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Freitag,
der 25. Mai 2018





Lübeck Erleben

Neustart mit 60 Jahren

Viele Jahre hat Heino Conrad auf Montage im Schiffsbau gearbeitet. Auftragsrückgänge führten dazu, dass er mit 59 Jahren arbeitslos wurde. Er hoffte, bei seinem Arbeitgeber wieder anzufangen. Als die Arbeitslosigkeit andauerte, wollte er nicht tatenlos bleiben.

Conrad bildete sich weiter, frischte seine Schweißerkenntnisse auf und nutzte seine Netzwerke. "Schriftliche Bewerbungen wandern bei meinem Alter doch gleich auf den Stapel. Deshalb habe ich mich im Bekanntenkreis umgehört und dann direkt bei Swars und Söhns gemeldet", erzählt er. Mit vorheriger Zustimmung der Arbeitsagentur arbeitete er eine Woche zur Probe.

"Herr Conrad machte einen guten Eindruck, zeigte Einsatz und passte in unser Team. Wir fertigen individuelle Stücke wie Balkone, Zäune, Geländer oder Treppen aus Metall. Dafür fehlten ihm allerdings noch Kenntnisse. Eine längere Einarbeitung war deshalb erforderlich", erläutert Tobias Söhns, Geschäftsführer der Metallbaufirma Swars und Söhns GmbH aus Lübeck. Diese umfangreiche Einarbeitung unterstützte die Agentur für Arbeit Lübeck mit einem Eingliederungszuschuss, so dass der Einstellung am 18. April 2017 nichts mehr im Wege stand. "Man sollte nie aufgeben. Wenn eine Tür zugeht, geht irgendwo eine andere auf", macht Heino Conrad anderen Arbeitslosen Mut.

Ein Jahr später ist Heino Conrad immer noch bei der Swars und Söhns GmbH beschäftigt und das soll auch bis zur Rente so blieben. "Mit 63,5 Jahren könnte ich grundsätzlich aufhören. Aber hier ist so ein gutes Betriebsklima, vielleicht bleibe ich sogar noch länger", meint der inzwischen 61-Jährige. Das würde seinen Chef freuen. Wie viele Handwerksbetriebe hat auch er Schwierigkeiten, Fachkräfte zu bekommen. "Unser Familienbetrieb hat gerade das 35-jährige Jubiläum gefeiert und wir haben immer ausgebildet. Auch dieses Jahr würden wir gerne ein bis zwei Auszubildende zum Metallbauer einstellen. Doch bisher hat sich niemand gemeldet", berichtet der Chef einer 27-köpfigen Mannschaft. "Wichtig ist Spaß an handwerklicher Arbeit. Sicherlich wären auch gute Mathenoten hilfreich, aber da könnte man mit Stützunterricht nachhelfen. Es ist ein abwechslungsreicher, kreativer Beruf mit Kundenkontakt und auch viel Arbeit im Freien. Wer sich dafür interessiert, sollte sich gleich bei uns melden", wirbt Tobias Söhns.

"Fachkräftegewinnung wird für Unternehmen zunehmend schwieriger. Deshalb ist es wichtig alle Potenziale zu nutzen. Probearbeit kann eine gute Möglichkeit sein, Ihre neuen Arbeitskräfte kennen zu lernen und zu testen, ob sie in Ihr Unternehmen passen. Informieren Sie sich über weitere Möglichkeiten, Fachkräfte zu entwickeln. Der Arbeitgeber-Service berät Sie gerne unter der kostenfreien Rufnummer 0800/4555520", bietet Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck, an.

Tobias Söhns hat mit Heino Conrad einen zuverlässigen und motivierten Mitarbeiter gefunden. Foto: Agentur für Arbeit

Tobias Söhns hat mit Heino Conrad einen zuverlässigen und motivierten Mitarbeiter gefunden. Foto: Agentur für Arbeit


Text-Nummer: 122235 Autor: Agentur für Arbeit vom 16.05.2018 10.44

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Kommentare zu diesem Text:

Ich schrieb am 16.05.2018 um 11.22 Uhr:
Herrlich, die Einen bilden sich mit 60 Lenzen noch weiter ( Respekt! ) und die Anderen beginnen erst mal gar nicht mit der Berufstätig, sie leben viel lieber und ruhiger auf Staatskosten! Ohne Worte. ..1!

Thomas Friedrich schrieb am 16.05.2018 um 19.13 Uhr:
Ich freue mich für Herrn Conrad!
Doch warum ist das eine Meldung durch die Agentur wert?

Erfahrungsschätze der Arbeitnehmer nutzen. Das klingt noch in den Ohren... Das sollte doch bereits tägliche Praxis sein oder nicht? Wir haben doch angeblich eine Facharbeiterkrise? Die Firmen müssten sich doch um die Leute schlagen?

Doch wie wir neulich im Rahmen von Tarifverhandlungen lernen durften.....Übervolle Auftragsbücher, doch kein Nachwuchs. Doch alles was über der Inflationsrate liegt stürzt sie in tiefste Armut. 40 Jahre Berufserfahrung einbringen, ja gerne. Dafür bezahlen? Nein danke! Wollen wir ewig so weitermachen?

2 persönliche Anmerkung:

1. Die Agentur. Weiterbildungen bezahlen, Probearbeiten genehmigen, Einarbeitung bezahlen. (Zur Not Sanktionen verhängen oder in die Prostitution der Zeitarbeitsfirmen zwingen.) Nur Arbeit vermittelt hat sie keine. Und erneut schwingt hier mit, wer es nicht schafft ist faul. Man muss nur wollen. (...).

2. Die Firma. Man wundert sich, dass sich noch keine Interessenten für eine Ausbildung gemeldet haben? Wie wäre es einmal mit einer Internetpräsenz, die in zeitgemäßer Art und Weise auf die wunderbare und faszinierende Arbeit mit Metallen aufmerksam macht. Überhaupt erst einmal eine Internetpräsenz wäre toll. Als Suchergebnis kommen hier die gelben Seiten heraus. Machen sie Workshops in Kunstvereinen, Schulen und Bauspielplätzen. Machen sie mal ein geiles Video. Legen sie sich einen Youtube-Kanal zu. Faszinieren sie die Menschen.
Es ist nicht zu fassen....wir haben 2018 und nicht 1918.


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