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04.12.2014 14.51


Overbeck-Gesellschaft zeigt den Zeichner Kuno Dannien

Ein Abschnitt in der Geschichte der Overbeck-Gesellschaft geht zu Ende. Nach zwölf Jahren gibt Marlies Behm die künstlerische Leitung des Lübecker Kunstvereins ab. Am Sonnabend wird ihre letzte Ausstellung eröffnet. Der Künstler ist ein Freund des Hauses, der Lübecker Architekt Kuno Dannien. Behm und Dannien führten die Presse am Donnerstag durch die Ausstellung.



Kuno Dannien gehört zu den wenigen Lübeckern, die jede Ausstellung der Overbeck-Gesellschaft gesehen haben. Da der Kunstverein immer auch das regionale Schaffen beachten soll, sei die Idee, Kuno Dannien einerseits als Architekten, andererseits als Zeichner vorzustellen, sehr alt. Immer wieder sei etwas dazwischen gekommen, sagte Frau Behm. Kuno Dannien bekannte, dass er sich bei seinen Zeichnungen nicht als großer Künstler fühle. Immerhin aber gebe es in seinem "Hauptberuf" den Ausdruck Baukunst.

Kuno Dannien und seine Frau, die Fotografin Ursula Dannien, sind gern und viel gereist. Oft übrigens mit der Overbeck-Gesellschaft, für die viele Jahre hindurch die Kunsthistorikerin Dr. Hella Ostermeyer große Kunstreisen organisierte. Unterwegs hatte Dannien immer in Heft in der Jackentasche oder einen Spiralblock im Handgepäck. Nicht nur an ruhigen Orten, sondern auch mitten im Trubel setzte er sich hin und zeichnete. Natürlich waren es oft Architekturlandschaften oder bedeutende Bauwerke. Er versuchte jedoch, den Postkartenblick zu vermeiden, wählte oft einen Ausschnitt, bei dem Einzelheiten deutlich hervortreten.



Am Tisch zu zeichnen, sei natürlich das Bequemste, sagt Dannien. Er habe sich aber auch auf einen Stein oder einen Baumstumpf gesetzt; die Knie dienten dann als Tischplatte. Am schwierigsten sei das Zeichnen im Stehen. Dannien benutzt dabei einen dünnen, mit Tinte gefüllten Filzstift, bei vielen Motiven zusätzlich Aquarellfarben. Er liebe die Spiralblöcke mit 50 Seiten, erzählt er weiter. Nicht jeder Block wurde Seite für Seite bemalt. Manchmal brauche man auch einen Bogen für Notizen oder als Briefpapier. Im Schnitt aber enthalten die Blöcke 40 Zeichnungen. 38 solcher Blöcke sind im Laufe der Zeit entstanden, mithin also rund 1.500 Zeichnungen. Für die Ausstellung war es schwierig, jeweils eine Aufschlagseite auszuwählen.



Zeichnen lernte Kuno Dannien als Teil seines Architekturstudiums. Heute sehnen sich die Studenten sehr früh nach dem Computer. Das Zeichnen spiele nicht mehr die zentrale Rolle. Der 1931 in Lübeck geborene Dannien aber musste das noch von der Pieke auf lernen. Berufserfahrungen sammelte Dannien unter anderem in Konstanz, bei einem Schüler des berühmten Architekten Mies van der Rohe. Weitere Jahre verbrachte er in bekannten Architekturbüros in Wiesbaden und Frankfurt. Zurück nach Lübeck kam er 1961, trat hier in das Architekturbüro von Karl Horenburg ein. Zusammen mit einem weiteren Horenburg-Mitarbeiter, nämlich Uli Fendrich gründete er Anfang der siebziger Jahre das Büro Dannien und Fendrich.

In Lübeck tragen private, aber auch viele öffentliche Bauwerke Danniens Handschrift. Hierzu zählen die Berufsbildungsstätte auf dem Priwall, die Kirchen St. Michael in Siems und St. Paulus in Dänischburg, das Schulzentrum Reinbek und die Schule in Schlutup. Aber auch Ein- und Umbauten in historischen Gebäuden entwarf und leitete er. Beispiele sind die Winterkirche in St. Jakobi oder das neue Innenleben der Holstentorhalle zur Nutzung durch die Musikhochschule.

Die Ausstellungseröffnung, zugleich die Verabschiedung von Frau Behm, beginnt am Sonnabend (6. Dezember) um 17 Uhr im Großen Saal der Gemeinnützigen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Overbeck-Gesellschaft, Dieter Witasik, sprechen Antje Peters-Hirt für die Gemeinnützige, Susanne Bieler-Seelhoff für die Landesregierung, Volker Lang für die Künstlerschaft sowie Björn Engholm. Musikalische Akzente setzt Hans G. Leonhardt. Die Ausstellung im Pavillon der Overbeck-Gesellschaft ist bis zum 21. Dezember zu sehen.

Autor: TD

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