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Sonntag,
der 20. Mai 2018






Barfuß mit Omnibus gegen Fracking

Ein Omnibus mit der Aufschrift "Direkte Demokratie" steht bis Mittwoch am Klingenberg in Lübeck, um Unterschriften für die "Volksinitiative zum Schutz des Wassers" einzusammeln. Ziel der Initiative ist vor allem ein Verbot von Fracking in Schleswig-Holstein. Durch die Fracking-Technologie sind in den USA und in Kanada bereits ganze Landstriche für Mensch und Tier unbrauchbar geworden.

Für den ersten Schritt, die sogenannte Volksinitiative, werden daher bis Ende dieses Monats mindestens 20.000 gültige Unterschriften gebraucht. Unterschreiben kann jeder, der in Schleswig-Holstein gemeldet und mindestens 16 Jahre alt ist.

Als Werner Küppers seine Informationstafeln am Morgen auf den Klingenberg aufstellt, finden sich daher auch schnell Lübecker, die gut informiert sind, und gleich für die Initiative unterschreiben wollen. Werner Küppers strahlt. Die Sonne scheint und er erinnert so ein wenig an den Hippie-Guru Timothy Leary, der bereits in den 60-ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts prophezeit hat, die Straßen wären bald mit "Gras bewachsen, und schuhlose, schlipslose Götter würden durch die Städte tanzen." Die Beschreibung passt auf Küppers, der barfuß im Anzug stets freundlich und nicht verbissen für sein Anliegen wirbt.

"Fracking", als Gefahr für die Umwelt, ist es in Schleswig-Holstein, andere Regionen haben andere Probleme, berichtet Küppers, der seinen Vintage-Bus schon seit 18 Jahren durch die Republik steuert und für direkte Demokratie wirbt. Auslöser war für ihn im Alter von 20 Jahren die intensive Begegnung mit Joseph Beuys, der in der Direkten Demokratie vor allem notwendige Arbeit an der "Sozialen Plastik" sah. Irgendwann sind seine Jünger dann auf den Omnibus gekommen, um die Idee von der Direkten Demokratie in die Regionen zu tragen, und sie sind immer noch "On the Road". "Aktion motiviert am besten," ist Küppers sich sicher und daher wird, wo immer es geht und ansteht, dem Bürger geholfen, das was ihm wirklich am Herzen liegt, auch politisch durchzusetzen.


Antje und Gerhard Ahrens aus Niedersachsen informieren sich bei Simone Jahnkow von der Initiative.

In Lübeck sind daher Mitarbeiter nicht nur direkt am Bus, sondern auch in der Breiten Straße unterwegs, um die Botschaft gegen das Fracking unter das Volk zu bringen. Als Simone Jahnkow zwei freundliche Passanten anspricht, erlebt sie dann auch gleich eine Überraschung. "Ich würde liebend gern sofort unterschreiben", bekannte Gerhard Ahrens aus Norden in Niedersachsen. "Wir haben bereits echte Probleme mit "Fracking", denn wir haben zu spät bemerkt, was um uns herum eigentlich passiert. Ehefrau Antje nickt und ergänzt. "Leider sind wir aus Niedersachsen und daher nicht berechtigt teilzunehmen." Trotzdem freuen sie sich über die Initiative der jungen Mitarbeiter und nehmen Informationsmaterial mit.

Dass unser Wasser dauerhaft geschützt werden muss, scheint vielen Lübeckern bereits klar zu sein. Einige holen sich am Bus ganze Formulare ab, um in ihrem persönlichen Umfeld für die Ziele der Initiative zu werben. Ein Blick in die Zeitung genügt, meinte ein Passant, denn Wasser soll, Berichten aus der vergangenen Woche zufolge, demnächst teurer werden. Steigen tut momentan allerdings erst einmal der Ölpreis. Sollte er noch teurer werden, stehen die kanadischen und die US-Unternehmen sofort wieder auf der Matte, meint Küppers und lächelt. "Damit das nicht passiert, fahren wir jetzt durch ganz Schleswig-Holstein und werben für die Initiative."

Werner Küppers wirbt mit seinem Omnibus für direkte Demokratie. Fotos, O-Ton: Harald Denckmann

Werner Küppers wirbt mit seinem Omnibus für direkte Demokratie. Fotos, O-Ton: Harald Denckmann



Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 122200 Autor: Harald Denckmann vom 14.05.2018 17.23

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Kommentare zu diesem Text:

Walter Boller schrieb am 14.05.2018 um 19.04 Uhr:
Bitte auch nicht vergessen:
Keine Brunnenrechte an (...) verkaufen.
Dann wird so lange abgepumt, bis in der gesamten Umgebung der Grundwasserspiegel sinkt.
Auch hier wird keine Rücksicht auf das Grundbedürfnis Wasser genommen.


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