen und immer ein Buch mit sieben Siegeln. Der Denkanstoß der FDP ist schon mal ein endlicher Aufbruch aus der Umklammerung linksrotgrüner wirtschaftsfeindlicher Ideologien. Letztendlich bestimmt der Kunde wie er einkaufen will. Junge kommen zu Fuß, per Bus, Drahtesel oder Motorrad, Ältere kommen mit dem Auto um Widrigkeiten der fast 7 Monate Schietwetter zu umgehen. Wer versucht Kunden zu gängeln und ihnen ein Reglement überzustülpen hat sie bereits verloren. Einkaufserlebnis entsteht aus der Leichtigkeit der Erreichbarkeit aller Destinationen ohne schlechtes Gewissen und Angst vor Knöllchen, die zu sofortiger Kaufreue führen. Es ist schon traurig meiner Nachfolgegeneration derartige Selbstverständlichkeiten gebetsmühlenartig erklären zu müssen. Mache mir daher ernsthafte Sorgen um unsere einst hohe Durchschnitts Intelligenz in der Welt.

Bernd 2 schrieb am 01.07.2020 um 06.38 Uhr:
Es geht in der "Politik" immer um Geld - und/oder um "Ideale" die den Personen aufgezwungen werden sollen - im Falle der Innenstadtblockade der verantwortlichen Interessengruppen ( was hier schon richtig geschrieben wurde - ging in den 80ern los ) hat jeder die Möglichkeit zu recherchieren was die Gründe sind/waren ( Stichwort Ertrag durch ÖPNV usw. ) auch die umweltschädliche Ausbremsung des Auto und LIEFERverkehrs ist interessantes Thema ( wobei letzt ja in HL-Live das sogar zugegeben wurde - da es ja klimamäßig schädlich ist ) - Menschen: macht Euch schlau was die Gründe sind und erkennt die Hintergründe und handelt entgegen dieser Einzelinteressen - oder schließt Euch dem an wenn Ihr meint das es so richtig ist - die Innenstadt ist praktisch eh tot . Einkäufe passieren dort wo die Infrastruktur es angenehm macht, die Masken verleiden einem das aktuell aber zusätzlich. Zwang hilft nur bei geistig umherdümpelnden Personen - alle Anderen handeln für sich eigenverantwortlich. Das schreibt ein Fahrradfahrer der auch mal Auto fahren muss - und sich aktuell auch über den Militarismuss einiger ideologisch verblendeter Radfahrgenossen wundert !

Jan Dubs schrieb am 01.07.2020 um 07.47 Uhr:
@Julio'15: Richtig, Frische Luft und Bewegung tun Gut. Ihre Philosophie hat nur leider 2 Schwachstellen.
1. Die Menschen wollen es offensichtlich bequem. Deswegen boomen die Fachmarktzentren während die Altstadt stirbt
2. Selbst das Parken am Stadtrand ist in Lübeck ja nur bedingt möglich

Hans-Georg Kloetzen schrieb am 01.07.2020 um 07.50 Uhr:
@Julio'15: Knapper Kommentar, aber auf den Punkt gebracht! Genau so ist auch mein Gedankengang!

Manfred Vandersee schrieb am 01.07.2020 um 08.17 Uhr:
Die Innenstadt wurde seit den späten Siebziger Jahren dermaßen totreguliert, dass die Menschen jetzt andere Möglichkeiten zum Einkaufen gesucht haben, das mit kürzeren Wegen, besserer Verkehrsinfrastruktur und einfacherer Rückabwicklung bei Nichtgefallen. Eine zwangsläufige Entwicklung, die durch die autofeindliche linke Politik in Lübeck lediglich forciert wurde. Der Mensch passt sich halt an und stimmt mit dem Geldbeutel ab.

Die FDP nennt das schlichtweg nur klar beim Namen.

Die Innenstadt wird künftig nur noch für Touristen attraktiv werden können. Etwas anderes als Tourismus und Gastronomie kann die Innenstadt eben nicht mehr bieten. Die linke Politik muss sich das nur klar machen, insbesondere wenn die Verkehrsinfrastruktur durch ihre Maßnahmen immer weiter künstlich verschlechtert wird.

Einkaufen wird halt anderswo erledigt!

Dieter Behncke schrieb am 01.07.2020 um 08.27 Uhr:
Die FDP lebt wirklich noch in der Steinzeit. Schauen Sie sich doch mal mit offenen Augen in Deutschland um welche Städte leben, das sind nämlich genau die in denen es wenig Kraftfahrzeugverkehr gibt, in denen ich als Kunde nicht den ewigen Lärm und Gestank der Autos ertragen muss. Im Übrigen sind wir in Lübeck noch Lichtjahre von einer autofreien Altstadt entfernt, es wird zwar seit 30 Jahren davon geredet aber getan hat sich in diese Richtung doch gar nichts. Ich lebe seit 55 Jahren am Rand von Lübeck und bin häufig in der Stadt, bin aber noch nie mit dem Auto in die Stadt gefahren, wie habe ich das bloß überlebt?

Lübecky schrieb am 01.07.2020 um 08.40 Uhr:
Nachdem man 30 Jahre die Autos und Autofahrer aus der Stadt gegrault hat, bemerkt man ganz plötzlich, dass die wo anders einkaufen statt sich in teure Busse zu quetschen.
Die Verantwortlichen wollten eine tote Altstadt, jetzt habt ihr sie.
Das Geld bleibt dann da, wo man Parkplätze findet und/ oder Sicherheitsdienste für Ordnung sorgen.( oder da, wo die guten Geschäfte hin sind!)
Wie bestellt, so geliefert.
Die FDP hat es jetzt zwar gut erkannt, aber da die Entwicklung der Stadt schon seit Jahren für die Autofreie Zukunft festgeschrieben ist, wird sich nix ändern.
25 Jahre zu spät!

Michael schrieb am 01.07.2020 um 09.12 Uhr:
Nur soviel kein Parken in der Innenstadt kein Kaufen. Sollte jedem einleuchten. Schwachsinn mit der Innenstadtsperrung hatten wir doch alles schon mal.
Lübeck nein Danke!

Michael schrieb am 01.07.2020 um 09.18 Uhr:
Einkaufen oder Besorgungen in Lübeck.
Planung wohin richtig in die Stadt fahren? Nächster Schritt wo am besten parken? Legal oder auf Risiko. Gibt es den Laden überhaupt noch? Fängt an zu regnen. Lehne mich entspannt zurück und mit ein paar Klicks habe ich alles eingekauft. Lebe wohl Lübeck. Wer Menschen aussperrt sollte sich nicht wundern das keiner mehr kommt. Last die Stadttore runter und zieht die Touristen ab. Kein Parken kein Kaufen. Bin nicht mehr dabei. MICHAEL

Sebastian Berger schrieb am 01.07.2020 um 11.01 Uhr:
Mal abgesehen von der Erreichbarkeit der "Noch-Geschäfte und Arztpraxen"...

Was mir Sorgen bereitet ist die bevorstehende Erneuerung/Neubau der HUBBRÜCKE. Dann muss der Verkehr auch wieder durch die Innenstadt verlaufen können. Welche weiträumigen Verkehrsbehinderungen entstehen, konnte man bereits mehrmals erfahren, als die Hubbrücke ausfiel.

Schon mal daran gedacht?

Steffen Peters schrieb am 01.07.2020 um 11.09 Uhr:
"kein Parken - kein kaufen!"
Das Problem ist, dass die Kunden faul sind. Ich habe es an mir selbst gemerkt, als ich kürzlich beim LUV Center einkaufen musste. Corona hat auch einiges zusätzlich geändert.
Zuerst ist man genervt, weil das Auto nicht unmittelbar am Eingang parken kann. Es sei denn (und das machen SEHR viele), man parkt falsch auf Behinderten- oder Familienparkplätzen.
Dann ist man genervt, daß die Einkaufswägen nicht (mehr) überall herumstehen und man sie vor allem nicht problemlos aus jedem Geschäft ins andere mitnehmen kann. Dann nerven einen enge Wege durch Personenleitmaßnahmen; getrennte Ein-& Ausgänge. Ständiges Umladen der bereits gekauften Ware in andere Einkaufswägen.

DAS sind alles Hindernisse, die sich in der Innenstadt nicht mit 20 neuen Parkhäusern an 8 spurigen Straßen lösen lassen.

In der Innenstadt (als mein Kiez) kaufe ich jedoch sehr entspannt mit Hackenporsche oder Rucksack genau das ein, was ich kurzfristig brauche. Morgen kann ich ja nochmal den kurzen Weg losgehen...
Die Zukunft gehört jedenfalls nicht mehr der Autoindustrie.

Sebastian Berger schrieb am 01.07.2020 um 11.43 Uhr:
Wenn man einen Existenzgründerkurs besucht hat, lernt man u.a. die Lage des Ladengeschäftes. Dies ist zwingend zum Erfolg des Unternehmens zu berücksichtigen. Als da wären: Stamm- oder Laufkundschaft? Erreichbarkeit? Barrierefrei? PARKPLÄTZE???
Das traf ja mal zu - jetzt ist es nicht mehr so (...schwer zu verstehen!)

M.Kopp schrieb am 01.07.2020 um 12.26 Uhr:
Leider verstehe ich diese Diskussion nicht und empfinde diese als scheinheilig. Jeder der einen klaren Verstand hat, muss doch gerade in Lübeck sehen, dass ein Kampf gegen den Verkehr stattfindet. Es ist politisch gewollt, dass der Individualverkehr abgeschafft wird. Die Verkehrspolitik in Lübeck ist gegen den Bürgerwillen gerichtet und bringt unnötig Menschenleben in Gefahr. Wo sich Kinder die Straße mit 40 Tonner teilen, obwohl ein breiter Radweg da ist, da fühlen sich die Lübecker wohl ?

Marcus schrieb am 01.07.2020 um 15.04 Uhr:
die politik sollte sich fragen warum eine filiale von den großen ketten in der innentadt schließt und dafür neu im cittipark öffnet (wie bekleidungsgeschäft ehemals unten in der breiten straße.
am onlinehandel kann es nicht liegen. dann würden sie nicht bei citti aufmachen.
am sortiment auch nicht. dann würde bei citti niemand in den laden gehen.
also woran liegt es?
jeder in lübeck weiss es aber es ändert sich nichts weil lübeck dringend geld braucht
und deshalb wird rigoros aufgeschrieben und kontrolliert und kassiert.
bis eben die leute wo anders einkaufen.
und dann kassiert lübeck auch nichts mehr weil keiner mehr kommt.
vielleicht mal etwas daran ändern?

Ralle schrieb am 01.07.2020 um 18.20 Uhr:
@Stefan Matthé: Super Kommentar! Dem ist nichts hinzuzufügen, 100protzentig auf den Nagel getroffen!

Currywurst schrieb am 01.07.2020 um 18.28 Uhr:
Ja Ja, die liebe Innenstadt. Ich halte mal eben fest:

- Hüxstraße; voll gestellt mit Autos, die meisten Geschäfte kannst du dort eh nicht besuchen oder diese gibts nach paar Monaten nicht mehr.

- Beckergrube; ein Beispiel für die Diskriminierung von Verkehrsteilnehmer und Unternehmen. Oder warum dürfen Kunden der (...) da durchfahren? Warum Elektrofahrzeuge, Taxen und Bussen? 20km/h V max, weil?

Man könnte hier noch fleißig aufzählen... Was aber alle immer vergessen, um von A nach B zu kommen, muss man in der Regel die Innenstadt jedes Mal umfahren; Liebe "Retter der Welt", das sind bei mir im Monat min 50L Benzin - rechnet mal.

Eure
Currywurst

Klaus Palte schrieb am 01.07.2020 um 18.46 Uhr:
Die FDP bedient mal wieder ihre Klientel. Und die hat immer noch nicht bemerkt, dass sich das Einkaufsverhalten total geändert hat. Mit mehr PKWs durch mehr Parkplätze wird nichts mehr erreicht und nichts mehr zurückgeholt. Die Zeiten sind vorbei. Die Deckung des täglichen Bedarfes und die größeren Anschaffungen laufen bequem über die Grüne Wiese und/oder das Internet (Bedarfshopping). Das andere Einkaufen, nämlich das Erlebnisshopping hat Bestand, siehe Hüxstraße. Bestand hat auch der Servicebereich in der Innenstadtd wie Banken, Ärzte, Rechtsanwälte. Die FDP möge sich doch mal mit ihrer Klientel umhören in Städten die geografisch ähnlich liegen und die ihre Parkplätze bereits vor mehr als 20 Jahren in den Fels bergmännisch vorangetrieben haben wie Marburg oder Leonberg und andere. Und wie sieht es da jetzt aus ? Die Menschen belohnen nicht den Parkplatzbau sondern eine Angebotstruktur, die ihrem anderen Einkaufsverhalten entspricht. Und da müssen die FDP und ihre Klientel umdenken. Sozusagen systemrelevant umdenken.

andre klar schrieb am 01.07.2020 um 20.10 Uhr:
@Currywurst:
50 Liter Sprit im Monat, um die Innenstadt zu umfahren ??
Wie wär's, wenn Sie das mal vorrechnen...

Sebastian schrieb am 01.07.2020 um 21.03 Uhr:
Also ganz ehrlich, wenn ich mir Kleidung, oder vielleicht auch Mal etwas Elektronik kaufen möchte,fahre ich lieber in das Luv Center. Auch wenn ich die (fast 4€) Tunnelgebühr bezahlen muss um dort effektiv hinzukommen. Und selbst wenn die Parkhäuser kostenlos wären, würde ich trotzdem die Innenstadt vermeiden, weil der Autoverkehr mir dort und auf dem Weg dorthin zu stressig ist. Also meiner Meinung nach, darf die Innenstadt gerne mit Ausnahmen von Anwohner, Handwerker, Lieferanten,Taxis und ähnliches gerne Autofrei werden. Vielleicht wird der Ort dann interessanter für den Tourismus?

Wolfgang Ahlisch,Stockelsdorf schrieb am 01.07.2020 um 21.06 Uhr:
Kein Bürger muss in die Innenstadt HL mit dem PKW mehr fahren. Parkgebühren/Schleppen der Einkäufe/ Beachtung der Parkzeiten/Politessen/lange Wege vom MUK-Parkplatz jetzt über Holsten- oder Drehbrücke/ da MUK-Fussgängerbrücke jetzt zur Reparatur ist/ Dafür Ärzte in Stockelsdorf oder Bad Schwartau/
Einkaufen bei Citti, LUV-Center oder in Bad Schwartau/1500 kostenlose Parkpläte mit Parkscheibe 2 Stunden/ und dann in aller Ruhe & Entspannung einen Tee oder Kaffee trinken z.B. bei Tee-Heike.
Und das Auto kann man neuerdings auch in der Dänischburger Landstr. waschen lassen!
Die HL-Politik will es doch so, jetzt bitte keine Tränen vergiessen!

Carsten Drews schrieb am 01.07.2020 um 21.07 Uhr:
Ich hatte noch nie Schwierigkeiten, mit dem Auto in die Lübecker Innenstadt zu fahren. Es sind genug Parkplätze vorhanden. Mit dem Fahrrad nach Lübeck zu fahren ist jedoch gruselig. Miserable Radwege und Verkehrsführungen, das macht wirklich keinen Spaß. Schade eigentlich, denn ich würde das Rad noch lieber nutzen.

Vitus schrieb am 02.07.2020 um 00.28 Uhr:
Die FDP ist bisher nicht sonderlich bekannt dafür, sich in Themenfeldern wie dem Artenschutz zu engagieren. Überraschend daher der starke Einsatz des Ortsvereins Lübeck.
Und Recht haben sie. Angesichts der rasanten Veränderungen im urbanen Raum, geraten einige Spezies unter enormen Anpassungsdruck und sind vielerorts langfristig bestandsgefährdet.
Hierbei richtet die Partei ihre Aufmerksamkeit auf eine Spezies die bisher doch viel zu wenig Beachtung fand, den Homo automobilis.
Trat diese Art erst vor gut 60 Jahren in nennenswerter Zahl in Erscheinung, betrachten einige unsensible Menschen die Spezies als altertümlich und nicht erhaltenswert. Zugegeben, mit ihrem eher schlecht ausgeprägtem optischen Sinn und der verminderten Überlebensfähigkeit außerhalb ihres natürlichen blechernen Habitats scheinen die evolutionären Aussichten äußerst beschränkt. Auch die Unverträglichkeit mit anderen Spezies macht ihre Haltung recht problematisch.
Aber sie deshalb einfach aussterben zu lassen ist doch eine frevelhafte Idee. Denn ihre historische Leistung ist ist kaum zu überschätzen. Ohne sie steckten wir vielleicht noch tief im Holozän und hatten nie die Segnungen des Anthropozän erfahren.
Gerade in Lübeck leidet diese Art unter den speziellen topologischen Gegebenheiten, deren Ursachen historisch begründet sind. Während US Army Air Forces und RAF in vielen deutschen Städten den Muff der Renaissance und des Barocks gründlich auslichteten und somit ungeahnte Biotope für Homo automobilis erschufen, wurde in Lübeck im Frühjahr 1942 eher schlampig gearbeitet. Zu viel mittelalterliche Struktur blieb erhalten um hier eine zeitgemäße Infrastruktur zu errichten.
Die engen Gassen und der Mangel an Parkplätzen macht es Homo automobilis hier besonders schwer. Und dass die Verwaltung auch noch Parkgebühren erhebt ist äußerst kontraproduktiv.

Aber zum Glück gibt es ja Parteien wie die FDP, mit ihrem ausgeprägten Sinn für benachteiligte und bedrohte Arten. Während in unserer kalten Leistungsgesellschaft nur noch Effizienz und Wirtschaftlichkeit zählen, zeigt diese soziale Volkspartei ein großes Herz für eine Spezies die zwar nutzlos, aber in ihrer drolligen Lebensweise überaus liebenswert erscheint. Danke FDP 😘

Manfred Vandersee schrieb am 02.07.2020 um 08.03 Uhr:
Neuestes Motto in Lübeck "übermorgen":

"Hurra, wir veröden";)


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