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HL-live.de

Sonntag,
der 23. April 2017






Zoll deckt Sozialbetrug auf

Der Geschäftsführer einer Lübecker Bauputzbetriebes wurde vom Amtsgericht Lübeck wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt. Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung auf vier Jahre ausgesetzt. Zusätzlich wurden dem Geschäftsführer 600 Sozialstunden auferlegt.

Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Lübeck des Hauptzollamts Kiel, durch die nachgewiesen werden konnte, dass der Geschäftsführer über mehrere Jahre hinweg 60 Arbeitnehmer nicht oder nicht ordnungsgemäß bei den zuständigen Sozialkassen angemeldet hat. Die Arbeitnehmer haben einen Teil ihres Lohnes über die offizielle Lohnabrechnung bekommen und den nicht unerheblichen Rest als so genannte "Schwarzlohnzahlung". Die Gelder dafür wurden durch sogenannte "Scheinrechnungen" von Subunternehmern aus dem Firmenvermögen geholt. Die von diesen Firmen in Rechnung gestellten Tätigkeiten wurden tatsächlich von den eigenen schwarz bezahlten Arbeitnehmern der Firma des Beschuldigten ausgeführt.

Der Geschäftsführer konnte auf diese Weise Sozialversicherungsbeiträge von über 300.000 Euro "einsparen". Außerdem hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit Lübeck gegen 32 Arbeitnehmer dieses Bauputzbetriebes Betrugsverfahren zu Lasten der Agentur für Arbeit beziehungsweise der Jobcenter geführt, da sie ihr Einkommen aus der Beschäftigung gar nicht oder in falscher Höhe angemeldet hatten.


Text-Nummer: 113796 Autor: Zoll vom 21.04.2017 12.02

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Kommentare zu diesem Text:

Reinhart Jahnke schrieb am 21.04.2017 um 13.46 Uhr:
Solche Typen tragen eben zum schlechten Image der Subunternehmen im Bauwesen bei: Darum einsperren und keine Bewährung!

U. Seipolt schrieb am 21.04.2017 um 15.35 Uhr:
"Solche Typen tragen eben zum schlechten Image der Subunternehmen im Bauwesen bei: Darum einsperren und keine Bewährung!"

Blöderweise erwischt man immer nur die 5% der Dümmsten. Der Rest macht weiter.

Auch die Cumex-Deals wären ohne die Dummheit zweier Betrüger, die sich vor Gericht streiten mussten, nicht in ihrem Ausmaß erkannt worden.

Hier liegt noch ein fruchtbares Betätigungsfeld für die Presse. Aber es braucht halt unendlich viel Zeit und Geld dem nachzugehen. Berichte über eine vermutliche Schwangerschaft von Promis sind flotter verfasst und wahrscheinlich auch profitabler...

Walter Boller schrieb am 21.04.2017 um 18.14 Uhr:
300.000 an Sozialabgaben ist ja nicht der Gesamtschaden. Dazu kommen ja noch hinterzogenen Steuern.
Dafür eine Bewährungsstrafe mit Sozialstunden?
Etwas zu wenig, finde ich.
Aber jetzt dürfte er pleite sein, den Offenbarungseid leisten. Da hat er ja viel Zeit, die 15 Wochen Sozialstunden abzuarbeiten.

U. Seipolt schrieb am 21.04.2017 um 21.35 Uhr:
"300.000 an Sozialabgaben ist ja nicht der Gesamtschaden"

Zudem klagt die Staatsanwaltschaft ja auch nur den Teil an, der der zweifelsfrei nachzuweisen und nicht in die Verjährung gekommen ist. Womöglich nur die Spitze des Eisbären (Ohrspitze ;) )


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