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Sonntag,
der 20. Mai 2018






Grüner Gegenwind zum Kreuzfahrtterminal

"Rein technisch betrachtet mag die Rechnung stimmen "kritisiert Silke Mählenhoff, umweltpolitische Sprecherin der Grünen die neue Idee, die Nordermole für Kreuzfahrtschiffe auszubauen. Aber die Rechnung beziehe den Faktor Umwelt nicht ein.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Silke Mählenhoff im Wortlaut:

(")Minus Luftbelastung durch Kreuzfahrtschiffe, die bereits jetzt weltweit höher ist als die Belastung durch den Autoverkehr, minus Strandabtrag auf dem Priwall, der vom Steiluferabbruch am Brodtener Ufer aufgefüllt wird, aber durch lange Mole ferngehalten würde, minus die Eingriffe in den Flachwasserbereich der Ostsee, der wichtig für das Meeresleben ist, minus die Eingriffe in ein Meeresschutzgebiet, bleibt eine nicht nachhaltige Planung. Bei einer Umweltverträglichkeitsprüfung würde die Planung sofort gekippt werden. Schade um das Engagement des Vereines. Warum wird nicht die Idee weiter verfolgt, kleine, feine Kreuzfahrtschiffe nach Travemünde zu ziehen? In die kleine, feine, schöne lübsche Tochter?

Kreuzfahrtschiffe werden mit Schweröl angetrieben. Die Fahrt mit einem Luxusliner belastet nach Berechnungen der Umweltschutzorganisation NABU die Umwelt so stark wie fünf Millionen Autos. Für die Ostsee gelten schon seit Jahren strengere Regeln für den Schadstoffgehalt von maximal 0,1 Prozent Schwefelgehalt, sodass nur neue Kreuzfahrtschiffe auf der Ostsee fahren können. In Warnemünde bei Rostock, hat der NABU 2013 mehr als 300.000 Feinstpartikel gemessen. 197 Mal liefen damals Kreuzfahrtschiffe den Hafen an. Damit sei die übliche Luftverschmutzung in Städten um rund das 60-Fache übertroffen worden. Der Status des Ostseeheilbades wäre bei einer ähnlichen Luftbelastung für Travemünde nicht mehr zuhalten.(")

Silke Mählenhoff hält die Kreuzfahrtpläne für nicht realistisch.

Silke Mählenhoff hält die Kreuzfahrtpläne für nicht realistisch.


Text-Nummer: 122274 Autor: Grüne/red. vom 17.05.2018 17.57

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Kommentare zu diesem Text:

Walter Boller schrieb am 17.05.2018 um 18.35 Uhr:
Viele große Kreuzfahrer in HL? Wenn die Rechnung man aufgeht.
Kiel hat das Nadelöhr NOK. Da hält man ohnehin an. Rostock hat Berlin (Hauptstadt)als Ausflugsziel.

Was hat Lübeck zusätzlich? Hamburg im Hinterland. Da sind die Kreuzfahrer aber auch schon ohnehin.

Dazu kommt, dass man erst in Travemünde ist und noch nach Lübeck muss.

Kosten-/Nutzenrechnung schon abgearbeitet?
Umweltbelange zähen extra.

Heiko Schuller schrieb am 17.05.2018 um 18.40 Uhr:
Wer unbedingt Kreuzfahrer sehen möchte, kann auch den kurzen Weg nach Kiel, Warnemünde, Hamburg oder Wismar nehmen.

Es ist wirklich jammerschade um die jahrelange Arbeit des Vereins. Aber wie naiv muss man sein, um mit diesem Ergebnis an die Öffentlichkeit zu gehen. In Lübeck gibt es politisch keine Mehrheit für den Neubau eines Kreuzfahrtterminals. Selbst wenn die Stadt von allen Kosten freigehalten wird, scheitert eine Umsetzung an Umweltfragen.

Am Besten Lübeck sagt jetzt politisch klipp und klar nein zum Projekt. Dann können sich alle Beteiligten wichtigeren Projekten widmen.

Julius Touristicus schrieb am 17.05.2018 um 18.46 Uhr:
Frau Mählenhoff, angenommen unter Berücksichtigung aller Bremsfaktoren wie lange Planung bei der HL und Klagemöglichkeiten würde das Seeterminal in 10 Jahren fertig, so führen wahrscheinlich schon viele Schiffe mit Wasserstoff oder Naturgas. Aber: es bleiben die Folgen was den Abtrag vom Brodtener Ufer betrifft, Strömungsprobleme, dann Eingriffe durch den Aushub eines großen Wendekreises für die Dampfer (die Ostsee ist dort so um die 3-5 Meter tief) auf 10 Meter oder mehr Tiefe in einer kreisförmingen Ausdehung von vielleicht 600 bis 800 m, dann die Zufahrt und Abfahrt von vielleicht täglich 80 bis 100 Bussen für Besuche in HH usw und LkW (Müll, Versorgung), die über die Travepromenade und vielleicht über die Strandpromenade und den Brügmanngarten geführt werden müsste (Herr von Danckelmann Travemünder Wirtschaftsgemeinschaft träumt von Elektroshutteln, welche statt Bussen fahren würden in denen 6-8 Gäste Platz hätten - hunderte solcher Schuttels wären nötig, wenn von den 5000 Passagieren vielleicht nur 4000 einen Landausflug machen wollten - siehe Kommentare bei Travemünde Aktuell), dann "gehört" die Nordermole der Bundesverwaltung (ein neuer Leuchtturm sprich eine neue Bake müsste gebaut werden) wobei ich mich frage, ob das Wasser- und Schifffahrtsamt da mitspielen wird usw. Es gibt also eine Reihe von vielen Punkten, wo man sich frägt, ob die Beraterfirma überhaupt in der Lage war, das gesamte Problem das mit dem Standort zusammenhängt, übersehen und beurteilen zu können. Auch erhebt sich die Frage, wann dieser Massentourismus überhaupt noch bei dem bald vorliegenden ruinösen Preiswettbewerb sich nicht selbst ad absurdum führt, bevor überhaupt dieser Seeanleger fertig ist. Womit wir dann bei Ihrem Hinweis wären, wenn wir uns nicht gleich um die kleineren Schiffe wie gehabt kümmern würden, als diesem Gigantismus das Wort zu reden.Schließlich hat bislang vielleicht nur der Geschäftsfährer der LHG von dem ganzen eher kümmerlich überzeugenden Vorstoß einen Vorteil: er hat für einige Zeit die Diskussion vom Halse, den Skandinavienkai für große Kreuzfahrer zu Lasten seinen lukrativen Geschäftes zur Verfügung stellen zu müssen.

stephan wiese (eMail: stephanwiese7@googlemail.com) schrieb am 18.05.2018 um 01.02 Uhr:
Julius Touristicus,Kreuzfahrtschiffe werden noch lange nicht mit wasserstoffantrieb fahren,da es an den gesetzlichen Rahmenbedingungen fehlt.Es mussten Elektrolyseverfahren von der EEG-Abgabe entlastet werden,Damit ist bei 4 Jahren Groko nicht zu rechnen.Deshalb ist eine Förderung des Kreuzfahrttourismuses ökologisch nicht verantwortbar

Hans-Georg Kloetzen schrieb am 18.05.2018 um 08.02 Uhr:
Liebe Frau Mählenhoff.
Bevor Sie mit irgendwelchen Fakten an die Öffentlichkeit gehen, sollten Sie diese genau prüfen.
ALLE Schiff, auch ältere Frachtschiffe, Containerschiffe und Tanker, die die Ostsee befahren, können und müssen den Treibstoff mit dem reduzierten Schwefelgehalt für die Hauptmaschine benutzen. Dass es nur "neue" Kreuzfahrtschiffe können, ist Nonsens. Desweiteren gilt diese Vorschrift nicht nur für die Ostsee, sondern auch für ein ausgewiesenes Gebiet in der Nordsee.
Und eins verstehe ich sowieso nicht:
Kreuzfahrtbashing scheint modern zu sein. Aber was ist mit der großen Anzahl von den o.g. anderen Schiffen, die mit Sicherheit viel höher als die der Kreuzfahrtschiffe ist? Wir alle, die Leute von NABU eingeschlossen, haben ein Handy, welches irgendwo in Fernost gefertigt wurde, tragen T-Shirts und andere Textilien, die tausende von Meilen über die Weltmeere transportiert wurden. Das wird von allen akzeptiert. Der Schadstoffaustoß, der dafür notwendig ist, findet auf hoher See statt, da sieht es ja keiner, das ist also gut so?!

Herzog schrieb am 18.05.2018 um 10.02 Uhr:
Wenn es nach den Grünen geht, muss bald jegliche Industrie und Fortbewegungsmittel verdammt werden. Flugzeug ✈️ , Auto 🚗 , Schiffe 🚢 , alle produzieren direkt oder indirekt Abgase und somit Schadstoffe. Summ 🐝 summ 🐝. Wegen Biosprits werden Monokulturen wie Rapsfelder und Maisfelder geschaffen. Das ist den Grünen recht, auch das wegen der EEG Umlage sowie weiterer Subventionen der Strompreis verdoppelt wurde (Holland nur 17 ct. statt 31 ct. wie hier) und damit Elektroautos bestraft werden, interessiert sie nicht. Ich nennen dies verlogen.


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