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Montag,
der 11. Dezember 2017






Der lange Weg zu den Baugebieten

Seit Jahren wird in Lübeck über die Wohnungsknappheit diskutiert. Travemünde, Volksfestplatz, Schlutup: Viele Projekte sind in Arbeit. Doch gebaut werden kann noch nicht. Die Verfahren ziehen sich über viele Jahre.

So beschloss die Bürgerschaft vor knapp drei Jahren eine "Neue Teutendorfer Siedlung" in Travemünde. Der Sachstand jetzt: Das städtebauliche Konzept wird überarbeitet. Es wird geprüft, ob Geschosswohnungsbau und eine Kita in die neue Siedlung integriert werden können. Das Ergebnis soll im ersten Quartal 2018 vorliegen. Dann kann aber noch nicht gebaut werden: Es müssen ein Bauleitplanverfahren und ein "Zielabweichungsverfahren" eingeleitet werden. Die geschätzte Dauer liegt bei zwei bis drei Jahren.

Auch die Ausweisung des Baugebietes Volksfestplatz wird seit Jahren gefordert. Der Bauausschuss hat allerdings im Juli die Aufstellung eines Bebauungsplanes vertagt. Zuerst muss mit dem dortigen Schützenverein beraten werden, wie eine Lärmbelästigung der neuen Anwohner auszuschließen ist. Und inzwischen ist klar, dass auch die benachbarte Kita erweitert werden muss, wenn auf dem Volksfestplatz dort junge Familien wohnen. Überlegt wird auch noch, das Baugebiet weiter nach Norden auszudehnen. Wann es weiter geht, bleibt unklar.

In Schlutup wird die alte Kühne-Fabrik abgerissen. Wann hier ein Baugebiet entstehen kann, ist aber noch völlig unklar. Die Stadt lehnt die geplante Bebauung als zu hoch ab. Erst wenn Einigkeit mit dem Investor besteht, kann der Flächennutzungsplan geändert werden. Dann folgt die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Das kann sich also noch einige Jahre hinziehen.

Ob Lübeck in ein paar Jahren die neuen Bauflächen noch braucht, ist offen. Die aktuellen Prognosen gehen davon aus, dass die Bevölkerungszahl in einigen Jahren wieder abnehmen wird.

Alle sind sich einig: Lübeck braucht Wohnraum. Die Planverfahren dauern aber mehrere Jahre. Foto: Oliver Klink/Archiv

Alle sind sich einig: Lübeck braucht Wohnraum. Die Planverfahren dauern aber mehrere Jahre. Foto: Oliver Klink/Archiv


Text-Nummer: 118848 Autor: VG vom 06.12.2017 12.45

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Kommentare zu diesem Text:

Schulzke Monika schrieb am 06.12.2017 um 12.59 Uhr:
Mal ganz ehrlich: wenn in der freien Wirtschaft auch in diesem Tempo gearbeitet werden würde wären alle längst pleite.

Iak Kubinksi (Neuseeland) schrieb am 06.12.2017 um 13.12 Uhr:
Wohnraum ja. Aber auch bezahlbar für den Arbeiter! Das wird ja wohl nix mit diesen neuen Tempeln.- Aber es gibt ja genügend Zielgruppen die denken über Mietpreise und Nebenkosten wenig nach. Und es werden täglich mehr! Simsalabim

Simonsky schrieb am 06.12.2017 um 13.46 Uhr:
Abgesehen davon werden diese Projekte nichts an der Wohnungsknappheit ändern, weil diese Wohnungen allesamt für horrende Preise vermietet oder verkaufen werden und mit etwas Pech sogar leerstehen werden. Lübeck braucht vorallem mehr bezahlbaren Wohnraum anstatt neue Luxushäuser wie am Kanal.

Diese Ghettobildung in Eichholz, Moisling etc muss endlich beendet werden!

Otto Walter schrieb am 06.12.2017 um 14.13 Uhr:
Auf dem Gelände des Schlachthofes könnten schon seit 8 Jahren Menschen wohnen. Die Politik ( SPD ) möchte es aber nicht. Die Politik verweigert den Bau von 40 Sozialwohnungen,
Altersgerechte und Behindertengerechte Wohnungen.

Steffen Peters schrieb am 06.12.2017 um 15.24 Uhr:
Schön, daß es hier unter den Kommentatoren haufenweise Fachleute gibt.

1. Anders als in der freien Wirtschaft entscheidet hier nicht EIN Chef, ob ihm die Planung gefällt, sondern unterschiedliche Fachgebiete müssen koordinieren, die Verwaltung entscheiden, die Politik zustimmen und der Bürger zahlen. Und da es jeder besser weiß, traut sich keiner an schnelle, einfache Entscheidungen, die später vielleicht Fehler enthalten.

2. wer bezahlt denn "bezahlbaren Wohnraum"? Solange die Investoren nicht genügend Rendite erwirtschaften, investieren sie nicht.

3. Die Rendite versuchen Investoren mit Bauvorhaben zu erwirtschaften, die entweder nicht nachhaltig sind (s. "Falkendamm"), nicht den B-Plänen entsprechen (s. Lindenplatz-Autohaus) oder die nicht der Stadtplanung entsprechen (s. Schlachthof).
Hier springen allzu viele auf die einfachen Parolen der -oft zu Recht- gescholtenen Investoren an.

4. Wer mehr und bezahlbare Wohnungen haben will, der muss auch an die Ursachen ran. An die Immobilienblase, das Betongold, den zunehmenden Pendleranteil in das noch knappere/unbezahlbare Hamburg.
DAS wäre der lange (aber sinnvolle) Weg zu ausreichend Bauland in Lübeck.

Walter Koch schrieb am 06.12.2017 um 15.54 Uhr:
Wenn viele Flüchtlinge die in Deutschland nur subsidiären Schutz erhalten wieder in ihre Heimat zurückkehren, dann werden etliche Wohnungen im günstigen Preissegment wieder frei.

In den meisten Gebieten Syriens und des Iraks herrscht kein Krieg mehr und die hierher geflüchteten Menschen werden dort den Wiederaufbau beginnen können.

Hoffentlich werden die freiwerdenden Wohnungen auch ordentlich saniert und nicht wieder zu Höchstpreisen auf den Markt geworfen, weil der Staat und die Sozialbehörden sowieso jede noch so miese Bude bezahlen, weil ja erhebliche Wohnraumnot besteht. Glückwunsch noch einmal an die Immobilienbranche, einen der Hauptprofiteure der Flüchtlingskrise.

Daniel Kerlin schrieb am 06.12.2017 um 16.13 Uhr:
@Simonsky: Wenn neue Häuser/Wohnungen gebaut werden, haben die Bewohner zuvor weder in Höhlen oder auf Bäumen gewohnt. Wenn jetzt neue Wohnungen bezogen werden, werden woanders welche frei. Dadurch entsteht eine Kaskade wodurch alle Wohnungssuchenden profitieren.
Außerdem können durch die Wohnungen in stadtnähe jetzt ältere Mitbürger dorthin umziehen und ihr zu groß gewordenes Einfamilienhaus an eine junge Familie verkaufen. Auch das entspannt den Wohnungsmarkt.
Es muss auch jedem klar sein, dass die Baukosten/Auflagen heute für Neubauten gewisse Preise vorgeben sind und es keine Wohunungen für 5€/qm geben wird.

Lothar Möller schrieb am 06.12.2017 um 16.23 Uhr:
Das Gerangel um die Bebauung des Schlachthofgeländes zeigt deutlich, wie es nicht laufen sollte. Anstelle von be- und verhindern ist es Zeit zum Handeln.

Exlübeckerin schrieb am 06.12.2017 um 16.39 Uhr:
Es scheint, als ob man in der Entscheidungsriege vordergründig darauf spekuliert, dass sich das Problem Wohnungsnot von alleine erledigen möge.
Warum wird der Mangel nur vertagt und verwaltet?
Warum wird nicht endlich das Schlachthofgelände bebaut?wer profitiert vom Stillstand? Interessante Frage, der ich hoffe, ein Journalist nachgehen möge.
Warum lässt man sich für sämtlichen Entscheidungs- und Planungsprozesse derart viel Zeit??
In anderen Städten und Ländern gibt es dafür extra Gesetze um das ganze zu beschleunigen.
Doch frage ich mich ob es hier nicht gewollt ist... dass die Wohnungen limitiert bleiben und die Mieten steigen.

Wirth schrieb am 06.12.2017 um 16.42 Uhr:
Die unendliche Zeit bis Wohnungen endlich gebaut werden können muss durch die Investoren finanziert werden. Am Ende erhöht dies die Baukosten und folglich die Miete. Auch wenn hochwertige Wohnungen gebaut werden, werden dadurch günstigere Wohnungen frei. Ein erhöhtes Angebot drückt die Preise. Mit den hohen gesetzlichen Forderungen, der langsamen Entscheidungsfindung und den kontraproduktiven Auflagen ist frei finanzierter Wohnungsbau für unter 10,-- € kalt fast nicht mehr machbar. Derzeit habe ich das Gefühl, dass in Lübeck nichts mehr entstehen soll. Dann ist es kein Wunder, dass die Einwohnerzahl sinken wird. Es sollen weniger Flächen verbraucht werden. Den Genehmigungsbehörden ist aber immer alles zu hoch, zu breit oder zu groß. Kleineres Bauvolumen je Grundstück treibt die Baukosten je Quadratmeter weiter in die Höhe.

Holger schrieb am 06.12.2017 um 22.36 Uhr:
Ja,Ja,
nichts ist so eilig
das es durch längeres liegen
noch eiliger wird
und manches erledigt sich von alleine

Sven Sommer schrieb am 07.12.2017 um 10.11 Uhr:
Und wenn nach Jahren gebaut werden soll kommen die Grünen und setzten dort seltene Raupen und Schmetterlinge aus um Neubauten zu verhindern. Das sind keine Märchen das ist in unserer Republik mehrfach passiert. Nur soviel zum Vorhaben der Grünen neue Wohnungen zu erschaffen. Aufgrund von Klagen der genannten Partei werden bundesweit viele tausende Wohnungen derzeit nicht gebaut. Wer das nicht glaubt sollte sich die Diskussion von "Hart aber Fair" vor wenigen Monaten bezüglich dieses Themas mal ansehen.


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