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HL-live.de

Montag,
der 11. Dezember 2017






Neue Premiere im Theater Lübeck

"Was ihr wollt" von William Shakespeare in einer Inszenierung von Sebastian Schug feiert am Sonnabend, 9. Dezember, um 20 Uhr Premiere in den Kammerspielen. In der raffinierten Komödie geht es um ein aberwitziges Wechselspiel der Liebe und der Identitäten.

Regisseur Sebastian Schug, dessen eindrücklich psychologische Inszenierung von "Orpheus steigt herab" von Tennessee Williams zuletzt am Theater Lübeck zu sehen war, beschäftigt sich in seiner Umsetzung auch mit den dunklen Seiten von Shakespeares Verwechslungs- und Verstellungsgeschichte, mit den Täuschungs- und Manipulationsmanövern, der durchaus auch tragischen Sehnsucht nach Liebe und der Suche nach der eigenen Identität.

Die schöne und kluge Viola ist bei einem Schiffsuntergang nur knapp dem Tod entronnen und wird an die Küste Illyriens gespült. Dort tritt sie als Mann verkleidet – unter dem Namen Cesario – in die Dienste des Herzogs Orsino, in den sie sich postwendend verliebt. Orsino jedoch ist in Liebe zur Gräfin Olivia entbrannt und benutzt Cesario als Liebesboten. Von dem Liebreiz des vermeintlichen Jünglings entzückt, fängt Olivia Feuer. Um die Verwirrungen der Liebe komplett zu machen, schmachtet auch der ehrgeizige und nach Höherem strebende Haushofmeister Malvolio Olivia an und wird durch einen gefälschten Brief von Olivias Entourage darin auch noch bestärkt – ein verqueres Spiel mit vorgetäuschten Realitäten, Identitäten und der Frage nach dem wahren "Ich" nimmt seinen Lauf. Erst mit dem Auftauchen von Violas Zwillingsbruder Sebastian scheint sich der Knoten auf wunderbare Weise zu lösen...

William Shakespeare lässt seine Komödie an dem geheimnisvollen Ort Illyrien spielen. Es ist ein Ort der Illusion, der Täuschung und des Traumspiels. "Twelfth Night, or What You Will", wie sein Stück im Original heißt, ist wohl eine Anspielung auf die Epiphaniasnacht, die als Abschluss der zwölf Rauhnächte nach Weihnachten und als Beginn der Karnevalszeit gefeiert wurde. Zu Shakespeares Zeiten wurde diese Nacht mit Maskenspielen begangen, in denen die Menschen durch Verkleidungen und Masken ihre Identität wechselten.

Inszenierung S. Schug
Bühne C. Kiehl
Kostüme N. Zielke
Musik T. Drücker
Mit A. Färber, A. Mann; J. Byl, M. Hermann, A. Hutzel, H. Sembritzki, S. Simon, W. Workman

Die nächsten Vorstellungen werden am 14. und 20. Dezember, jeweils um 20 Uhr gegeben.


Text-Nummer: 118869 Autor: Theater Lübeck vom 07.12.2017 12.02

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