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HL-live.de

Montag,
der 11. Dezember 2017






Neue Kooperation hilft beim Einstieg ins Musikerleben

Orchesterakademien mit dem Ziel, jungen Musikern den Einstieg in ein Berufsorchester zu erleichtern, gibt es in mehreren Städten. Für Lübeck wurde ein Modell entwickelt, das bundesweit einzigartig ist, hieß es am Donnerstag bei einem Gespräch in der Musikhochschule.

Dem neuen Konzept liegt ein Kooperationsvertrag zwischen der Musikhochschule (MHL) und dem Theater Lübeck (TL) zugrunde. Es sieht drei Stufen der Förderung vor. Als "Schnupperkurs" bezeichnete Prof. Jörg Linowitzki, der Beauftragte der Hochschule für die Orchesterakademie, die Stufe I. Hierfür können sich Anfänger ebenso bewerben wie fast fertige Musiker, ergänzte der kommissarische Generalmusikdirektor Andreas Wolf.

Wolf erklärte weiter: "Sie spielen in einem groß besetzten Orchesterkonzert mit. Vorgesehen sind bei der Stufe I acht sogenannte Dienste, das heißt zwei Konzertaufführungen und sechs Orchesterproben. Für Stufe II dürften sich vor allem Masterstudenten interessieren. Sie werden bei bis zu zwei Konzerten und bis zu zwei Produktionen im Musiktheater beteiligt und maximal bei 50 Diensten eingesetzt. Bis hierher kommt das neue Förderkonzept Lübecker Studierenden zugute. Die Stufe III wird bundesweit ausgeschrieben. Den Gewinnern der Vorspiele für diesen Teil der Förderung wird ein praktisches Jahr im Orchester angeboten, das wiederum Aufführungen auf dem Konzertpodium, aber auch in der Oper umfasst. Die sogenannten Akademisten und Akademistinnen werden weiter von ihren Hochschullehrern unterrichtet und betreut. In der Stufe III kümmert sich zusätzlich ein Orchestermitglied als Mentor um die jungen Kolleginnen und Kollegen."

Großen Raum in dem Pressegespräch nahm das Stichwort "Probespiel" ein. Kein Orchestermusiker wird ohne Probespiele eingestellt. Sie finden in ganz unterschiedlicher Form statt, erzählte Schlagzeugstudent und Akademist der dritten Stufe, Holger Roese, mal in mehreren Runden, mal ausführlich durchs gesamte Repertoire. Etwa 120 bis 150 frei gewordene Stellen werden jährlich in Deutschland ausgeschrieben, sagte Prof. Rico Gubler, Präsident der Hochschule. Ausgebildet werden wesentlich mehr Musiker. Der Druck sei natürlich enorm, wenn sich auf zwei Stellen für ein Instrument hundert Interessenten bewerben. In Deutschland gibt es zur Zeit 118 sogenannte Kulturorchester. Hinzu kommen elf Rundfunkorchester, berichtete Prof. Gubler. Insgesamt seien das Stellen für rund 10.000 Orchestermusiker. Seit der Wende habe sich deren Zahl durch Zusammenlegung von Orchestern und Kürzungen um rund 20 Prozent verringert. Das erhöhe natürlich den Druck auf den Nachwuchs. Hier könne die neue Lübecker Akademie durch gute Vorbereitung wirksam helfen.

Seit 2004 gab es in Lübeck bereits das sogenannte Orchesterstudio, ebenfalls in Zusammenwirken von Hochschule und Theater. Das neue Konzept tritt an dessen Stelle, wird finanziert von MHL und TL mit Hilfe der Possehl-Stiftung. Weitergeführt wird das Opern-Elitestudio für den Sängernachwuchs, bei dem die Possehl-Stiftung ebenfalls stark beteiligt ist.

Die ersten Akademisten haben die Probespiele bestanden und sind berufen worden. Wenn sich hundert Kollegen auf eine Stelle bewerben, haben natürlich diejenigen die besten Chancen, zum Vorspiel eingeladen zu werden, die auf Erfahrungen wie in der Lübecker Akademie verweisen können, sagte Holger Roese.

An der Hochschule selbst gibt es natürlich auch ein Orchester mit jährlich etwa drei Projekten. Die Arbeit hier sei jedoch mit den Bedingungen eines Profi-Orchesters nicht zu vergleichen, hieß es von Seiten der Hochschulprofessoren.

Drei Akademistinnen; Caroline Lüer (von links), Julia Puls und Caroline Spengler. Foto: TD

Drei Akademistinnen; Caroline Lüer (von links), Julia Puls und Caroline Spengler. Foto: TD


Text-Nummer: 118879 Autor: TD vom 07.12.2017 14.17

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