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HL-live.de

Sonnabend,
der 21. Oktober 2017






Kaum noch Feiern auf dem Markt

Seit 2011 hat Lübeck ein Qualitätskonzept für Veranstaltungen auf dem Markt. Die Stadt wollte nur noch hochwertige Veranstaltungen zulassen. Das hat nicht geklappt, so das Fazit im Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft. Die Kriterien werden kaum noch eingehalten und es gibt kaum Bewerber für den Markt.

Im Jahr 2011 wurde Punktesystem eingeführt. 36 Kriterien werden bewertet, zum Beispiel die Namensgebung. Taucht das Wort "Lübeck" im Namen der Veranstaltung auf, gibt's schon mal neun Punkte. Für ein Synonym sind sechs Punkte drin, für einen Lübeck-Bezug drei Punkte. Wer Bezug zu den "drei Treibern des Erfolgsmusters Lübeck" hat (das sind "Lübecker Altstadt", "Stadt an der Ostsee" und "Seebad Travemünde"), bekommt weitere neun Punkte. Bewertet werden aber auch die Dekoration, die Standgestaltung, die Ganzheitlichkeit und die Synergieeffekte mit Handel, Gastronomie, Kultur und Tourismus. Auch die überregionale Bedeutung gibt Punkte. Und bei 100 Punkten darf der Lübecker Markt genutzt werden.

Das Ergebnis sieht etwas anders aus, kritisierte Roland Vorkamp von den Grünen im zuständigen Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft. Es sei in der Regel immer der gleiche Veranstalter. Außerdem gebe es inzwischen auch wieder Getränke aus Plastikbechern. Das hatte die Bürgerschaft untersagt.

Es gibt auch Veranstaltungen mit hoher Qualität, betonte Olivia Kempke, Geschäftsführerin des Lübeck Managements. Ein Beispiel sei die Feier zu 30 Jahre Weltkulturerbe im Sommer gewesen. Der Veranstalter habe aber erklärt, nie wieder den Markt nutzen zu wollen. Die Tagesmiete von 1400 Euro könne bei der schwachen Frequenz an Besuchern nicht erwirtschaftet werden. Auch seien die zulässigen Auf- und Abbauzeiten für hochwertige Veranstaltungen zu kurz.

Der Wirtschaftsausschuss möchte jetzt erst einmal prüfen, wer für die Überwachung der Plastikbecher-Verordnung zuständig ist. Das Thema "Feiern auf dem Markt" soll dann erneut diskutiert werden.

Die Idee mit hochwertigen Veranstaltungen auf dem Markt konnte sich nicht durchsetzen. Sie sind nicht wirtschaftlich.

Die Idee mit hochwertigen Veranstaltungen auf dem Markt konnte sich nicht durchsetzen. Sie sind nicht wirtschaftlich.


Text-Nummer: 117623 Autor: VG vom 12.10.2017 16.15

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Kommentare zu diesem Text:

Maria Strempel schrieb am 12.10.2017 um 17.27 Uhr:
Warum will denn wohl keiner da Feste machen? Es kommt doch bei dem Stau eh keiner mehr in die Stadt. Und selbst wenn man mal drin ist...die Parksituation ist ne Katastrophe (besonders für Leute, dich nicht mehr gut zu Fuß sind)...die Taktung, Preise und Anbindung des ÖPNV ins Umland ist auch eine Zumutung . Als hätte Lübeck keine anderen Probleme als Feste auf dem Markt, die nicht stattfinden...die Sorgen der Herren Bürokraten möchte ich mal haben!

Thomas schrieb am 12.10.2017 um 19.05 Uhr:
Wenn man mit großen Problemen überfordert ist ,sucht man sich eben Kleine 😂

Hans-Georg Kloetzen schrieb am 12.10.2017 um 20.15 Uhr:
Mit anderen Worten, Frau Strempel: Sie würden am liebsten mit dem eigenen Wagen auf dem Markt parken um dort eine Veranstaltung zu besuchen?
Im Übrigen ist ein Marktplatz eine traditionelle Veranstaltungsfläche, die sich mitten in der Stadt befindet. Warum sollte diese Fläche nicht genutzt werden? Warum sollte man nicht versuchen, ein wirklich funktionierendes Konzept dafür zu entwickeln?

Dr. P. Voeltz schrieb am 13.10.2017 um 00.09 Uhr:
Nicht nur der Veranstaltungsort "Markt" muss auf den Prüfstand, sondern grundsätzlich die Vermarktungsgepflogenheiten der LTM! Dies gilt insbesondere auch für Travemünde. Zugegeben gab es in diesem Jahr LTM-Highlights wie das Seebad-und das Lichterfest. Andererseits werden lokale Veranstalter nicht gleichbehandelt sondern mangels Unterstützung und auch behördlicher Untätigkeit (FB3/ Gewerbeangelenheiten) vergrault: Haitage,Halloween, Küstenwiehnacht - auch "Die Kulurbühne Travemünde". (s. diverse Beiträge in Travemünde Aktuell online der vergangenen 10 Tage!).Für außenstehende Beobachter verursacht das im Kontrast dazu großzügig-ermessende Verwaltungshandeln im Umgang mit der Uwe-Bergmann-Agentur und dem Landprogramm der Travemünder Woche durchaus "Besorgnis der Befangenheit"!pv+

Manfred Vandersee schrieb am 13.10.2017 um 07.43 Uhr:
Lübeck persifliert sich mal wieder selbst;)

Tom schrieb am 13.10.2017 um 07.56 Uhr:
Wenn die Stadt solche speziellen Kriterien und Vorgaben vorgibt dann gibt es ja nur noch Veranstaltungen die die Stadt selbst unter (Ihrem) Namen stattfinden lassen kann.

Und was die umliegende Infrastruktur des Markt angeht kann ich Frau Strempel nur Recht geben.

Ach ja, was die Straßensituation angeht ,da wird wohl auch nach Punkten gearbeitet.
Jede Straße sollte mindestens eine Baustelle haben. Gibt dann 10 Punkte.

Jörg Peters schrieb am 13.10.2017 um 12.34 Uhr:
Plastikbecher-Verordnung... Punkteplan für die Zulassung... Wird in Lübeck auf dem Amt pwie bei Monopoly entschieden? Bekommen wir hier eigentlich überhaupt nichts mehr hin? Muss man um Verantwortung in Lübeck übernehmen zu dürfen eigentlich ein Seminar für solchen dummfug besuchen? Oder gibt es dafür eine interne Dienstanweisung.... Wir hatten mal ein wunderschönes Altstadtfest in Lübeck, auch kaputt gemacht worden von der Stadt... Für soviel Inkompetenz und Ignoranz von seiten der Verwaltung in dieser Stadt müssten die Verantwortlichen einen Bonus bekommen... schönes Wochenende allen :)

BjörnLübeck schrieb am 13.10.2017 um 13.11 Uhr:
Naja, die Problematik ist insgesamt ja noch viel größer. Es beginnt ja schon mit der Gastronomie. Es haben sich im Laufe der Zeit immer wieder Gastronomen versucht, sich mit einem sogenannten Szenecafe am Markt anzusiedeln und dadurch ein jüngeres Publikum anzusprechen.

Dieses wurde aber seitens der Stadt immer bestmöglichst verhindert, beispielsweise durch Ausschankverbote im Aussenbereich ab 22:00 Uhr sowie generelle (Musik)-beschallungsverbote aussen..
In jeder deutschen Großstadt, sind solche Cafes und Kneipen auf Marktplätzen und in Fußgängerzonen KEIN Problem.

Nur Lübeck "will" sowas nicht. Stattdessen wird eher Wert darauf gelegt, das es nur Cafes für Rentner tagsüber gibt, so zB. Cafe Marett oder Niederegger...

Darüber hinaus hat die Stadt Lübeck viele andere Veranstaltung ebenfalls verbannt, wie zB. das Altstadfest, Hafenfest, Oktoberfest (war mal eine Zeit lang auf dem Markt), Mittelaltermärkte, Sandworld, Iceworld, Harley-Days (Mediadocks) und viele mehr..

(...)

Naja und wenn die Standmiete des Platzes tatsächlich etwa 1400,- € und aufwärts betragen (plus Strom, Wasser, Abwasser, nötiges Personal und Steuern), dann wunderts eh nicht, das kleinere Veranstalter, die vielleicht etwas schönes vorhaben, sich 100mal überlegen, ob sie sowas in Lübeck machen oder vielleicht doch lieber in Bad Schwartau...

Und dann noch die ganzen Auflagen, die hier im Artikel genannt wurden.. Oh je...

Lübeck ist daher, was Veranstaltungen für ein möglichst breites Publikum angeht, leider echt am aussterben..

M.Schmidt schrieb am 13.10.2017 um 17.08 Uhr:
Die Auflagen sind ja nicht vom Himmel gefallen,da liegt Lübeck gleichauf mit anderen Innenstädten. Es sind zumeist gesetzlich vorgegebene bzw. von Bürgern durchgesetzte Anforderungen. Und die Infrastruktur (mal wieder) als Hauptschuldigen zu nennen finde ich lächerlich, es gibt reichlich Parkplätze um die Altstadt und wir sind nicht alle fußkrank.
Ich glaube es liegt mit an den Veranstaltern. Zum einen muss der Gewinn immer höher ausfallen, und ich finde die "Feste" werden immer unatraktiver (z.B. durch hohe Preise und laute Musik).
Da müsste mal ein Umdenken stattfinden, dann kommen auch wieder Gäste.

Klaus Reinhold schrieb am 13.10.2017 um 17.25 Uhr:
Wie erklärt sich, dass die Hansestadt Lübeck der Außengastronomie auf dem Marktplatz 9 € pro Quadratmeter und Monat berechnet, während die LTM
die Marktfläche für 1400 € pro Tag vermietet?


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