Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

HL-live.de

Dienstag,
der 19. Juni 2018





Lübeck Erleben

Flughafen kann ausgebaut werden

Das Oberverwaltungsgericht hat entschieden: Der Lübecker Flughafen kann ausgebaut werden. Am Donnerstag wurden zwei Klagen gegen die Planfeststellung abgewiesen. Der Ausbau kann beginnen, denn Rechtsmittel sind nicht mehr zulässig. Der Flughafen kündigt Verbindungen auch an die Kanaren an. Es werde aber noch dauern, bis es Linienverbindungen gibt.



Nach zwei Tagen mündlicher Verhandlung vor dem 1. Senat des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts hat der Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahre 2009 des Verkehrsministeriums des Landes Schleswig-Holstein den Lübecker Flughafen betreffend weiterhin Bestand. Der Ausbau kann beginnen.

Bereits am 27. Februar wurde die Klage der Gemeinde Groß Grönau abgewiesen. Die Klage einer Lübeckerin hatte sich am Mittwoch erledigt, als die Landesregierung die Regelungen für Triebwerkstests änderte.

Die Klage eines einzelnen Bürgers aus Groß Grönau wurde am Donnerstag abgewiesen. Nach den Ausführungen des Vorsitzenden Richters sei der Kläger als Eigentümer eines im Bereich der Einflugschneise liegenden Grundstücks zweifelsohne lärmbetroffen, allerdings stehe ihm, weil insoweit keine Enteignung vorliege, nur ein beschränktes Überprüfungsrecht zu. "In diesem Rahmen vermochte der Senat keine entscheidungserheblichen Fehler des Planfeststellungsbeschlusses festzustellen", so das Gericht.

Auch die letzte Klage ist vom Tisch: Wie der Vorsitzende Richter zur Begründung des Urteils erläuterte, ist das Klagerecht der Schutzgemeinschaft vom Umfang her auf deren "satzungsgemäßen Aufgabenbereich und die vom Umweltbundesamt erteilte Anerkennung als Umweltverband" beschränkt. Die Klagebefugnis betreffe deshalb nur den Natur- und Umweltschutz, nicht aber die luftverkehrsrechtliche Rechtfertigung des Ausbauvorhabens. Alle umweltrelevanten Bereiche inklusive des Nachtflugs seien bei der Planfeststellung ausreichend berücksichtigt worden, so das Gericht.

Damit kann der Ausbau beginnen. Investor Winfried Stöcker möchte ein hochwertiges Abfertigungsgebäude mit Zugang zu sechs bis acht Flugzeugen bauen. Er rechnet mit einer Million Fluggäste pro Jahr. "Auch wenn der Entwicklung nun nichts mehr im Wege steht, wird es noch dauern, bis die ersten Linien- und Chartergesellschaften in Lübeck abheben", sagt Stefanie Eggers, Sprecherin der Stöcker Flughafen GmbH&Co. KG. "Angepackt werden nun der Hangarbau und die weiteren Aufgaben, die der Planfeststellungsbeschluss mit sich bringt, wie etwa das Thema Entwässerung. Außerdem wird weiter an der EASA-Zertifizierung gearbeitet. Bis dahin bietet der Flughafen in erster Linie Geschäfts- und Privatfliegern sowie Flugschulen und Vereinen ein Zuhause."

Am Donnerstag wurden die Klagen gegen den Ausbau des Flughafens abgewiesen.

Am Donnerstag wurden die Klagen gegen den Ausbau des Flughafens abgewiesen.


Text-Nummer: 122918 Autor: VG/OVG vom 14.06.2018 21.00

Text teilen: auf facebook +++ auf google+ +++ Über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken. +++ Text kommentieren.




Kommentare zu diesem Text:

Manfred Oschwald schrieb am 14.06.2018 um 22.19 Uhr:
Was wohl nun noch kommt oder welcher Bedenkenträger, frei nach dem Motto " Alle geben ihren Segen nur Hein Tüten ist dagegen".

Schumacher schrieb am 14.06.2018 um 23.21 Uhr:
Ein guter Tag für Lübeck und die Region!
Herzlichen Glückwunsch! Und nicht lange Zeit verlieren, sondern schön Gas geben beim Ausbau!
Jetzt müssen dringend Taten folgen auf viele Worte.
Alle wollen Bus, Auto, Eisenbahn fahren oder fliegen, aber keiner will die Bushaltestelle, Autobahn, Eisenbahnschienen oder einen Flughafen vor der Tür haben.
Ich als Anwohner freue mich über diese Entscheidung und wünsche Herrn Stöcker viel Erfolg für seine Unternehmung!

Matthias Schlecht schrieb am 15.06.2018 um 00.57 Uhr:
Ziemlich dumm. Erst Beschluss zum Ausbau der Bahnstrecke und stolzes Verkünden von mehr Bahnlärm durch massiven Güterverkehr, nun vielleicht auch noch mehr Fluglärm.... sicher nicht für jeden eine tolle Vorstellung..

Fliegerfreund schrieb am 15.06.2018 um 08.02 Uhr:
Das ist eine großartige Nachricht. Jetzt stehen die Airlines in Lübeck bestimmt schon Schlange, weil sie hier einen Riesengeschäft machen werden. Lübeck das Drehkreuz an der Ostsee.

Mark Arson schrieb am 15.06.2018 um 08.11 Uhr:
Gute Entscheidung. Wer sich entschieden hat, neben einen Flughafen zu ziehen, der wird auch mal mit etwas Fluglärm rechnen müssen. Aber es gibt ja immer welche die krampfhaft nach einem Grund suchen irgendwen wegen irgendwas verklagen zu können. Auch einige Naturschutzvereine zählen dazu. Frei nach dem Motto: Wir finden schon irgendein seltenes Tier oder Pflanze dort um gegen den Ausbau zu klagen. Und wenn nicht Pflanzen wir halt was.

A. Steffien schrieb am 15.06.2018 um 10.24 Uhr:
Finde ich sehr gut.Jetzt ein paar vernünftige Reiseziele und die langen Fahrten zu anderen Flughäfen haben sich erledigt.

Micha schrieb am 15.06.2018 um 15.57 Uhr:
Zum Glück und hoffentlich eine Ende der Gegner ! Wo sind die überhaupt ....?
Ich wünsche Herrn Stöcker ein erfolgreiches Händchen und viel Erfolg !
Ich dann hoffentlich bald wieder von Lübeck aus !!!

Walter Boller schrieb am 15.06.2018 um 19.19 Uhr:
Neun Jahre gewartet, jetzt nur noch schnell abbügeln?
"In diesem Rahmen vermochte der Senat keine entscheidungserheblichen Fehler des Planfeststellungsbeschlusses festzustellen", so das Gericht.
Der unbestimmter Rechtsbegriff "entscheidungserheblich" hilft da schon mal.
Es gab also Fehler.

Micha schrieb am 15.06.2018 um 21.44 Uhr:
Herr Boller bitte nicht vergessen !! Sie sind zum Flughafen gezogen und NICHT der Flughafen zu Ihnen !!!

Manfred Oschwald (eMail: manfred.oschwald@t-online.de) schrieb am 18.06.2018 um 13.44 Uhr:
@micha; das Problem haben viele mit dem "Was war zuerst da, das Ei oder die Henne" Wenn ich mir ein Grundstück kaufe, baue um dort zu wohnen schaue ich mir vorher das Umfeld an, oder. Neben einer Fischfabrik zu bauen und sich anschliessend über den Geruch zu beklagen das geht gar nicht, aber das ist eben ein Zeichen heutiger Intoleranz und Gerechtigkeitsempfinden nach dem Motto " Jedem das seine mir das meiste".


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender
Videos

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz






Travemünde Aktuell




Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.