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Donnerstag,
der 30. März 2017






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28.08.2014 08.21


SHMF: In Italien nennt man es Amore

Das Schleswig-Holstein Musik Festival testet neue Wege. Mit einer Mischung aus Literatur und origineller musikalischer Kleinkunst wurde am Mittwoch, 27. August, ins Kolosseum eingeladen. Dem Publikum gefiel es.

"Parlami damore Erzähl mir von der Liebe" war der Abend überschrieben. Er wurde von zwei Namen beziehungsweise von zwei Künstlern getragen, von der sizilianischen Sängerin Etta Scollo und dem Schauspieler Joachim Krl.



Auf den Eintrittskarten stand noch "Etta Scollo & Christian Redl". Redl hatte aus persönlichen Gründen abgesagt. Joachim Krl war eingesprungen. Er ist einem großen Publikum von vielen Filmprojekten bekannt, nicht zuletzt als Commissario Brunetti aus den Krimis von Donna Leon, die ihre Mordfälle in der Lagunenstadt Venedig aufklären lässt.

Immer im Wechsel von Lied und Lesung ging das Programm zweieinhalb Stunden lang über die Bühne. Krl brillierte mit heiteren, skurrilen, aber auch nachdenklichen Geschichten italienischer Autoren (Italo Calvino, Alberto Moravia, Paolo Conte, Dario Fo und anderen). Da wurde ein junges Paar beschrieben, das sich verbunden hatte, um gemeinsam traurig zu sein und sich umzubringen. Der in die Jahre gekommene Friseur muss einsehen, dass er inzwischen ein "alter Trottel" ist. Die "Hure von Scacca" hingegen erlebt ein ungewöhnliche Happy End, und das getrennt lebende Paar findet vielleicht in neuen Rollen wieder zusammen. Krl rezitierte die Texte mit vollem Stimm- und Körpereinsatz. Seine rechte Hand blieb nie still. Geste, Mimik, Betonung das alles saß genau.

Etta Scollo, die schon lange auch in Deutschland lebt, war nicht allein gekommen. Ihr Ensemble, in Hamburg und Berlin rekrutiert, bestand aus Susanne Paul am Cello, Cathrin Pfeifer mit dem Akkordeon und dem Multiinstrumentalisten Hinrich Dageför. Die Scollo hat ihren eigenen Gesangsstil kreiert, eine Mischung aus Chanson, Jazz, Soul und sizilianischer Folklore. Sie absolvierte ihre Titel mit Energie und Temperament, vollführte mit der Stimme Rutschpartien von der hohen in die tiefe Lage und umgekehrt. Die italienischen Liedertexte konnten natürlich die wenigsten im Publikum verstehen. Aber auch die Verpackung riss mit.

Gegen Ende des Abends wurde eine Rosalia besungen. Ob es eine Verbeugung vor der Schutzpatronin ihrer Heimatstadt Catania war? In der zweitgrößten Stadt auf Sizilien wird die Heilige Rosalia verehrt, die so erzählen fromme Bewohner schon mehrere Male bei Ausbrüchen des Ätna geholfen hat. Dessen Rauchfahne ist fast immer oberhalb der Stadt zu sehen.

Autor: TD

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